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Einen Schuss gekriegt

BRAMBAUER . Man muss erst drin sein. Man muss erst auf einem der langen Flure stehen, aus denen die Zugluft der Baustelle Tiefkühltruhen macht, um ein Gespür zur kriegen für die Größe des neuen AWO-Pflegeheims. Sommer 2008 wird eröffnet.

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Wächst rasant in seine künftige Rolle als prägendes Element der Waltroper Straße hinein: Das neue AWO-Pflegeheim.

Gestern Grundstein. Morgen Richtfest. Übermorgen Eröffnung.

"Tatsächlich", reibt sich der künftige Heimleiter, Ludger Moor die klamm gewordenen Hände, während wir die Baustelle inspizieren, "der Bau wächst mit einer Rasanz, dass man es kaum glauben möchte."

Grundsteinlegung war am 11. September, der Richtkranz wird am 5. Dezember flattern. Und dann. . .

Dann wird wieder in die Hände gespuckt. Wird Tempo gebolzt. "Sehen Sie, hier entsteht zum Beispiel das Café im Erdgeschoss. Da kommt die Verwaltung hin, und hier werde ich mein Büro haben."

Ludger Moor fährt seine Arme aus. Zeigt. Erklärt. Sieht sich um.

Noch ist alles ein einziges großes, zugiges, betonkaltes Provisorium.

Was man nicht sieht, wenn man von der Waltroper Straße aus einen Blick auf den Baukörper wirft, sind die Dimensionen. Tiefe, Höhe, Breite und die aus diesem Dreiklang resultierende Wirkung des 6,5 Millionen-Euro-Projekts des AWO-Bezirksverbandes Westliches Westfalen.

80 Zimmer

80 Einzelzimmer entstehen hier. Jedes 22 bis 25 Quadratmeter groß. Die Bewohner, sagt Heimleiter Moor, sollen genug Luft, Licht und individuellen Spielraum haben.

Er, Moor, wird sowohl das neue Pflegeheim als auch das Seniorenzentrum an der Hermann-Schmälzger-Straße leiten.

Das sei kein Problem, sagt er. Das seien kurze Wege. Das kriege man schon hin.

Auf die Stärke des künftigen Personals angesprochen, geht Moor in Deckung:

"Das kann man noch nicht genau sagen." Warum nicht? "Weil das von der Belegung und der Pflegestufen-Entwicklung abhängt."

Na ja, sagt Moor, so 50 bis 60 Mitarbeiter würden es schon sein.

Bevor das Leben im Heim anspringt, plant die AWO eine Offensive. Die Öffentlichkeit soll gewonnen werden.

Schon ab Februar, März würden Teilbereiche des neuen Pflegeheims der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen will die AWO ein prima Klima und einen inneren Zugang der Bevölkerung zu der neuen Einrichtung schaffen.

Unmittelbar vor der Eröffnung im nächsten Sommer wird ein Tag der offenen Tür im Pflegeheim das Zeigenswerte zeigen.

Raumprogramm

"Dann", sagt Ludger Moor, "kann sich jeder ein Bild davon machen, dass unser Raumprogramm sehr individuell auf die Bewohner zugeschnitten ist."

Wir fragen nach dem vermuteten Anteil von an Demenz Erkrankten im künftigen Heim.

Über 60 Prozent, sagt Ludger Moor. Tendenz steigend. Es ist kalt auf der Baustelle. Wärmer ums Herz wird einem bei solchen Zahlen nicht.

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