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Mit Fotostrecke

Das sind die Sieger des Lüner Naturfotofestivals

LÜNEN Audun Rikardsen gewann bereits den Fritz Pölking Preis. Nun wird er mit seinem Bild „Ein Atemzug in der Polarnacht“ auch Gesamtsieger des Wettbewerbs „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2016“. Wir haben die schönsten Bilder des Lüner Naturfotofestivals in einer Bilderstrecke gesammelt.

Das sind die Sieger des Lüner Naturfotofestivals

2. Platz Kategorie: Mensch und Natur: Ilona Szabo (Ungarn) - Natürlicher Instinkt: Der Schwan schwamm mit seinen Jungen zunächst in ziemlich großer Entfernung. Ich wollte zusammen mit meinem Hund ein Bad nehmen und uns dabei fotografieren. Also baute ich meine Ausrüstung auf, komponierte das Bild, und wir sprangen in den Balaton (Ungarn). Offensichtlich fühlte sich der Schwan durch den Hund irritiert, denn im Bruchteil einer Sekunde startete er eine Attacke, um seine Jungen zu schützen. Und auch ich verteidigte ganz instinktiv meinen Hund. Dank des Zeitauslösers gibt es ein Bild von diesem unwiederbringlichen Moment, den ich wirklich kein zweites Mal erleben möchte.

Rikardsens Bild zeigt einen Schwertwal beim Luft holen an der Meeresoberfläche in der Nähe von Tromsø im nördlichen Norwegen. „Während ein Fischer seine Netze einholt, versucht ein Trupp Schwertwale seinen Anteil zu ergattern. Extreme Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit erzeugen einen geradezu magisch wirkenden Nebel über dem Meer und machen das Fotografieren zu einer echten Herausforderung“, erklärt der Fotograf. 

