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Bauverein an Siedlung Hirtenweg interessiert

GAHMEN Der Bauverein zu Lünen steht Gewehr bei Fuß, die Siedlung Hirtenweg in eine neue Zukunft zu führen.

Bauverein an Siedlung Hirtenweg interessiert

Petra Weiß, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, verschaffte sich bei einer Busfahrt durch Gahmen persönliche Eindrücke.

Vorstand Hubert Scharlau signalisierte das Kaufinteresse der Wohnungsbaugenossenschaft für die Gahmener Siedlung, „wenn sie zu einem vertretbaren Preis zu erwerben ist.“ Derzeit befinde sich die Siedlung mit ihren 164 Wohneinheiten „vom Eigentum her im Niemandsland“, so Scharlau, er sei sicher, „dass es zu einer Zwangsversteigerung kommt.“ Auch die Stadt Lünen wünscht sich für die Siedlung, die derzeit unter Zwangsverwaltung steht, nichts sehnlicher, als sie „in das Eigentum einer verantwortlich handelnden Wohnungsgenossenschaft zu bringen“, sagte Stadtentwicklungsplanerin Beate Schürmann.

Denn die Aufwertung der Siedlung Hirtenweg spielt eine zentrale Rolle im „integrierten Handlungskonzept Lünen-Gahmen“, mit dem die Stadt den südlichen Stadtteil wieder nach vorn bringen will, gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Soziale Stadt“. Auch Petra Weis, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion war zu Gast in Lünen und  verschaffte sich bei einer Busfahrt durch Gahmen persönliche Eindrücke. „Es ist ein gewaltiges Projekt, das Sie sich da vorgenommen haben“, sagte sie zum Handlungskonzept. Ein gutes Fundament sei aber in Gahmen auf jeden Fall vorhanden. In der Siedlung Hirtenweg – sollte sie der Bauverein erwerben können – würde zum Teil abgerissen, zum Teil modernisiert und zum Teil neu gebaut, kündigte Hubert Scharlau an. „Wohnungswirtschaftlich lösbar“ sei das Problem auf jeden Fall.

Neubauten kann sich Scharlau auch auf der Fläche des derzeitigen Übergangswohnheimes Auf dem Ringe vorstellen, allein schon wegen der durchaus attraktiven Wohnlage mit Nähe zum Kanal. Das Handlungskonzept für Gahmen sieht einen Teilabriss der Gebäude für die Zeit ab 2010 vor. „Hier ist die politische Lösung allerdings schwieriger als die wohnungswirtschaftliche, denn die Menschen müssen an anderer Stelle menschenwürdig untergebracht werden“, sagte Scharlau.

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