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Kinder zurück in die Kita Waldhöhe

Ausschuss stimmt für Betreuungs-Lösung in Alstedde

Alstedde. Geht es nach dem Jugendhilfeausschuss, werden in der ehemaligen Kita Waldhöhe schon im Sommer 2018 wieder Kinder betreut. Noch leben allerdings Geflüchtete in dem Gebäude.

Ausschuss stimmt für Betreuungs-Lösung in Alstedde

Noch sind hier Flüchtlinge untergebracht, im Sommer soll aus dem Gebäude an der Waldhöhe wieder eine Kita werden. Foto: Foto: Goldstein


Der Ausschuss hat am Dienstag einstimmig beschlossen, dem Rat diese Maßnahme zum Beschluss zu empfehlen, um dem eklatanten Mangel an Betreuungsplätzen entgegen zu treten.

Wie berichtet, sollen in der Einrichtung unter Trägerschaft der Awo 60 Plätze entstehen. Der Beschluss gilt erst einmal für drei Jahre. „Wieso diese Befristung?“, wollte FDP-Ausschussmitglied Catrin Ebbinghaus wissen.

Hochrechnung lag daneben

Der Vermieter, der Bauverein zu Lünen in diesem Falle, habe andere Vorstellungen für das Gebäude, erklärte Fachdezernent Ludger Trepper. Außerdem würden alleine im Norden momentan zwei Kitas gebaut. Die würden innerhalb der nächsten drei Jahre fertiggestellt. Sollte dann dennoch Bedarf für die Kita Waldhöhe sein, müsse man mit dem Vermieter noch einmal neu sprechen, so Trepper. 

Wie dramatisch die Situation ist, machte Trepper mit zwei Zahlen deutlich. Im September 2017 habe es eine Hochrechnung über die Zahlen von Neugeborenen und Zugezogenen gegeben. Diese Hochrechnung wurde mit den Ist-Zahlen vom 1. Januar 2018 verglichen. Ergebnis: 68 Kinder unter drei Jahren mehr als prognostiziert, dazu noch einmal 20 Kinder über drei Jahren mehr. „Das ist schön, weil wir mehr Kinder in der Stadt haben. Das ist aber auch eine herausfordernde Situation“, so Trepper. 

Noch 80 Kinder unversorgt

Insgesamt betreut die Stadt dann 3087 Kinder. Trotz der Kita Waldhöhe bleiben 80 Kinder unversorgt. Gespräche darüber, wie auch für diese Kinder gesorgt werden kann, laufen laut Trepper. Ergebnisse wolle er in der Sitzung am 24. April präsentieren.

Was mit den rund 50 Geflüchteten passiert, die momentan noch in der Kita Waldhöhe leben - danach fragten die Ausschussmitglieder nicht. Stadtsprecherin Julia Schmidt sagte dazu gestern auf Anfrage, die Verwaltung warte erst einmal den nötigen Ratsbeschluss ab (Sitzung am Donnerstag, 17 Uhr im Rathaus).

Hebt der Rat den Daumen für die Einrichtung der Kita, würde die Verwaltung mit dem Roten Kreuz sprechen, das in der jetzigen Flüchtlingsunterkunft die Betreuung leistet. Gemeinsam wird dann erörtert, wo die Flüchtlinge in der Stadt unterkommen.

Der Ausschuss stimmte am Dienstag auch einstimmig dem Antrag der SPD-Fraktion zu, die Betreuungsquote in der U3-Betreuung bis 2020 auf 40 Prozent zu erhöhen.

Derzeit, bestätigte, Thomas Kieszkowski aus der Fachabteilung, liege die Quote nur bei etwa 33 Prozent, auch wenn durch Notgruppen und Überbelegung tatsächlich mehr Kinder betreut würden.

Erster Beigeordneter sah in der Situation einen „klassischen Zielkonflikt“ zwischen dem Bedarf an Betreuungsplätzen und der finaniellen Situation der Stadt. „Das muss politisch gelöst werden“, so Müller-Baß.

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