Die Gewinner des Naturfoto-Festivals 2016

2. Platz Kategorie: Säugetiere: Federico Veronesi - Elefanten auf ausgedörrtem Grund: Angeführt von der Leitkuh, durchquerte eine Elefantenherde an einem bedeckten Morgen den ausgetrockneten Lake Amboseli auf dem Weg zu ihren Weidegründen in den Sümpfen. Es herrschte eine geradezu mystische Stille, als die Tiere meinen Wagen passierten. Ich richtete mein Weitwinkel auf die Struktur des ausgedörrten Seebodens und wartete, bis die Herde den oberen Teil des Bildes ausfüllte.
2. Platz Kategorie: Unter Wasser: Cristobal Serrano (Spanien) - Unterwasserballett: Buckelwale sind wahre Giganten der Meere und gehören zu den größten
Säugetieren unseres Planeten. Doch trotz ihres Körpervolumens sind sie in der Lage, sich mit der Eleganz eines Balletttänzers in ihrem Element zu bewegen. Ich tauchte im offenen Wasser vor der Herde, als sich die Tiere plötzlich synchron in meine Richtung bewegten. Ich fühlte mich, als sei ich mitten auf einer Autobahn, kurz bevor ein Bataillon von Kolossen mich überrennt. Aber obwohl die Wale ganz dicht an mir vorbeischwammen, berührten sie mich nicht.
2. Platz Kategorie: Mensch und Natur: Ilona Szabo (Ungarn) - Natürlicher Instinkt: Der Schwan schwamm mit seinen Jungen zunächst in ziemlich großer Entfernung. Ich wollte zusammen mit meinem Hund ein Bad nehmen und uns dabei fotografieren. Also baute ich meine Ausrüstung auf, komponierte das Bild, und wir sprangen in den Balaton (Ungarn). Offensichtlich fühlte sich der Schwan durch den Hund irritiert, denn im Bruchteil einer Sekunde startete er eine Attacke, um seine Jungen zu schützen. Und auch ich verteidigte ganz instinktiv meinen Hund. Dank des Zeitauslösers gibt es ein Bild von diesem unwiederbringlichen Moment, den ich wirklich kein zweites Mal erleben möchte.
2. Platz Kategorie: Atelier Natur: Guilherme Limas (Portugal) - Mahlzeit: Das Bild zeigt einen Schwarm Uferschnepfen (Limosa limosa), die an einem leicht bewölkten Morgen im flachen Wasser der Ria Aveiro (Portugal) nach Nahrung suchten. Da ich aus dem Auto heraus fotografierte, ließen sich die Vögel überhaupt nicht von mir stören, und ich hatte ausreichend Zeit, ein wenig zu experimentieren. Dieses Ergebnis ist eine Mehrfachbelichtung, die ich in Schwarz-Weiß konvertiert habe.
2. Sieger Kategorie: Andere Tiere: Juan Jesus Gonzalez Ahumada (Spanien) - Tanz in der Dunkelheit: Diese Aufnahme entstand in einem sonnigen Kiefernwald an den südlichen Hängen der Sierra Blanca (Spanien). Der Protagonist ist ein Weberknecht (Leiobunum politum), der über eine Wurzel läuft. Ich nutzte meinen Blitz inIntervallschaltung als Gegenlichtquelle, so dass der Eindruck entstand, dass es sich nicht nur um ein Tier, sondern um eine ganze Anzahl von Individuen handelt.
2. Platz Kategorie: Landschaften: Luciano Gaudenzio (Italien) - Die wilde Schönheit der Torrente Cellina: Die Torrente Cellina, im Herzen der Friauler Dolomiten (Italien) gelegen, überrascht immer wieder mit ihrer wilden Schönheit. Es ist vor allem die Farbe ihres Wassers, ein helles Blau, transparent und fast hypnotisierend, die mich fasziniert. Im Laufe der Jahre habe ich das Tal zu jeder Jahreszeit besucht, um seine Einzigartigkeit im Bild festzuhalten. An diesem speziellen Tag lag eine magische Stimmung über dem Flusslauf, doch der starke Schneefall erschwerte es, ein Bild zu gestalten, das mir wirklich gefiel. Dann hatte ich eine Eingebung: Um die Situation angemessen wiedergeben zu können, musste ich eine Doppelbelichtung machen. Zunächst fotografierte ich die Landschaft, im zweiten Bild fokussierte ich dann auf die Schneeflocken im Vordergrund, die ich mit einem Blitz aufhellte. Nach vielen unbefriedigenden Versuchen entstand dieses Bild: Die wilde Schönheit der Torrente Cellina bei heftigem Schneefall.
2. Platz: Kategorie Vögel: Jon Andoni Juarez Garcia, GDT (Deutschland) Paare: Als dieses Bild entstand, schien die Zeit inmitten des Lärms tausender Seevögel und dem Donnern der Wellen gegen die Klippen der norwegischen Insel Hornøya für einige Sekunden stillzustehen. Ich hatte mich flach auf den Schnee gelegt, bei Temperaturen, die sich gefühlt bei -20°C bewegten, als diese vier Trottellummen eine perfekte Pose einnahmen, während sich ihre Artgenossen in der Luft und auf den Felsen in unberechenbarem Chaos bewegten. Schnee und dichter Nebel taten das ihre, um zum Gelingen des Bild beizutragen.
