Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Der TuS Niederaden muss um einen Titel bangen

Fußball: Kreispokal

Eigentlich sind die Fußballerinnen des TuS Niederaden Kreispokalsieger geworden. Eine juristische Entscheidung könnte jetzt aber verantwortlich dafür sein, dass der TuS das Finale noch einmal spielen muss.

Niederaden

von Von Patrick Schröer

, 11.06.2018
Der TuS Niederaden muss um einen Titel bangen

Wird dem TuS Niederaden der Kreispokaltitel aberkannt? Trainer Carsten Walschus (l.) muss bangen. © Foto: Günther Goldstein

Eigentlich war alles klar: Die Fußballerinnen des TuS Niederaden sind am 31. Mai mit einem 6:0-Erfolg im Finale gegen den BSV Heeren Kreispokalsieger geworden. Jetzt muss der TuS um den Titel aber wieder bangen. Grund ist ein Urteil des Verbandssportgerichts gegen die Hammer Spielvereinigung, das am vergangenen Freitag gesprochen wurde.

Zum Problem: Bezirksligist Hammer Spielvereinigung hatte in der Vergangenheit im Ligabetrieb die Spielerin Katja Elsen eingesetzt, die insgesamt mehrfach mit einem falschen Pass spielte. Das sanktionierte das Bezirkssportgericht in einem ersten Urteil hart, sperrte Elsen für zwölf Monate. Diese Sperre wurde zur Hälfte zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss die HSV den Zwangsabstieg in die Kreisliga A hinnehmen. Hamm legte Einspruch ein. Das Verbandssportgericht unter dem Vorsitz von Hans-Peter Grefrath hat diese Punkte am Freitag allerdings bestätigt und den Einspruch abgelehnt.

Urteil nicht rechtskräftig

Nicht einverstanden war Grefrath damit, dass das Bezirkssportgericht die HSV aus dem Kreispokalwettbewerb ausgeschlossen hatte. Hamm durfte nach dem gewonnenen Halbfinale gegen Heeren nicht das Finale gegen Niederaden bestreiten. Somit zog Heeren ins Finale ein, verlor bekanntlich mit 0:6. „Der Ausschluss aus dem Pokalwettbewerb ist nicht rechtens. Die Spielerin ist in diesem Wettbewerb nicht auffällig geworden. Nun sind der Kreis und der Pokalspielleiter wieder gefordert“, sagt Grefrath.

Pokalspielleiter ist Karl-Heinz Schulze. Der Lüner habe bisher nur von Gerüchten gehört. „Ich weiß nichts Offizielles und ich weiß auch nicht, wie genau die Rechtssituation aussieht, weil das Finale ja schon gespielt wurde“, sagt Schulze, der erst am kommenden Freitag mit den Offiziellen Mitteilungen das neue Urteil zugeschickt bekommen wird.

Ob das Pokalspiel dann neu angesetzt werden muss oder nicht, ist völlig offen. Carsten Walschus, Trainer der Niederadenerinnen, sagte: „Wir haben bisher noch nichts Offizielles gehört.“ Womöglich muss der TuS aber noch einmal ran.

Anzeige