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Nach Giftköder-Attacke

Ärger über den Vorgarten als Hunde-Klo

LÜNEN Giftköder für Hunde auszulegen sei schlimm, betont Friedhelm Sgrazuttki. Schlimm sei aber auch, was beinahe Tag für Tag in seinem Vorgarten passiere.

Ärger über den Vorgarten als Hunde-Klo

Friedhelm Sgrazuttki ist sauer: Jeden Tag, so sagt er, findet er Hundespuren in seinem Vorgarten in der Moltkestraße. Und oft auch mehr als Spuren.

Der 82-Jährige deutet auf die vielen Spuren im Beet vor dem Haus Moltkestraße 31a. „Da laufen ständig Hunde durch“, sagt er. Häufig genug hinterließen sie nicht nur Spuren ihrer vier Pfoten.

„Sie glauben gar nicht, wie oft ich schon Haufen aus dem Garten geholt habe“, berichtet er. Pflanzen, an denen „markiert“ werde, gingen ein. „Wir haben schon öfter neu pflanzen müssen, und das kostet ja auch Geld“, ärgert sich Sgrazuttki. Er hatte unseren Bericht über die Warnung der Polizei an Hundebesitzer vor möglicherweise vergifteten Ködern gelesen. Solche Köder hatte eine Frau in Gahmen gefunden. Die Tierschutzorganisation Peta hat 1000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Überführung des Täters oder der Täter führen. „Ich finde es natürlich nicht in Ordnung, dass jemand Hunde vergiften will“, so Sgrazuttki. Er wolle aber darauf aufmerksam machen, dass es beim Thema Hunde auch andere Aspekte gebe. Zum Beispiel Gassi gehen ohne Rücksicht auf Anwohner.

GAHMEN Die Polizei hat mitgeteilt, dass eine Hundebesitzerin am Donnerstagmorgen in Gahmen mehrere Giftköder gefunden hat. Unter Lüner Hundefreunden ist das Thema leider nicht neu.mehr...

Der 82-Jährige hat noch eine andere unangenehme Erfahrung gemacht. Er krempelt seine Ärmel hoch und zeigt auf Blutergüsse an seinen Unterarmen. „Die stammen von einer langen Hundeleine. Da bin ich mit dem Fahrrad direkt reingefahren. Ich konnte gar nicht mehr reagieren, als sich plötzlich diese lange Leine zwischen dem Hund und seiner Besitzerin straff spannte.“

Was die Hinterlassenschaften in seinem Vorgarten betrifft, so hätte Sgrazuttki von der Stadt keine Hilfe zu erwarten. Denn eine Verordnung, die Hundehalter in die Pflicht nimmt, bezieht sich allein auf öffentliche Flächen. „Werden Vorgärten oder private Wiesen durch Hundekot verunreinigt, steht der Grundstückseigentümer im Verhältnis zum Hundehalter beziehungsweise Hundeführer im Fokus“, so Eberhard Rieß, Leiter der städtischen Ordnungsbehörde. Soll heißen: Es ist dann eine rein privatrechtliche Angelegenheit.

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