2. Platz Kategorie: Pflanzen und Pilze: Dag Røttereng (Norwegen) - Wollgras im Mitternachtswind: Mir schwebte ein Bild von Wollgras vor, das in der milden Brise einer Sommernacht tanzt. Die Sommernächte in Norwegen sind nicht dunkel, sondern in ein geheimnisvolles blaues Licht getaucht. Das Bild setzt sich aus drei Aufnahmen zusammen: Während der ersten Aufnahme bewegte ich die Kamera und bei der dritten setzte ich noch einen Blitz ein. Es dauerte Stunden, bis ich endlich das gewünschte Resultat hatte.
Lobende Erwähnung: Kategorie Säugetiere: Christoph Kaula, GDT (Deutschland): Feldhamster sind Gewohnheitstiere und nutzen oft die gleichen Wege zu
ihren Nahrungsplätzen. Haben sie dort ihre Hamsterbacken gefüllt, rennen sie auf schnellstem Wege zurück zu ihrem Bau. Dieses Verhalten nutzte ich und legte mich auf einem der oft benutzten Wege auf die Lauer. Da die Tiere jedoch erst in der Dämmerung herauskommen, gab es viele Fehlversuche auf Grund der Verschlusszeit und des Autofokus. Dieses Bild ist im Rahmen des Projekts Wiener Wildnis entstanden.
Jugendkategorie - Sieger bis 14 Jahre: Carlos Perez Naval (Spanien) - Morgenlauf: Wir waren an diesem Morgen im Samburu-Nationalpark (Kenia) sehr früh aufgestanden, um beim besten Licht fotografieren zu können. Während wir uns von der Lodge entfernten, entdeckten wir eine Staubwolke am Horizont. Aus der Nähe erkannte man eine Gruppe von Oryxantilopen (Oryx beisa), die schnell lief, wobei einige Tiere immer wieder innehielten, um zu kämpfen. Die ersten Strahlen der Morgensonne fielen durch den Staub der Savanne, und die schöne Silhouette der Akazie bildete den perfekten Rahmen für die eleganten Umrisse der Antilopen.
Jugendkategorie - Sieger 15 bis 17 Jahre: Thomas Hempelmann, GDT (Deutschland) - Zaunkönig: Das Foto zeigt einen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), der sich gerade unter einer Holztür hindurchzwängt. Aufgenommen habe ich dieses Bild auf einem Bauernhof in Horstedt, einem kleinen Dorf in Nordfriesland. Der Vogel hatte sein Nest in einem großen Stall und konnte es bei geschlossener Tür nur durch diesen Spalt erreichen. Für dieses Motiv habe ich mich an zwei Tagen jeweils ca. fünf Stunden in die Nähe der Tür gelegt. Als Ergebnis ist dieses Foto entstanden.
Lobende Erwähnung: Kategorie Unter Wasser: Mikhail Korostelev (Russland) - Das entscheidende Bild: Ich wollte Bären beim Fischfang fotografieren, und so konstruierte ich
einen sicheren Käfig, den ich im Fluss aufstellte. Es war interessant, die Jagdtaktik der Bären zu beobachten: Bis zu 20 Sekunden lang hielt dieses Tier seinen Kopf unter Wasser und wartete ruhig ab. Sobald die Fische sich an seine Anwesenheit gewöhnt hatten und sich näherten, packte sie der Bär mit einer blitzschnellen Bewegung seiner Pfoten oder er schnappte sie direkt mit den Zähnen. Schlug die Aktion fehl, wiederholte er seine Taktik geduldig, bis sich der Erfolg einstellte.
Lobende Erwähnung: Kategorie Vögel: Mario Cea Sanchez (Spanien) - Perfekte Spiegelung: Ich wollte den rasanten Sturzflug des Eisvogels im Bild festhalten und gleichzeitig eine möglichst perfekte Spiegelung auf der Wasseroberfläche. Dazu setzte ich vier Blitzgeräte im High-Speed-Modus ein. Nach einigen Fehlschlägen gelang mir bei völliger Windstille genau das Bild, das ich mir erhofft hatte.
Sieger - Kategorie Landschaften: Paco Costa Cervera (Spanien) - Ein kleiner Sturm: Es war ein lustiger Tag: Ein befreundeter Fotograf, Jake Abbott, und ich betätigten uns als „Sturmjäger“, immer auf der Suche nach dem perfekten Unwetter. Schließlich fanden wir eine gute Situation am Kap San Antonio, in der Nähe von Javea (Spanien). Der starke Wind behinderte unsere Arbeit ein wenig, aber dank der dunklen Wolken gelang es uns, einige Blitze im Bild festzuhalten. Um eine Belichtungszeit von 30 Sekunden zu erreichen,setzte ich einen neutralen Graufilter ein.
Sieger - Kategorie Andere Tiere: Georg Kantioler (Italien) - Europäische Gottesanbeterin: Besonders im Frühherbst kann man sie finden, die grazile Gottesanbeterin. Sobald sie die Tarnhaltung aufgibt und sich im Trockenrasen fortbewegt, ist sie am ehesten auszumachen. Durch das Makro-Objektiv kann man die spitzen Dorne an den Vorderbeinen bzw. Fangarmen erkennen. Sie dienen zum Festhalten der Beute. Man mag es nicht glauben, aber es passiert immer wieder, dass das Weibchen noch während oder kurz nach der Paarung das Männchen, also den Vater ihres zukünftigen Nachwuchses, verspeist.
