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Ausschuss fordert Neubau der Realschule

Realschule Altlünen

Die Realschule Altlünen neu bauen oder sanieren? Der Ausschuss für Bildung in Lünen hat sich jetzt entschieden – auch ohne die geforderten Details der Verwaltung.

Nordlünen

von Marie Ahlers

, 22.06.2018
Ausschuss fordert Neubau der Realschule

Am 12. Juli entscheidet der Stadtrat, ob die Realschule Altlünen neugebaut wird. CDU und SPD sind dafür. © Britta Linnhoff

Weg mit dem alten Gebäude, her mit dem Neubau. Die Realschule Altlünen soll neu gebaut werden. Das hat am Donnerstag der Ausschuss für Bildung und Sport entschieden. Damit geht der Antrag im Juli in den Stadtrat, der endgültig entscheidet.

Bereits seit 2013 wird über den Standort der Realschule Altlünen diskutiert, das Gebäude ist einem schlechten Zustand. Dabei war die zentrale Frage: Was ist wirtschaftlicher – Sanierung oder Neubau?

CDU und SPD sprachen sich schon in der Ausschusssitzung im April für einen Neubau aus, erst mal sollte die Verwaltung jedoch einen Vergleich der Kosten präsentieren. Das aber hat die Verwaltung nicht getan.

Ausschussmitglieder sind verägert

„Sie merken: Da ist Ärger bei mir. So kann man nicht arbeiten“, sagte Siegfried Störmer (SPD) zu Beginn der Sitzung zu den Anwesenden. Der Vorsitzende des Ausschusses kritisierte, dass die Tagesordnung – zu der eigentlich auch die Kostenaufstellung gehören sollte – von der Verwaltung mit ihm nicht

abgesprochen wurde.

Der Ausschuss entschied sich, auch ohne die vollständige Mitteilung über den Neubau abzustimmen. SPD, Grüne und CDU waren dabei in der Mehrheit, die GFL enthielt sich. Sie hatte gefordert, die Kostenmitteilung noch abzuwarten.

Verwaltung zog Mitteilung zurück

Für Günther Langkau (CDU) ist klar: „Die Verwaltung hat die Zahlen bewusst zurückgezogen, um die Entscheidung zu verzögern“. Denn die Gegenüberstellung, wie viel Sanierung beziehungsweise Neubau der Realschule kosten würden, war für kurze Zeit verfügbar.

Als sich Langkau am 6. Juni die Tagesordnung für die Sitzung am Donnerstag runterlud, beinhaltete die Mitteilung der Verwaltung noch eine Kostenaufstellung. Einige Tage später sei auf dem Portal, auf dem die Stadt die Unterlagen bereitstellt, nur noch eine abgespeckte Version verfügbar gewesen. Diejenige, die am Donnerstag auch dem Ausschuss vorgelegt wurde.

Laut Langkau würde der Neubau etwa 18 Millionen Euro kosten, die Sanierung rund 10 Millionen Euro. „Aus zeitlichen Gründen“, wie es auf Anfrage hieß, konnte die Pressestelle der Stadt diese Zahlen am Freitag nicht bestätigen.

Auch der Erste Beigeordnete, Horst Müller-Baß, war am Freitag für eine Erklärung, warum die Zahlen fehlten, nicht erreichbar. In der Sitzung sagte er lediglich, dass im Verwaltungsvorstand die Entscheidung gefallen sei, aus der Beschlussvorlage eine Mitteilung zu machen.

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