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Schulbuch-Bestellung

Bücher kommen mit drei Wochen Verspätung

LÜNEN Die Stadtschulpflegschaft meldet sich zu Wort: Sie ist entsetzt über die Verzögerung bei der Lieferung der Schulbücher zum neuen Schuljahr. Die Stadtverwaltung wehrt sich und unterstreicht: "Die Stadtschulpflegschaft zeichnet ein falsches Bild."

Bücher kommen mit drei Wochen Verspätung

Neue Schulbücher wird es in Lünen aufgrund einer Panne erst im Herbst geben.

Spätestens drei Wochen nach Schuljahresbeginn sollen die Lüner Schulen ihre bestellten Schulbücher vorliegen haben. Das erklärten am Dienstag Schuldezernent Horst Müller-Baß und der Leiter der Schulverwaltung, Jürgen Grundmann. „Wir haben am

Jetzt haben die Buchhandlungen insgesamt 22 Tage Zeit zur Angebotsabgabe“, so Grundmann. Damit ist die Ausschreibungsfrist um 30 Tage verkürzt worden. Mitte August folgt dann nach sorgfältiger Prüfung das Losverfahren, gegen dessen Ergebnis die Buchhandlungen noch 15 Tage Einspruch einlegen können.

„Nach etwa ein bis zwei Wochen werden sie geliefert, dann sind wir etwa drei Wochen nach Schuljahresbeginn“, so Müller-Baß.  Die Schulen sind bereits über den Beginn der neuen Ausschreibung informiert. Umso mehr irritierte die Schulverwaltung und den Dezernenten eine Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft (SSPL), die der Verwaltung eine „erhebliche Benachteiligung der Lüner Schüler“ vorwirft.  „So viele Kopien wie vorgerechnet, werden gar nicht benötigt, denn nicht alle Bücher müssen neu bestellt werden“, erklärt Müller-Baß dazu.  Seiner Meinung nach zeichnet die SSPL in ihrer Stellungnahme

 Er zeigte sich

darüber, dass die Vertreter der SSPL nicht das Gespräch mit ihm und der Schulverwaltung gesucht hätten.Eine von der Stadtschulplfegschaft geforderte Sonderlösung, die eine Vergabe der Aufträge noch vor den Sommerferien ermöglicht, sei nicht realisierbar. Zur EU-weiten Ausschreibung mit entsprechenden Fristen gebe es keine rechtliche Alternative.

Im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung wollten die Elternvertreter der Stadtschulpflegschaft (SSPL) diese

so nicht mehr akzeptieren und fordern eine kurzfristige Lösung, die der besonderen Situation gerecht wird. So wurde beschlossen, dass die Schulverwaltung aufgefordert wird, auf Grund der erheblichen Nachteile für die Schüler einen Lösungsweg zu suchen, mit dem eine Auftragsvergabe für die Bücherbestellung noch in der letzten Schulwoche für die Schulen ermöglicht wird. Aus Sicht der Elternvertreter wird die Brisanz der fehlenden Lernmittel nicht hinreichend gewürdigt. Die SSPL hat nun nach Rücksprache mit verschiedenen Lüner Schulen unterschiedlicher Schulformen die tatsächliche Schieflage beleuchtet: Entsprechend der geplanten Lernmittel für das nächste Schuljahr für eine weiterführende Schule wurde eine Aufwandsschätzung ermittelt, die den Austausch von Büchern und die notwendigen Arbeitsmittel aus Workbooks sowie die Beschaffung von Lernmitteln aus dem Elternteil berücksichtigen. Danach würde sich ergeben, dass bei einer Jahrgangsstufenstärke von 120 Schülern von der 5 bis zur 9 Klasse pro Tag etwa 7200 Kopien notwendig sind. "Das heißt

bei berücksichtigten vier Tagen in der Woche".  Das trifft nach SSPL-Überzeugung so auf mindestens vier große Lüner Schulen zu. Die Schulpflegschaft fordert daher, eine

für Lünen zu finden, die eine Bestellung noch vor den Ferien ermöglicht.

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