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Mordfall Yasemin

Angeklagter soll zur Folter aufgefordert haben

LÜNEN Im Prozess um die grausame Tötung von Yasemin Tomak gerät der Angeklagte immer weiter unter Druck. Ein Zeuge sagte am Freitag: „Er war wütend auf sie und ihren Neuen.“ Kurz vor dem Verschwinden der Ex-Geliebten soll Adem I. dem Zeugen sogar ein unfassbar menschenverachtendes Angebot gemacht haben.

 „Er wollte sie foltern lassen“, erinnerte sich der Betreiber einer Werkstatt vor dem Dortmunder Schwurgericht. Mitte Januar 2011 habe ihn Adem I. angerufen und in die Dortmunder Nordstadt zitiert. Als er dort angekommen sei, sollen auf einem Hof schon mehrere Personen gewartet haben. Mit dabei: Adem I. und die Ehefrau des neuen Liebhabers von Yasemin Tomak. Die Lünerin selbst habe zusammengekauert in einem Auto gesessen. „Yasemin war gefesselt“, so der Zeuge.  Durch Vergewaltigung entehren In der Werkstatt angekommen habe Adem I. dann in die Runde gefragt: „Und, wer von euch will sie jetzt vergewaltigen?“ Der Zeuge: „Ich habe sofort Nein gesagt. Die Frau war gefesselt, was soll ich damit?“ In der Anklage ist das Motiv von Adem I. für die angeblich geplante Schändung seiner Ex-Geliebten so formuliert: „Um sie zu entehren und als Schlampe darzustellen“ wollte Adem I. mit ansehen, wie seine Ex-Geliebte - Yasemin hatte nach fünfjähriger Beziehung Schluss gemacht - vor seinen Augen von mehreren Männern gleichzeitig sexuell gequält und erniedrigt wird. Weil sich aber offenbar kein Mann zu einer Vergewaltigung bereit fand, wurde das Treffen wieder aufgelöst.  

„Weil der Racheplan fehlschlug“, soll Adem I. seine Ex-Geliebte laut Anklage daraufhin erneut gefesselt, in ihre Wohnung verschleppt und dort erwürgt haben. Zuvor soll er Yasemin Tomak noch den Schädel eingeschlagen haben. Am 4. Februar 2011 wurde ihre Leiche in den Niederlanden gefunden.  Die Anklage lautet auf Mord. Dem im Prozess schweigenden Adem I. droht lebenslange Haft. Ein Urteil fällt frühestens am 20. August. 

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