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Der Kreis greift Lünen stärker in die Tasche

KREIS UNNA Die Kreisumlage steigt 2009 mindestens von 44 auf 45,36 Prozent, also 1,36 Punkte. Als den schlimmsten anzunehmenden Fall nannte Kreiskämmerer Rainer Stratmann die beunruhigende Zahl von 46,5. Lünens Kämmerer Hans-Georg Schlienkamp hat 1,8 Mio. schon fest für 2009 eingeplant.

Der Kreis greift Lünen stärker in die Tasche

Kämmerer Schlienkamp

Diese Umlage droht den zehn Städten und Gemeinden dann, wenn der Landschaftsverband seinerseits seine Drohung wahrmacht und ebenfalls die Umlage erhöht. Zur Rede stehen 1,2 Prozent. "Dagegen wehren wir uns", versicherte Kassenwart Stratmann tapfer. "Der Landschaftsverband soll sein Defizit aus seiner Ausgleichsabgabe decken. Dafür ist sie gedacht."

Kommunen müssen Loch stopfen Im Haushaltsentwurf des Kreises für 2009 klafft ein Loch von 6,4 Mio. Das müssen die Kommunen stopfen, wohl oder übel, machte Stratmann deutlich, denn der Kreis könne nun mal nicht aus einer "allgemeinen Rücklage" Millionen schöpfen.

Jeder Kämmererkollege in den Kreis-Kommunen könne sicher sein, dass die Kreisverwaltung den Entschluss zur Mehrbelastung, über die der Kreistag am 27. Januar zu beschließen hat, mitnichten leichtfertig getroffen habe.

1,8 Millionen sind eingeplant Bei einer Kreisumlage von 45,36 Prozent kämen 3,2 Mio. Euro Mehrkosten auf Lünen zu. Kämmerer Hans-Georg Schlienkamp hat 1,8 Mio. schon fest für 2009 eingeplant. Angesichts der sprudelnden Steuerquellen wäre diese Summe selbst dann fällig gewesen, wenn der Kreis die Umlage nicht erhöht hätte. 1,4 Mio. zusätzlich zu den 1,8 Mio. seien nun des eigentliche Problem, so Schlienkamp. Er sei aber noch vergleichsweise entspannt, da man zum Beispiel die weitere Entwicklung der Steuereinnahmen noch abwarten müsse.

Mit Blick auf die ausufernden Sozialkosten kann der Kreiskämmerer bloß flehentlich auf einen warmen Winter hoffen.

Heizkosten für Bedürftige Sechs Mio. Euro Mehrbedarf rechnet Rainer Stratmann allein für den Bereich Arbeit und Soziales ein, zum Großteil zur Deckung der hochgeschnellten Heizkosten, die der Kreis für Bedürftige ja zahlen muss.

Hinzu kommt der immer wieder heftig beklagte Umstand, dass inzwischen rund 5000 Menschen im Kreis nicht von ihrer Hände Arbeit leben können. "15 Millionen geben wir nur für Menschen aus, die zu wenig verdienen", kritisiert der Kämmerer diese Art von Quersubventionierung.

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