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Bürgerantrag läuft

Dorv-Konzept als letzte Hoffnung für die Gahmener

GAHMEN Der Bürgerantrag zur Nahversorgung, den drei Gahmener "Kümmerer" dem Ersten Beigeordneten der Stadt Lünen Horst Müller-Baß übergeben haben ist vermutlich die letzte Hoffnung für die Zukunft von Gahmen. Das Ziel ist es, dem Vorort wieder mehr Lebensqualität zu verleihen.

Dorv-Konzept als letzte Hoffnung für die Gahmener

Egbert Gutkowski, Ernst Beiteke und Alfred Teutenberg (v. l.) übergaben dem Ersten Beigeordneten Horst Müller-Baß den Bürgerantrag zur Nahversorgung in Lünen-Gahmen.

Bereits im März nahmen sich von den 3800 Gahmenern 30 Zeit, um im Bürgerhaus über die Probleme und die Zukunft des in Mitleidenschaft gezogenen Vorortes zu diskutieren. Die Lage ist mehr als brenzlig. Das zeigt nicht nur die Anwesenheit des Lüner Bürgermeisters Hans Wilhelm Stodollick, der seine Unterstützung zusagte.

In Gahmen gibt es kein Lebensmittelgeschäft und keinen Geldautomaten mehr und der einzige Bäcker hat nur noch halbtags geöffnet. Von einer Gewährleistung der Grundversorgung kann also nicht mehr wirklich die Rede sein.

GAHMEN Kein Lebensmittelgeschäft mehr, kein Geldautomat mehr, ein Bäcker, der nur halbtags öffnet – Gahmen hat eindeutig ein Nahversorgungsproblem. Über die Zukunft des Stadtteils diskutierten nun 30 Anwohner mit dem SPD-Ortsverein. Dabei ging es auch um die Einrichtung eines Dorfzentrums.mehr...

Somit ist es nicht verwunderlich, dass Egbert Gutkowski, Ernst Beiteke und Alfred Teutenberg ohne große Anstrengungen viele Gahmener fanden, die bereitwillig den Bürgerantrag unterstützen wollten. Insgesamt kamen dabei 150 Unterschriften zusammen.

Dennoch trafen die Unterschriftensammler überwiegend auf frustrierte und resignierte Bürger. Teutenberg sieht in der Umsetzung des Dorv-Konzeptes den "letzten Rettungsanker" für das Dörfchen.

Errichtung eines "Dorv"-Zentrums

Im ehemaligen Sparkassen-Gebäude oder im früheren Schlecker-Markt könnte ein sogenanntes "Dorv"-Zentrum eingerichtet werden, mit dem die Rundum Versorgung für die Gahmener gewährleistet wäre. Dort sollen möglichst viele Angebote untergebracht werden, wie ein Lebensmittelgeschäft, Dienstleistungen, medizinische und kulturelle Einrichtungen. 

Über die Finanzierung haben sich die Versammlungsteilnehmer im März auch schon Gedanken gemacht: Entweder mit der Herausgabe von Bürger-Aktien oder aus Fördermitteln des Landes für das Projekt "Soziale Stadt Gahmen".

Die Devise der "Kümmerer" lautet, egal wie düster die derzeitige Lage des Vorortes auch ist: "Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken." Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem Antrag, der das Dorv-Konzept vorantreiben und Gahmen wieder mehr Lebensqualität verleihen soll. 

"Dorv" steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung






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