Sieger - Kategorie Atelier Natur: Fran Rubia (Spanien) - Optische Täuschung: Der Rio Tinto (Spanien) ist berühmt für seine unglaublichen Farben, die von im Wasser gelösten Schwermetallen herrühren. Diese Aufnahme habe ich bei Sonnenuntergang gemacht und dabei recht lange belichtet, um die Fließbewegung wiederzugeben. Anschließend habe ich das Bild um 180° gedreht, wodurch eine interessante optische Täuschung entsteht.
Sieger - Kategorie Mensch und Natur: Tanja Dekker (Niederlande) - Koexistenz: Ein Familienverband Afrikanischer Elefanten läuft gemächlich dem abendlich leuchtenden Horizont entgegen, während ein Viehhüter vom Stamme der Massai seine Rinder heimwärts treibt. Die Wagenspuren verraten unsere Anwesenheit als Touristen. Ein friedvoller Abend im Amboseli-Nationalpark in Kenia. Die Menschen und ihr Vieh konkurrieren hier mit den Wildtieren um den Zugang zum Wasser, um Nahrung und Lebensraum. Die einzige Möglichkeit, die Balance dieses Ökosystems zu wahren, besteht in friedlicher Koexistenz. Das Vieh der Massai hat Zugang zu den Wasserstellen, die Elefanten dürfen sich frei bewegen, und der Ökotourismus unterstützt die lokale Bevölkerung.
Sieger - Kategorie Unter Wasser: Audun Rikardsen (Norwegen) - Meerforelle unter Polarlicht: Im späten Herbst ziehen die Meerforellen zum Laichen in die nordischen Flüsse. Im Bild erkennt man einige junge Forellen, die einen Teil der Eier fressen – eine wertvolle Proteinquelle. Im Fluss Skibotn im Norden Norwegens laichen die Forellen auch während der Nacht im Schein des Polarlichtes. Leider wurde dieser Fluss von einem Parasiten heimgesucht, der Salmoniden, wie Forellen und Lachse, befällt, so dass im Jahr 2015 alle Fische getötet werden mussten, um den Parasiten zu bekämpfen. Dieses Bild ist eine Einfachbelichtung, bei der Schärfeebene und Blende während der Belichtung verändert wurden.
Sieger - Kategorie Pflanzen und Pilze: Fortunato Gatto (Italien) - Wenn Herbst und Winter sich treffen: Im letzten Herbst reiste ich nach Alaska, wo ich das Glück hatte, all die vielen Aspekte bewundern zu dürfen, die die Tundra so einmalig machen: Zwergsträucher, Seggen, Flechten und Lebermoose. Und nach Süden hin erste Vorboten der Taiga mit ihren endlosen Nadelwäldern. Die Herbstfärbung war unglaublich intensiv, aber was mir vor Begeisterung fast den Atem raubte, war ein heftiger Schneesturm, der die Landschaft plötzlich vom Herbst in den Winter versetzte, und es mir ermöglichte, ein Bild von seltener Intensität zu machen.
Sieger - Kategorie Vögel: Klaus Tamm, GDT (Deutschland) - Märchenstunde: Es war an einem wunderbaren Sommerabend in der Lüneburger Heide, wo ich seit einigen Jahren die Möglichkeit habe, unter paradiesischen Umständen Wildtiere zu beobachten. Das Artenspektrum dort ist äußerst variabel, auch Wölfen kann man begegnen. An jenem Abend zeigte sich in rund 100m Entfernung dieser Eisvogel (Alcedo atthis) an einem Moortümpel. Das Problem war nur, dass ich von meinem Ansitz aus kein vernünftiges Foto gestalten konnte. Um dieses Bild zu machen, war daher ein wahrer Balanceakt auf der Hochsitzleiter erforderlich.
Sieger - Kategorie Säugetiere: David Lloyd (Großbritannien) - Große Katze im Schlammbad: An einem frühen Morgen hatten Löwen im Schutzgebiet Massai Mara (Kenia) einen Kaffernbüffel überwältigt, und nun fraß sich das ganze Rudel satt. Da der Kampf in einem Schlammloch geendet hatte, waren die großen Katzen über und über mit Lehm bedeckt, nur ihre Augen leuchteten golden. Die Perspektive war zum Fotografieren ziemlich schlecht, weil wir uns hoch über dem Schlammloch befanden, und außerdem zahlreiche hohe Grasbüschel den Blick verwehrten, was ein sorgfältiges Navigieren des Wagens erforderte. Als wir die Stelle am Nachmittag erneut aufsuchten, waren die Löwen erstaunlicherweise wieder ganz sauber – sie mussten den ganzen Vormittag damit verbracht haben, sich zu reinigen.
Gesamtsieger: Audun Rikardsen (Norwegen) Ein Atemzug in der Polarnacht: Ein Fjord in der Nähe von Tromsø im nördlichen Norwegen: Es ist Anfang Januar, und während ein Fischtrawler seine Netze einholt, versucht ein Trupp Schwertwale seinen Anteil zu ergattern. Extreme Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit erzeugen einen geradezu magisch
wirkenden Nebel über dem Meer. Mein Boot, die Kamera und auch ich selbst sind von Eiskristallen überzogen, was das Fotografieren zu einer echten Herausforderung macht. Es vergehen Stunden, bis es mir endlich gelingt, einen Schwertwal beim Luftholen an der Meeresoberfläche im Bild festzuhalten.

