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Sturm Friederike in Lünen

145 Feuerwehrmänner zu 110 Einsätzen unterwegs

Lünen Sturm Friederike ist am Donnerstag auch über Lünen hinweggezogen und hat auch in der Lippestadt viele Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt. Die Feuerwehr war im Dauer- und Großeinsatz, alle Löschzüge und die Berufsfeuerwehr waren unterwegs. Am frühen Abend entspannte sich die Lage. Der Live-Ticker zum Nachlesen und viele Fotos aus dem Stadtgebiet.

145 Feuerwehrmänner zu 110 Einsätzen unterwegs

Im Geistviertel sind große Teile eines Daches von einem Haus geweht worden. Foto: Britta Linnhoff

Ende der Berichterstattung:

Der Sturm bedeutete einen Großeinsatz für die Feuerwehr. Ab dem Mittag waren die Berufsfeuerwehr und alle Löschzüge der Freiwilligen im Einsatz. Teilweise waren also 145 Einsatzkräfte gleichzeitig unterwegs, gegen 17 Uhr waren 110 Einsätze abzuarbeiten. Gegen 17 Uhr ließen Sturm und Schäden dann langsam nach. „Das Ausmaß der Einsätze war außergewöhnlich“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Feuerwehrmann habe sich verletzt, nachdem ihm ein Sägespan ins Auge geflogen war. Ansonsten habe es im Stadtgebiet keine Verletzten gegeben. Damit beenden wir die Berichterstattung für heute.

Sturm in Lünen

Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Victor Marcin arbeitete mit seinem Kollegen Richard Faralich gegenüber des Hauses und fotografierte den Absturz des Daches.
Abflug: Das Hinweisschild auf den Segelflugplatz strich schon am Vormittag die Segel.
Große Teile des Daches liegen im Vorgarten
Reste der Dachpappe hängen herunter, unten liegen die anderen Teile des Daches, Dachpappe ebenso wie das Dämmmaterial.
Mülltonnen  lagen gestern wie hier auf der Straße Hülshof viele auf der Straße und auf den Gehwegen.
Äste lagen gestern überall auf den Straßen und Gehwegen - die aber meist menschenleer waren.
Feueralarm im technischen Rathaus am 18. Januar während des Sturmtiefs Friederike.
Das Dach eines Vivawest-Wohnhauses an der Straße Hülshof im Geistviertel wurde durch den Orkan abgerissen.
Feueralarm im technischen Rathaus am 18. Januar während des Sturmtiefs Friederike.
In der Bahnstraße hat der Sturm auch Bäume umgeknickt.
Feuerwehreinsatz im Geistviertel. Hier hat der Orkan Friederike ein Dach abgedeckt.
Jana Siegel hat aus ihrem Auto fotografiert: Kurz hinter der Gahmener Brücke ist ein Baum auf die Straße geweht worden.
In der Bahnstraße hat der Sturm auch Bäume umgeknickt.
Auch am Café del Sol hat es einen Baum erwischt.
Auch am Café del Sol hat es einen Baum erwischt.
Einsatz während des Orkantiefs Friederike in Lünen. Einsatz während des Orkantiefs Friederike in Lünen. Teile der Verkleidung am ehemaligen Mercedes-Gebäude fielen herab.
Die Menschen haben die Ratschläge beherzigt und sind zu Hause geblieben.
Geleerte Papiermülltonnen flogen am Donnerstagmorgen an der Friedenstraße auf die andere Straßenseite.
Ein Mobilfunkanbieter an der Lange Straße hatte sein Geschäft vorsichtshalber ab 13 Uhr geschlossen.
Eine Boutique an der Lange Straße hatte am frühen Nachmittag auch wegen "Friederike" geschlossen.
Orkantief Friederike, hier Fotos vom Radweg an der Borker Straße in Höhe der Stadtgrenze zu Selm.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße in Lünen.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Orkantief Friederike, hier Fotos vom Radweg an der Borker Straße in Höhe der Stadtgrenze zu Selm.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Kreuzung Schützenstraße.
Orkantief Friederike, hier Fotos vom Radweg an der Borker Straße in Höhe der Stadtgrenze zu Selm.
Orkantief Friederike, hier Fotos vom Radweg an der Borker Straße in Höhe der Stadtgrenze zu Selm.
Auch der Bauzaun dieser Baustelle in Alstedde hielt dem Sturm nicht stand.
Viel Arbeit für die Feuerwehr bei Sturm Friederike in Lünen, hier an der Ernst-Becker-Straße.
Orkantief Friederike, hier Fotos vom Radweg an der Borker Straße in Höhe der Stadtgrenze zu Selm.
Auch der Bauzaun dieser Baustelle in Alstedde hielt dem Sturm nicht stand.
Wo am Donnerstag Mülltonnen zur Abholung an der Straße standen, hatte der Orkan Friederike leichtes Spiel. An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet verteilten sich Papier und Müll über die Straßen.
Auch das Dach der katholischen St.-Ludger-Kirche in Alstedde, Am Heikenberg, wurde durch den Sturm beschädigt.
Wo am Donnerstag Mülltonnen zur Abholung an der Straße standen, hatte der Orkan Friederike leichtes Spiel. An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet verteilten sich Papier und Müll über die Straßen.
Auch das Dach der katholischen St.-Ludger-Kirche in Alstedde, Am Heikenberg, wurde durch den Sturm beschädigt.
Auch das Dach der katholischen St.-Ludger-Kirche in Alstedde, Am Heikenberg, wurde durch den Sturm beschädigt.
Das Dach eines Vivawest-Wohnhauses an der Straße Hülshof im Geistviertel wurde durch den Orkan abgerissen.
Das Dach eines Vivawest-Wohnhauses an der Straße Hülshof im Geistviertel wurde durch den Orkan abgerissen.
Das Dach eines Vivawest-Wohnhauses an der Straße Hülshof im Geistviertel wurde durch den Orkan abgerissen.
Blick  aus dem Flurfenster am Hülshof.
Der Weg ins Haus ist derzeit für die Bewohner am Hülshof etwas beschwerlich.
Hinweisschild im Hausflur: Die Bewohner mussten in ihren Wohnungen bleiben.
Sturmschäden im Südpark
Sturmschäden im Südpark

