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Bild, Focus und Co.

Die "Knöllchen-Posse" in überregionalen Medien

LÜNEN Von „Irre Knöllchen-Posse“ bis zum „Knöllchen-Bürgermeister“ – die Affäre um das nicht gezahlte Bußgeld von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) hat in dieser Woche hohe Wellen geschlagen. Eine Geschichte, die Kleine-Frauns sogar Berichterstattung in überregionalen Medien verschafft.

Die "Knöllchen-Posse" in überregionalen Medien

Der Triererische Volksfreund und viele weitere Medien berichteten über die "Knöllchen-Posse".

Allen voran: die Bild-Zeitung. Sie berichtet in ihrer Online-Ausgabe von eben jener „irren Knöllchen-Posse“. Kleine-Frauns wolle nicht zahlen und „legt sich dafür mit der eigenen Verwaltung an“, schreibt der Bild-Redakteur. Die Bild zitiert den Verkehrsrechtler Arndt Kempgens, der dem Bürgermeister eine „Gutsherren-Mentalität“ unterstellt.

In einem weiteren Artikel kritisiert der Bild-Redakteur auch die Idee, die Park-Regelung auszuweiten: „Damit er mit seinem Sonderausweis künftig überall parken kann?“

„Politisch massiv unter Druck“

Auch der Landesdienst der Deutschen Presse-Agentur hat das Thema aufgegriffen: Der Bürgermeister gerate „politisch massiv unter Druck“. Die dpa zitiert die Kritik der CDU, Kleine-Frauns habe mit der handschriftlichen Mitteilung an die Bußgeldstelle „in einen hoheitlichen Akt eingegriffen“. Die Berichterstattung der dpa hat dem Thema zur weiteren Verbreitung verholfen.

Verlage aus dem ganzen Land, die die Inhalte der Agentur abonniert haben, haben das Thema veröffentlicht. So berichteten auf dpa-Basis unter anderem die Rheinische Post aus Düsseldorf und der Trierische Volksfreund.

Auch die Online-Ausgabe des Wochenmagazins Focus nahm sich auf dieser Grundlage des Themas an: „So viel Streit wegen eines einzigen Park-Knöllchens“, heißt es dort. Beim Springer-Ableger „Welt“ bedient man sich online auch am dpa-Material.

 „In Lünens Stadtrat reagiert man empört“

Nicht nur Print und Online-Medien widmete sich Kleine-Frauns‘ Knöllchen, auch das Fernsehen. N24 veröffentlichte zu dem Thema einen knapp anderthalb-minütigen Beitrag. „In Lünens Stadtrat reagiert man empört“, sagt die Sprecherin da, kurz bevor Jochen Gefromm, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, gezeigt wird. Es könne nicht sein, dass „Bürger ungleich behandelt werden“, sagt Gefromm.

„Ein Bürgermeister sollte nicht über den Bürgern stehen“, zitiert N24 schließlich auch den Politik-Wissenschaftler Frank Überall. Sonst, so Überall, könne Kleine-Frauns schließlich auch einen Schokoriegel im Supermarkt kaufen und sagen: „Nö, zahle ich nicht!“

Kleine-Frauns „legt sich mit seiner eigenen Verwaltung an“

Zu guter letzt hat auch die Münsterländische Volkszeitung in des Bürgermeisters Heimatstadt Neuenkirchen das Thema aufgenommen. Hier hatte Kleine-Frauns 1999 schon einmal versucht Bürgermeister zu werden – damals als Kandidat der SPD und erfolglos.

Kleine-Frauns „legt sich mit seiner eigenen Verwaltung an“, schreibt der Redakteur und spricht vom „bundesweiten Wirbel“ um den heutigen Lüner Bürgermeister, der 1967 in Neuenkirchen geboren wurde und später nach Rheine zog. 

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