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Bundesligastart

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

LÜNEN Die Bundesliga-freie Zeit ist vorbei. Gott sei Dank, werden viele Fans sagen. Wir haben die Lüner Fanclubs von Borussia Dortmund und Schalke 04 befragt, was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison zutrauen. Beim BVB soll endlich wieder Ruhe einkehren, bei Schalke liegen die Hoffnungen auf Trainer Tedesco.

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

Auf die Unterstützung seiner vielen Fans wird sich der BVB auch in diesem Jahr verlassen können.

Nach dem DFB-Pokalsieg zum Abschluss der vergangenen Saison könnten die BVB-Fans der neuen Spielzeit eigentlich optimistisch entgegenblicken. Doch danach ist viel passiert: Der Trainerwechsel von Thomas Tuchel auf Peter Bosz sowie Wechselgerüchte um Pierre-Emerick Aubameyang sorgten für Wirbel. Das Theater um Ousmane Dembélé, der sich zum FC Barcelona streiken möchte, bildet den vorläufigen Höhepunkt der Querelen.

Was den hochgejubelten 20-jährigen französischen Nationalspieler angeht, herrscht weitgehend Einigkeit unter den Lüner BVB-Fans. „Das Theater um Ousmane Dembélé geht uns allen auf die Nerven“, findet Reinhard Pastor, 1. Vorsitzender der Revierkönige. „Wenn von Barcelona kein Angebot mehr kommt und er auch keine Reue zeigt, dann sollte der BVB ein Zeichen setzen und ihn drei Jahre auf die Tribüne setzen“, fährt er fort.

Ousmane Dembélé verschafft BVB-Anhängern Bauchgrimmen

„Der Verein sollte den Jungen nach den Vorfällen auf der Tribüne schmoren lassen. Ich hätte ihn ebenfalls suspendiert. Er hat hier schließlich einen Fünfjahresvertrag unterschrieben“, kritisiert auch Michael Krippes, 1. Vorsitzender der Treckerborussen das Verhalten des Leistungsträgers der Vorsaison. „Mit so einem Verhalten schadet er nur sich selbst“, findet er. Dass der Wechsel nach Barcelona platzt, glaubt er nicht. Vielmehr sei es „ein Zocken bis zum letzten Tag“.

Ralf Kainzbauer, 2. Vorsitzender des Fanclubs Schwarzes Gold Brambauer, sieht es ähnlich: „Wenn ein Spieler Vertrag hat, kann er nicht einfach gehen, nur weil er das möchte.“

„Mit so einer Einstellung ist er in Dortmund ohnehin falsch“, bezieht Michael Sögemeier als Vorsitzender des Fanclubs Schwarzgelbe Lüner klar Stellung.

Beim Saisonziel sind sich die Fanclub-Vertreter einig, dass eine Platzierung sein sollte, die für die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigt – mindestens.

Sögemeier: "Bosz tritt nicht so verkrampft auf wie Thomas Tuchel"

„Wir werden Meister, das ist doch klar“, sagt Sögemeier zunächst. Dafür trete man ja schließlich an. Vom erneuten Erreichen der Champions League ist er überzeugt. Und: „Wenn die Bayern schwächeln, müssen wir da sein. Als BVB treten wir doch an, um Meister zu werden.“ In der Königsklasse sei man zudem immer für das Viertelfinale gut. Kainzbauer hofft darauf, dass die Borussia am Ende der Spielzeit zum fünften Mal in Serie das Pokalfinale in Berlin spielt. In der Bundesliga sollen es zumindest die Top 5 sein.

Der niederländische Coach Peter Bosz kommt bei den Anhängern gut an. „Den neuen Trainer finde ich richtig cool. Er tritt nicht so verkrampft auf wie Thomas Tuchel und ist weitaus offener“, so Sögemeier. Auch Krippes hat von dem 53-Jährigen „einen positiven Eindruck gewonnen“.

Vom Fanclub Lünen-Alstedde war für unsere Umfrage niemand erreichbar.

Auch beim Revierrivalen FC Schalke 04 hat sich viel verändert. In Domenico Tedesco ist ein neuer Trainer da, jung, unbekümmert, aber auch unerfahren. Der scheut offenbar große Namen nicht und setzte kurzerhand Weltmeister Benedikt Höwedes als Kapitän der Königsblauen ab. Keeper Ralf Fährmann trägt ab sofort die Binde.

Schalke-Anhänger warnen vor zu hohen Erwartungshaltungen

Peter Witte, Beisitzer im Vorstand der „Schalker Freunde Lünen“ geht „ganz entspannt in die Saison. International sind wir ja nicht dabei, da hat der Trainer jetzt unter der Woche Zeit genug, die Truppe auf die Bundesliga-Spiele am Wochenende vorzubereiten“. Wichtig sei, dass die Mannschaft kämpfe, denn das sei in der Vorsaison viel zu selten der Fall gewesen. „Als Ruhrgebietsklub ist die Einstellung für uns Fans ganz wichtig.“

Er warnt vor zu hohen Erwartungen. „Wir müssen Geduld haben, ich wäre froh, wenn wir die europäischen Plätze erreichen.“ Dass Höwedes nicht mehr Kapitän ist, hat ihn überrascht. „Er ist ein Ur-Schalker und bei ihm merkt man, dass ihm jede Niederlage wehtut. Diese Entscheidung kann ich nicht verstehen.“

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