Update 15.53 Uhr:

Der Sturm hat auch in Lünen mittlerweile wieder nachgelassen, die Situation beruhigt sich etwas. Zeit auch für ein erstes Fazit von Hans-Rudolf Tintelott von der Abteilung Stadtgrün. Rund 50 Bäume seien vom Sturm beschädigt worden, meint er. Einen richtigen Überblick könnten sich die Mitarbeiter allerdings erst im Laufe der nächsten Tage machen. „Relativ glimpflich“ sei Lünen davon gekommen, meint er. Dennoch rät er dringend auch in den nächsten Tagen noch davon ab, Wälder zu betreten. Zu gefährlich sei das, weil weiterhin abgebrochene Äste aus den Kronen fallen könnten.

Positiv sei ihm aufgefallen, dass viele Lüner entspannter mit der Situation umgegangen seien und präzise Infos zu den Schäden gemacht hätten. Das hätte den Einsatzkräften vor Ort die Arbeit erleichtert, meint er.

Update 14.18 Uhr:

Mittlerweile ist sind alle Löschzüge der Feuerwehr im Einsatz, unterstützt werden sie von den Wirtschaftsbetrieben Lünen. Feuerwehr-Chef Rainer Ashoff berichtet von insgesamt 80 Einsätzen bis jetzt, wovon allerdings 25 erst noch abgearbeitet werden müssten. Darunter: Abgedeckte Dächer, Umgeknickte Bäume, Brandmeldeanlagen und ein Verkehrsunfall auf der A2. Verletzte habe es bis jetzt allerdings nicht gegeben, so Ashoff. Die Polizei berichtet auf Anfrage, auf der A2 seien in Fahrtrichtung Hannover zwei Lkw an einem Unfall beteilgt gewesen, weshalb die Autobahn gesperrt worden sei. Die Sperrung solle aber in Kürze wieder aufgehoben werden.

