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Lüner SV bleibt in der Westfalenliga

Der LSV rumpelt sich zum Klassenerhalt

Lünen Mit dem 3:3-Remis gegen Westfalia Wickede hat der Lüner SV den Klassenerhalt in der Westfalenliga fix gemacht. LSV-Trainer Mario Plechaty war nach dem Spiel allerdings gar nicht zufrieden.

Der LSV rumpelt sich zum Klassenerhalt

War am Ende Lünens Matchwinner: Yasin Acar (r.) erzielte gegen Wickede einen Doppelpack. Einmal traf er dabei in der Nachspielzeit zum 3:3-Endstand. Foto: Foto: Günther Goldstein

Westfalenliga
Lüner SV – Westfalia Wickede 3:3 (2:1)

Mario Plechaty stapfte nach Schlusspfiff erst einmal in die Mannschaftskabine. Der Trainer des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV war wütend auf seine Truppe, richtete in der Umkleide deutliche Worte an seine Jungs. Dabei hatte seine Mannschaft kurz zuvor den Klassenerhalt in der Westfalenliga perfekt gemacht. Ein 3:3 reichte dem LSV im kleinen Derby gegen Westfalia Wickede. Die Art und Weise, wie sich der LSV im zweiten Durchgang präsentierte, gefiel dem Coach allerdings ganz und gar nicht. „In der ersten Halbzeit war das sehr gut, da haben wir Spielfreude gezeigt. In der zweiten Halbzeit haben wir aber komplett die Ordnung verloren“, so Plechaty. Verantwortlich zeichnete sich dafür auch die angespannte Personalsituation beim LSV. Plechaty musste auf mehreren Positionen umstellen, gab vielen jungen Spielern Einsatzmöglichkeiten. „Wir haben es dem Gegner dann aber auch einfach gemacht, positiv war nur das Endergebnis“, sagte der LSV-Trainer.

Im ersten Durchgang zeigte der LSV hingegen eine ansprechende Leistung, obwohl er früh ins Hintertreffen geriet. Finn-Jona Heinings brachte die Gäste in Führung, nachdem sich Louis Osmani einen kapitalen Fehler leistete. Der frühe Rückstand rüttelte den LSV aber sofort wach. Nur drei Minuten benötigten die Lüner für die passende Antwort. Nach einer Ecke von Hakan Uzun nickte Yasin Acar per Kopfball ein (8.). Danach blieben die Lüner die bessere Mannschaft auf dem Platz, gingen nach 21 Minuten durch Samet Akyüz verdient in Führung. Zuvor bediente ihn Fabian Pfennigstorf. „In der ersten Halbzeit haben wir die Ordnung verloren. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vor allem mehr Körpersprache vorgenommen“, sagte Wickedes Trainer Thomas Gerner.

Die Gästemannschaft befolgte die Trainervorgaben. Wickede kam wie ausgewechselt aus der Kabine und dominierte die zweite Halbzeit. Nur vier Minuten benötigte der Gast, um zum Ausgleich zu kommen. Bei einem längeren Ball stand Florian Fischer zu weit vor dem Kasten, mit einem Kopfball überwand Mehmet Erdogan den Gästekeeper – 2:2. Die Spielqualität passte sich mehr und mehr dem schlechten Wetter an. Zwei Tore sahen die Zuschauer allerdings noch in der Schlussphase. Zunächst ging Wickede mit einem Distanzschuss von Robin Dieckmann wieder in Front (84.), in der Nachspielzeit traf Yasin Acar mit Lünens einziger Chance im zweiten Durchgang zum 3:3-Endstand.

Team und Tore
LSV: Fischer – Malcherek, Akyüz, Drees, Acar, Pfennigstorf (61. Elitok), Osmani, Uzun, Cabuk (46. Yildiz), Denizci, Kusakci
WW: Corke – Lüder, Fels, Heinings, Akinci, Erdogan (85. Oh), Zwahr, Cakir, Dieckmann, Lmcademali (40. Toetz), Jäkel
Tore: 0:1 Heinings (5.), 1:1 Acar (8.), 2:1 Akyüz (21.), 2:2 Erdogan (49.), 2:3 Dieckmann (84.), 3:3 Acar (90.+3)
Bes. Vorkommnis: Rote Karte Uzun (90.) wegen groben Foulspiels

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