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Lyrik und Linsensuppe

Cineworld: 300 Leute besuchten Benefiz-Lesung

LÜNEN Ein großer Erfolg für die Obdachlosenhilfe: Fast 300 Gäste sind am Samstag zur zehnten Auflage der Benefiz-Veranstaltung „Lyrik und Linsensuppe“ zugunsten des Obdachlosen-Hilfe-Vereins „Dach über dem Kopf“ in die Cineworld gekommen. Dabei kamen gut 2000 Euro Nettoerlös zusammen - und zusätzlich eine überraschende Spende in Höhe von 3000 Euro.

Cineworld: 300 Leute besuchten Benefiz-Lesung

Fast 300 Gäste erlebten im ausverkauften Kino 5 der Cineworld ein tolles Programm.

„Ohne Menschen wie die, die hinter solchen Dingen stehen, kommt keine vernünftige Gesellschaftsordnung mehr aus“, lobte Lutz Nennmann (einer der zwei Cineworld-Betreiber) das Engagement des Vereins. Und überraschte dessen Vorstand mit einer Spende von 3000 Euro. „Wir haben darauf gehofft, dass diese Marke Lyrik und Linsensuppe funktioniert und jeder von Ihnen beweist, es stimmt“, betonte der Vereinsvorsitzende Ulrich Klink, der die zweistündige Veranstaltung moderierte. 

Lyrik und Linsensuppe 2016

Die Akteure von Lyrik und Linsensuppe konnten sich freuen: Die 10. Auflage der Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins "Dach über dem Kopf" war ein voller Erfolg.
Kulinarischer Höhepunkt bei Lyrik und Linsensuppe war am Ende deftige Linsensuppe, serviert von ehrenamtlichen Helferinnen.
Für seinen lustigen Vortrag über die Kunst sowie den Inhalt von Liedern der Flippers erntete der Münsteraner Kabarettist Christoph Tiemann großen Beifall.
Für eine gelungene Einstimmung mit Jazz-Interpretationen sorgten Wolfgang Surrey und Christoph Steiner an Saxophon und Gitarre.
Fast 300 Gäste erlebten im ausverkauften Kino 5 der Cineworld ein tolles Programm.
Petra Nennmann trug das düstere Gedicht "Der Rabe" von Edgar Allan Poe vor.
Das Gedicht "Häuser am Abend" von Hermann Hesse hatte es Friedhelm Deuter (Bauverein) angetan. Zudem gab er sich als Fan von Heinz Ehrhardt zu erkennen.
Um Sklaverei, Unterdrückung, Krieg und Rassismus ging es beim Gedicht von Aimé Césaire, das Heinrich Behrens (Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule) in französischer und deutscher Sprache vortrug.
Die Flüchtigkeit sozialer Beziehungen in Großstädten beschrieb Ulrich Fischer (ehem. Vorsitzender der Lüner Sparkasse) mit "Augen in der Großstadt" von Kurt Tucholsky.
Der Lüner Autor Viktor Sons gefiel mit seinem Beitrag "Vonne Endlichkait" von Günther Grass.
Souverän trug Margarethe Kassner (Künstlergattin) drei Gedichte, darunter "Hälfte des Lebens" von Friedrich Hölderin, frei vor.
Marie-Luise Stoverock (ehem. Pflegedienstleiterin des St.-Marien-Hospitals) entführte das Publikum in die Zeit der Hugenottenverfolgung mit der Ballade "Die Füße im Feuer" von Conrad Ferdinand Meyer.
"Immer dort wo Kinder sterben" - mit dieser nachdenklich machenden Strophe aus einem Gedicht von Nelly Sachs ging Charlotte Schulte-Witten (Inner Wheel Club) auf Flüchtlingselend ein.
Mit seinem eigenen Gedicht "Wer waren wir? Wer sind sie?" widmete sich Dr. Fekade Maru (Arzt) der Wertschätzung von Menschen.
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder" rezitierte Klaus Bauer (ehem. Leiter der Overbergschule) ein eindrucksvolles Gedicht von Khalil Gibran.
Wolfgang Schene (Retro Art Stadt Hotel Lünen) trug sieben vergnügliche Kurzgedichte unterschiedlicher Couleur vor und spendierte für die GŠste 130 Liter selbst zubereitete Linsensuppe.
Mit einer Spende in Höhe von 3000 Euro überraschte Lutz Nennmann (l.), einer der Betreiber der Cineworld, den Vorsitzenden von "Dach über dem Kopf", Ulrich Klink (r.).
Mit Rosen bedankte sich Daniela Blome (l.) vom Verein "Dach über dem Kopf" bei den Akteuren der Benefizveranstaltung, darunter Petra Nennmann (r.).
Zu jedem bei Lyrik und Linsensuppe vorgetragenen Gedicht präsentierte Heidi Vakilzadeh von der Lippe Buchhandlung Lünen die passenden Bücher.

Für eine gelungene Einstimmung mit Jazz-Interpretationen sorgten Wolfgang Surrey und Christoph Steiner an Saxophon und Gitarre. Petra Nennmann, die Gattin des Kinobetreibers, machte den Anfang mit dem düsteren Gedicht „Der Rabe“ (Edgar Allan Poe). Dabei ging es um den mysteriösen Besuch eines Raben bei einem Verzweifelten, dessen Geliebte verstorben ist. Das Gedicht „Häuser am Abend“ (Hermann Hesse) hatte es Friedhelm Deuter (Bauverein) angetan. Zudem gab er sich als Fan von Heinz Ehrhardt zu erkennen. Um Sklaverei, Unterdrückung, Krieg und Rassismus ging es beim Gedicht von Aimé Césaire, das Heinrich Behrens (Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule) in französischer und deutscher Sprache vortrug. 

Von Großstädten, Endlichkeit und Verfolgung

Die Flüchtigkeit sozialer Beziehungen in Großstädten beschrieb Ulrich Fischer (ehem. Vorsitzender der Lüner Sparkasse) mit „Augen in der Großstadt“ von Kurt Tucholsky. Für seinen lustigen Vortrag über die Kunst erntete der Münsteraner Kabarettist Christoph Tiemann großen Beifall. Viktor Sons (Autor) gefiel mit seinem Beitrag „Vonne Endlichkait“ von Günther Grass. Souverän trug Margarethe Kassner (Künstlergattin) drei Gedichte, darunter „Hälfte des Lebens“ (Hölderlin), frei vor. Marie-Luise Stoverock (ehem. Pflegedienstleiterin des St.-Marien-Hospitals) entführte das Publikum in die Zeit der Hugenottenverfolgung mit der Ballade „Die Füße im Feuer“ von Conrad Ferdinand Meyer.

„Immer dort wo Kinder sterben“ - mit dieser nachdenklich machenden Strophe aus einem Gedicht von Nelly Sachs ging Charlotte Schulte-Witten (Inner Wheel Club) auf Flüchtlingselend ein. Mit seinem eigenen Gedicht „Wer waren wir? Wer sind sie?“ widmete sich Dr. Fekade Maru (Arzt) der Wertschätzung von Menschen. „Eure Kinder sind nicht eure Kinder“ rezitierte Klaus Bauer (ehem. Leiter der Overbergschule) ein eindrucksvolles Gedicht von Khalil Gibran. 

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