Update 13.05 Uhr:

Die Stadt teilt mit, dass am Nachmittag alle Kinder- und Jugendprogramme in den städtischen Einrichtungen ausfallen wegen des Sturms. Außerdem weist die Polizei daraufhin, dass wegen des Sturms möglicherweise nicht alle Anrufe gleich bearbeitet würden. Die Beamten bitten darum, es dennoch weiter zu probieren.

So haben wir anfangs berichtet

Sturm Friederike ist in Lünen angekommen: Die Feuerwehr ist im Großeinsatz, Stand 11.40 sind alle Löschzüge bis auf Horstmar und Niederaden im Einsatz. 13 Mal mussten die Einsatzkräfte nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Stephan Dörnbrack schon ausrücken, momentan liefen vier Einsätze parallel. Darunter sind einige umgekippte Bäume, aber auch aufwändigere Aufgaben. So ist laut Dörnbrack an der Straße Hülshof in der Geist ein Dach vom Sturm abgedeckt worden. Dort wurde niemand verletzt, die Bewohner dürfen das Haus allerdings vorerst nicht verlassen, weil noch immer lose Teile vom Dach fliegen. Dachdecker bemühen sich gerade, das Dach zu sichern. Dass gleichzeitig zwischenzeitlich noch zwei Brandmelde-Anlagen ausgelöst haben, vereinfacht die Sache nicht. Einer davon war am Technischen Rathaus der Stadt am Marktplatz. Dort hatte am Vormittag die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen, die Feuerwehr suchte nach einem Brandherd. Doch vergeblich. Nach Auskunft der Stadt handelte es sich um Fehlalarm.

Das passiert im Bus-Verkehr

Die VKU-Busse fahren indes nur noch teilweise. Ein Sprecher teilt auf Anfrage mit, dass der Verkehr nach Brambauer komplett eingestellt worden sei. Dort lägen Bäume auf den Hauptverkehrsstraßen

Das passiert an den Schulen

Eltern konnten heute Morgen selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Manche Schulen haben allerdings schon nach der ersten Stunde wieder Schluss gemacht, damit die Kinder noch vor dem Sturm wieder nach Hause kommen. Dazu zählen nach Stadtangaben die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und die Ludwig-Uhland-Realschule. Die Realschule in Brambauer schloss nach der zweiten Stunde, die Altlünen ab 12, die Heinrich-Bußmannschule ab 9, die Profilschule ab 19.

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule hat alle Kinder, deren Eltern erreicht wurden, um 11.15 Uhr nach Hause geschickt, genau so hält es das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Alle anderen Kinder werden natürlich weiterhin betreut. An der Wittekindschule wurden die Kinder um 10.15 Uhr abgeholt, alle anderen danach weiter unterrichtet. Elisabethschule, Schule auf dem Kelm, Gottfriedschule, Matthias-Claudius-Schule bleiben geöffnet. Der offene Ganztag bleibt jeweils auch geöffnet. Die Liste der Stadt ist allerdings noch unvollständig, weil nicht alle Schulen erreicht wurden. Die Osterfeldschule hat nach der 4. Stunde geschlossen - dort wurden alle Kinder abgeholt.

Das passiert bei den Wirtschaftsbetrieben

Etwas schneller wollen die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) am Donnerstag die Papiertonnen leeren, um noch bevor der Sturm Orkanstärke erreicht, fertig zu werden. „Am besten wäre es natürlich, wenn die Anwohner dann auch schnell die Tonnen an ihren Platz stellen“, so Thomas Möller von WBL. Auch wenn die Papiertonnen im Gegensatz zu den Wertstofftonnen im leeren Zustand schwerer sind, können sie doch bei Windböen ein Eigenleben entwickeln. So flogen an der Friedenstraße drei Papiertonnen auf den gegenüberliegenden Bürgersteig. Auch Weihnachtsbäume werden am Donnerstag und Freitag von WBL noch eingesammelt. Möller: „Die können auch fliegen, verfangen sich aber meistens noch irgendwo. Wir wollen sie natürlich nicht gerne im öffentlichen Raum liegen lassen.“

Aufgrund des Unwetters schließen alle Geschäftsstellen des Jobcenters Kreis Unna am Donnerstag um 12 Uhr. Kunden können sich mit Ihren Anliegen an das Service Center unter Tel. (02303) 2538-0 wenden.

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