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Mordprozess in Hagen

Angeklagter aus Lünen bleibt in Untersuchungshaft

Lünen Der Mann hat schon viele Jahre im Gefängnis verbracht. Und daran wird sich auch kurzfristig nichts ändern.

Angeklagter aus Lünen bleibt in Untersuchungshaft

Das Foto zeigt den Angeklagten aus Lünen neben seiner Verteidigerin Ina Klimpke. Foto: Jörn Hartwich

Die beiden mutmaßlichen Mörder eines Geschäftsmannes aus Hagen bleiben in Untersuchungshaft. Das Hagener Landgericht hat am Mittwoch die Anträge der Angeklagten aus Lünen und Bosnien-Herzegowina auf vorzeitige Freilassung abgelehnt. Begründung: Es bestehe weiterhin dringender Tatverdacht.

Anwälte reagieren enttäuscht

Die Angeklagten sollen den Unternehmer vor mehr als zehn Jahren in dessen Hagener Villa überfallen und erschossen haben. Belastet werden sie von DNA-Spuren, die am Tatort gesichert werden konnten. Diese allein reichen nach Ansicht der Verteidiger jedoch nicht aus, um ihre Mandanten zweifelsfrei als Täter zu überführen. Entsprechend enttäuscht reagierten die Anwälte auf den Beschluss der Kammer, die Angeklagten weiter eingesperrt zu lassen.

Lünen/Hagen. Der Prozess um den Raubmord an einem Hagener Unternehmer vor mehr als zehn Jahren könnte schon bald zu Ende gehen. Das hat der Vorsitzende des Hagener Schwurgerichts, Marcus Teich, am Montag angekündigt. Ob die Haftbefehle gegen die beiden Angeklagten aus Lünen und Bosnien-Herzegowina aufgehoben werden, entscheidet sich noch in dieser Woche. Einige Spuren führten bis dato aber auch ins Leere.mehr...

Unterdessen sind Details zu den Vorstrafen des Lüner Angeklagten bekannt geworden. Der Mann hat bereits zehn Mal vor Gericht gestanden und schon viele Jahre im Gefängnis verbracht. Derzeit verbüßt er eine Haftstrafe von zehneinhalb Jahren, zu der ihn das Landgericht München II vor zwei Jahren verurteilt hat.

Überfall in Bayern

Im Jahr 2014 hatte der Lüner zusammen mit seinem jüngeren Bruder ein Ehepaar in Bayern in dessen Villa überwältigt und ausgeraubt. Weil die beiden Täter nach Ansicht der Richter dabei zumindest in Kauf nahmen, dass ihre beiden Opfer unter den engen Fesseln ersticken oder verdursten könnten, ist im Urteil von schwerem Raub und Mordversuch die Rede.

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