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Leerstände in der Lüner Innenstadt

Bald Burger und Bratwurst statt Herrenmode an der Münsterstraße

LÜNEN Aus einem früheren Bekleidungsladen in der Innenstadt wird ein gastronomisches Objekt. Andere Ladenlokale in der Innenstadt stehen weiter leer. Woran das liegen könnte, erklärt ein Makler.

Bald Burger und Bratwurst statt Herrenmode an der Münsterstraße

Da, wo vorher Herrenmode angeboten wurde, entsteht jetzt der Lüner Ableger von „Grillstore“. Die Gastronomie ist bereits zwei Mal in Dortmund vertreten. Foto: Beate Rottgardt

Seit einigen Tagen hängen Plakate in den Schaufenstern des Ladenlokals an der Münsterstraße, in dem bis vor einiger Zeit der Herrenausstatter „Return“ eine Filiale hatte.

„Grillstore“ steht auf den Plakaten. Dahinter steckt eine GmbH, die bereits zwei Restaurants in Dortmund führt. „Wir wollen in etwa drei Wochen aufmachen, also noch vor Ostern, wenn es klappt“, so Geschäftsführer Torsten Gralla auf Anfrage.

Vermieter und Stadt ziehen mit – die Grillstore-GmbH hat eine entsprechende Nutzungsänderung für das Ladenlokal bekommen. „Da ja vorher ein Bekleidungsgeschäft dort drin war, mussten wir beantragen, nun einen gastronomischen Betrieb in den Räumen zu eröffnen“, so Gralla.

Telefonladen hat geschlossen

Gegenüber des neuen „Grillstores“ ist ein Ladenlokal leer. Das ehemalige Telefongeschäft an der Münsterstraße hat geschlossen. Ein neuer Mieter wird gesucht. „Wir haben das Objekt vergangene Woche aufgenommen“, so Makler David Kuhne. Welche Art von Geschäft dem Telefonladen folgen könnte, weiß er noch nicht. Insgesamt seien die Zahlen der gewerblichen Vermarktung aber rückläufig, so der Lüner Makler.

Zu teure Mieten

Kuhne: „Das kann daran liegen, dass einige Vermieter teilweise überzogene Mieten verkangen.“ Schwer sei auch die Vermarktung in 1B-Lagen der Innenstadt. So stehe ein Ladenlokal am Ende der Bäckerstraße seit längerem leer, in dem früher ein Fitnessstudio für Frauen untergebracht war. „Das Ladenlokal steht schon ziemlich lange leer, und wir waren auch schon mit vielen Leuten im Gespräch, die Interesse daran hatten. Aber bislang hat es nicht geklappt. Auch weil wir ja die Umgebung sehen und Lünen attraktiv halten möchten“, sagt Kuhne.

1A-Lagen in der Fußgängerzone seien nach wie vor gefragt, so die Erfahrung des Maklers. „Aber auch da sind die Mieten rückläufig.“ Bekleidungsläden, sogar so große Ketten wie die Modemarke S.Oliver, die ihr Lüner Geschäft bald schließt, hätten nicht nur Probleme mit dem Internet, sondern auch mit Discountern, die inzwischen auch Mode anbieten. Kuhne: „Wenn man die Lüner Innenstadt attraktiver halten will, dann müssen die Vermieter mit den Preisen runtergehen.“ Probleme sieht Kuhne aber nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Stadtteilen. In Brambauer, an der Jägerstraße in Lünen-Süd oder an der oberen Münsterstraße Richtung Norden gebe es immer mehr Leerstände.

Lüftungsanlage wird eingebaut

Im künftigen „Grillstore“ in der nördlichen Fußgängerzone, ist man derzeit dabei, in dem Ladenlokal eine Lüftungsanlage und die Toiletten einzubauen. „Ob wir den Termin halten können, in drei Wochen zu eröffnen, müssen wir sehen.“ Denn auch in Dortmund wird es einen weiteren „Grillstore“ geben, im Kreuzviertel sei man sich auch mit einem Vermieter einig.

Der erste „Grillstore“ wurde vor zweieinhalb Jahren in Dortmund-Kirchlinde eröffnet, der zweite läuft seit einem Jahr in Dortmund-Wickede. Von dort kommt auch der Mitarbeiter, der die Lüner Filiale leiten wird. „Er ist aus Lünen und freut sich natürlich, dann in seiner Heimatstadt zu arbeiten“, sagt Gralla.

Auf der Speisekarte des „Grillstores“ stehen Schnitzel in verschiedenen Varianten, Burger, Brat- und Currywurst, aber auch Schaschliks. Gralla: „Saisonal kommen weitere Gerichte dazu.“

40 Sitzplätze wird der „Grillstore“ an der Münsterstraße haben, dazu soll Außengastronomie kommen. „Wir freuen uns auf Lünen, denn die Pflasterung der Fußgängerzone in dem Bereich ist richtig schön geworden“, so Gralla.

250 Quadratmeter ist die Lüner Filiale groß. Sieben Tage in der Woche soll sie geöffnet haben. Geplant sind vier feste Mitarbeiter und vier Aushilfen.

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