Rikardsen: 100 Tage bei den Walen im Wasser

Gewinner Audun Rikardsen arbeitet als Professor für Biologie an der Universität in Tromsø. Ursprünglich war er Fischereibiologe, heute forscht er zum Verhalten der Wale. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, wenn man im hohen Norden Europas im Winter zwischen Walen tauchen geht. Und erfinderisch.

LÜNEN Naturfotografen aus 18 Nationen machen sich auf den Weg nach Lünen – zum 24. Mal findet das Internationale Naturfoto-Festival der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) hier statt - mit vielen spannenden und faszinierenden Bilder.mehr...

Rikardsen entwickelte ein spezielles Kamerasystem mit einem speziellen Unterwassergehäuse und leistungsstarken Blitzen. Dieses selbstgebaute System ermöglicht ihm das Fotografieren unter den schlechten Lichtbedingungen des Polarwinters. Insgesamt hat Rikardsen in den vergangenen zwei Jahren ca. 100 Tage auf und unter Wasser verbracht.

GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres


 

Schirmherrin und Jury loben den Gewinner

Die Jury war sich bei der Entscheidung für Rikardsen schnell einig. „Rikardsen gelang eine sehr poetische, geheimnisvolle Aufnahme, die tatsächliche Situation der Schwertwale widerspiegelt", sagte Prof. Dr. Beate Jessel vom Bundesamt für Naturschutz, Schirmherrin des Projektes.

„Es ist ein außergewöhnliches Bild, das unsere Aufmerksamkeit vom ersten Augenblick an erregte. Man könnte sagen, ein Bild, das alles in sich vereint: eine großartige Stimmung, eine charismatische Tierart und das perfekte Gefühl für den richtigen Moment“, erklärte Jury-Mitglied Theo Bosboom die Entscheidung.

Die Ausstellung zu den Fotos


Jury bemängelt Nachahmungen und Manipulationen

Audun Rikardsen erhält mit seinem Gesamtsieg den von der Firma CANON gesponserten und mit 3.000 Euro dotierten Preis.

Die Jury übte jedoch auch Kritik an einigen Einsendungen der Fotografen. Einige Bilder waren laut Bosboom Nachahmungen oder digital manipuliert.  "Das war insbesondere in den Fällen ärgerlich, in denen das unmanipulierte Bild sogar besser gewesen wäre als die Fälschung", sagte Theo Bosboom.

Die Sieger der einzelnen Kategorien

  • Sieger Kategorie „Vögel“: Klaus Tamm aus Deutschland mit einem ungewöhnlichen Bild eines Eisvogels an einem Moortümpel
  • Sieger Kategorie "Säugetiere": David Lloyd aus Großbritannien mit dem Portrait einer schlammbedeckten Löwin in der Massai Mara
  • Sieger Kategorie "Andere Tiere": Georg Kantioler aus Italien mit seinem Bild „Europäische Gottesanbeterin“
  • Sieger Kategorie „Pflanzen und Pilze“: Fortunato Gatto aus Italien mit seinem Bild „Wenn Herbst und Winter sich treffen“
  • Sieger Kategorie „Landschaften“: Paco Costa Cervera aus Spanien mit seinem Bild „Ein kleiner Sturm“
  • Sieger der Kategorie „Unter Wasser“: Audun Rikardsen aus Norwegen mit „Meerforelle unter Polarlicht“
  • Sieger Kategorie  „Mensch und Natur": „Tanja Dekker aus den Niederlanden mit ihrem Siegerbild "Koexistenz" eines friedvollen Abends im Amboseli-Nationalpark in Kenia
  • Sieger Kategorie "Atelier Natur": Fran Rubia aus Spanien mit seinem Bild "Optische Täuschung"
  • Sieger Jugendkategorie bis 14 Jahre: Carlos Perez-Naval aus Spanien mit seinem Bild „Morgenlauf“ 
  • Sieger der 14 bis 17-jährigen: Thomas Hempelmann aus Deutschland die Jury mit dem Bild eines Zaunkönigs
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