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Polizeieinsatz

30-Jähriger bedrohte Mitbewohner in Flüchtlingsheim

LÜNEN Gewalttätige Auseinandersetzung in der Flüchtlingsunterkunft an der Alstedder Straße: Bewohner fühlten sich von einem Mitbewohner am vergangenen Wochenende so bedroht, dass sie die Polizei riefen. Auch die Beamten gerieten schließlich ins Visier des 30-Jährigen.

30-Jähriger bedrohte Mitbewohner in Flüchtlingsheim

Die Unterkunft an der Alstedder Straße kam es in den vergangenen Wochen zu Auseinandersetzungen.

„Der Mann war total aggressiv und ließ sich auch von den Kollegen nicht beruhigen“, erzählt Polizei-Sprecherin Amanda Kolbe. Wegen der unsicheren Situation war die Polizei mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Plötzlich habe der Mann auch noch ein Messer in der Hand gehabt und versucht, die Beamten damit zu attackieren. „Ein Bewohner der Unterkunft konnte dem Mann das Messer noch abnehmen“, erzählt Kolbe weiter, dann habe es ein Gerangel gegeben, in dem der 30-Jährige schließlich zu Boden ging und gefesselt werden konnte. Weil die Beamten auch Pfefferspray eingesetzt haben, musste schließlich auch ein Rettungswagen einrücken.

Wohnsituation berge Konfliktpotenzial

Amanda Kolbe betont, dass es immer mal wieder Schwierigkeiten in Flüchtlingsunterkünften gebe – das sei jedoch zu großen Teilen der Situation vor Ort geschuldet. Denn dort lebten verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen eng beieinander. Viele sind aus Kriegsgebieten geflohen und somit traumatisiert – all das berge ein großes Konfliktpotenzial.

In diesem Fall, sagt Fachdezernent Ludger Trepper, habe seinen Informationen nach jedoch auch Alkohol eine Rolle gespielt. Er wolle das nicht verharmlosen: „Ich glaube aber, dass das ein Einzelfall war.“ Insgesamt gebe es in den Lüner Unterkünften nur selten Konflikte, einen festen Sicherheitsdienst gebe es nicht. „Unsere Hausmeister haben aber immer einen Blick auf die Bewohner“, sagt er. Sie sind einer Einrichtung fest zugeordnet und lernen die Menschen über die Zeit kennen: „Sie haben ein gutes Gespür für Konflikte und haben so Möglichkeiten, vieles zu vermeiden“, sagt Trepper.

Die alten Unterkünfte sollen zeitnah durch drei neue für jeweils bis zu 40 Personen ersetzt werden' type='' href='http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/luenen/Stadt-nennt-Unterkunft-Kriterien-Wo-in-Luenen-sollen-Fluechtlingsheime-gebaut-werden;art928,2744622. Trepper: „Ich glaube, dass die neue Art der Unterbringung helfen kann, weil die Raumzuschnitte günstiger sind.“ Die Flüchtlinge sollen dort in einzelnen Wohnungen untergebracht werden, die besser zu den individuellen Bedürfnissen passten. 

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