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Die Gustav-Sybrecht-Falle

BRAMBAUER Falle Straßenverkehrsordnung an der Gustav-Sybrecht-Straße? Eine Beschilderung, die Autofahrer in die Irre führt? Jürgen Schulz kann einiges erzählen.

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Jürgen Schulz beim Blick auf Müllabfuhr und eigenen PKW: "Mein Wagen hat die Müllabuhr nicht behindert."

"Hier", sagt Jürgen Schulz, "endet für mich die Parkerlaubnis auf dem Gehsteig".

Zweite-Reihe-parken? Auf dem Parkstreifen? Was geht? Was nicht? Zwischen Brechtener Straße und dem Haus Ferige lauert auf der Sybrecht-Straße der latente Irrtum. Das jedenfalls findet der 69-Jährige, der wegen Parkens in der 2. Reihe eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraph 24 StVO begangen haben soll.

Verwarnungsgeld

Jürgen Schulz: "Mir wird zur Last gelegt, dass ich durch mein Parken in der 2. Reihe den fließenden Verkehr beeinträchtigt und die Müllabfuhr gestört haben soll. Ich war aber der Meinung und bin es immer noch, dass ich vor unserem Haus (G. Sybrecht-Str. 5, Anm. d. Red.) nicht auf dem Parkstreifen parken darf, weil das durch das blauweiße Schild angezeigt wird."

Und hier korrigiert ihn die Abteilung Öffentliche Ordnung und Verkehrssicherung der Stadt. Das Parken in der 2. Reihe liege auch dann vor, wenn jemand neben einem in einer Parkbucht geparkten Pkw sein Fahrzeug abstellt. Neben einem befestigten Seitenstreifen oder Parkstreifen dürfe nicht auf der Fahrbahn geparkt werden.

Fritz Wittlieb, Leiter der Verkehrssicherung, spricht von wiederholten Beschwerden der Müllabfuhr. Die Abfuhr sei durch das Parken in der 2. Reihe behindert worden. Der verwarnte und verdutzte Anwohner Schulz bleibt bei seiner Auslegung des seiner Meinung nach irritierenden Verkehrsschildes: "Für mich hat der weiße Pfeil auf dem Schild klar angezeigt, dass ich in dem Abschnitt vor unserem Haus nicht auf dem Parkstreifen parken darf."

Die Abteilung Verkehrssicherung winkt da aber kräftig mit dem Paragraphen 24 StVO. "Die Sachlage an der Gustav-Sybrecht-Straße ist ganz eindeutig", findet Abteilungsleiter Wittlieb, die Beschilderung unmissverständlich. So ganz scheinen die Verkehrssicherer aber dem Braten wohl doch nicht zu trauen. Warum sonst würde erwogen, ein durchgängiges Parken (Parkstreifen) von der Brechtener Straße bis zum Haus Ferige einzuführen, und zwar ohne jede Ausnahme?

Anlieger unsicher

Fakt ist, dass die jetzige Regelung mit den unterschiedlich gestalteten Schildern (mal weist der Pfeil auf den abgebildeten Gehsteig, mal in die andere Richtung) nicht allen Verkehrsteilnehmern spontan eingängig zu sein scheint. Jürgen Schulz bringt hier sein Argument ins Spiel, erst wenige Monate an der Gustav-Sybrecht-Straße zu wohnen. Die Regelung sei nicht eindeutig genug.

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