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Tipps von Experten

Darum gibt es immer weniger Schwalben in Lünen

LÜNEN Eine alte Bauernregel besagt: „Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen.“ Mittlerweile sieht man kaum noch Schwalben in Lünen. Naturschützer Klaus Papius erklärt, wie Sie helfen können, damit die Schwalben sich in Lünen wieder wohlfühlen.

Darum gibt es immer weniger Schwalben in Lünen

ARCHIV - Eine Mehlschwalbe (Delichon urbicum) baut an ihrem Nest am 17.05.2017 unter dem historischen Verladeturm am Fluss Oder in Groß Neuendorf im Oderbruch (Brandenburg). (zu dpa "Mehr Schwalben: Doch kein Grund zur Entwarnung" vom 24.05.2017) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Schon vor zehn Jahren hat Klaus Papius vom Arbeitskreis „Umwelt und Heimat“ in Lünen Alarm geschlagen. Er beklagte „viele verwaiste Mehlschwalbenkolonien unter den Dächern von Lünen“. Denn die Mehlschwalbe, deren Bestand in Lünen sich eigentlich zum Jahr 2005 hin etwas erholt hatte, war nur zwei Jahre später wieder deutlich seltener geworden.

Die Gründe für das langsame Verschwinden dieser Vogelarten sind vielfältig. Zum einen fehlt den Tieren das nötige Baumaterial. „Früher hatte jede Zeche ihre Mergelkuhlen, heute gibt es kaum noch offene Lehmkuhlen“, weiß der Experte.

Kaum noch Insekten

Auch die vielen Spalten und Ritzen unter Hausdächern, in denen die Tiere gerne nisten, sind weg. Doch selbst wenn Hausbesitzer mit Nistplätzen helfen: „Das größte Problem ist das Nahrungsangebot“, sagt Papius.

Der Insektenflug sei um 80 Prozent zurückgegangen. „Fuhr man früher mit dem Auto, waren doch ruckzuck die Windschutzscheiben schwarz. Heute passiert das gar nicht mehr.“ Und wenn das Nahrungsangebot klein ist, legen die Tiere auch weniger Eier.

Wildblumen können helfen

Ornithologe Klaus Nowack aus dem benachbarten Werne hat da einige Tipps, wie man helfen kann, ohne gleich Schwalbennester anbringen zu müssen: „Gartenbesitzer könnten in einer Ecke Wildblumen anpflanzen, um Insekten anzulocken“, sagt Nowack. Selbst auf dem Balkon kann man entsprechende Blumen pflanzen. „Jeder kann ein kleines bisschen dazu beitragen.“

Beispielhafte Helfer sind vor allem diejenigen, die Schwalbennester dulden oder sogar Brutmöglichkeiten anbieten. Heute gibt es in Lünen noch eine kleine Schwalbenkolonie auf dem Kelm, und auch auf dem alten Reygers Hof in Alstedde finden die Vögel noch gute Nistplätze.

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