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Parteien zur Seepark-Diskussion

Eintritt und Zaun sind keine Lösung

LÜNEN Das Wetter ist schlecht, am Seepark herrscht Ruhe. Doch das Thema ist nach den jüngsten Vorfällen am Horstmarer See auch in der Politik angekommen. Die Lüner Parteien haben sich positioniert. Hier eine Übersicht:

Eintritt und Zaun sind keine Lösung

Der Horstmarer See ist Mittelpunkt des Seeparks, der 1996 zur Landesgartenschau entstand.

Die Meldungen des Pfingstwochenendes zeigen einmal mehr, wie wichtig auch in Lünen

sind. Im letzten Jahr hat die Fraktion mit Rolf Möller bei einem Besuch der hiesigen Polizei diese Partnerschaften thematisiert. Gescheitert ist diese Anregung aufgrund der finanziellen Haushaltslage. Aber weder den Anwohnern des Seeparks noch den zahlreichen Besuchern, die das wunderschöne Naherholungsgebiet nutzen, können solche Zustände weiterhin zugemutet werden. "Diese für Lünen einmalige und abwechslungsreiche Parklandschaft mit dem ökologisch wertvollem See darf nicht durch solche Negativschlagzeilen in Verruf gebracht werden“, so Rolf Möller. Was aber wäre die beste Lösung? Eintrittsgelder zu nehmen heißt, das gesamte Gelände einzuzäunen. Das Gelände und der See sind aber ein

das alle täglich einladen soll, ihre Freizeit dort zu verbringen und ihre Erholung zu finden. Vor allem für die Kinder, die in den Ferien nicht verreisen, ist der Seepark ein idealer Ort. Die Einzäunung des 60 Hektar großen Geländes wäre zudem kein Garant für kontrolliertes Verhalten. Bei der Größe gibt es überall Schlupflöcher und die Randalierer werden durch Eintrittsgelder nicht abgeschreckt. Die SPD Fraktion ist der Meinung, dass die Ordnungspartnerschaft zumindest eine Teillösung sein könnte und durch das gemeinsame

sich die Probleme rund um den Seepark reduzieren lassen. Was anderswo gut funktioniert, muss auch in Lünen möglich sein, ist sich der Fraktionsvorsitzende sicher.

Betroffen reagieren Bürger in Horstmar nach den jüngsten Ereignissen mit Messerstecherei und zwei Schwerverletzten am Seepark. Die Stufe der Gewalt habe eine neue Dimension erreicht. Sie fühlen sich unsicher. Ein

fordert jetzt Martin Püschel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Lünen-Horstmar, in einem offenen Brief an Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick und den Vorsitzenden des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung, Rüdiger Billeb. Püschel äußert Kritik: Das Gefühl der Unsicherheit resultiere nicht zuletzt daraus, dass die Verwaltung der Stadt Lünen und die Polizei die Bedenken und Anregungen der Bürger vermeintlich nicht aufnehmen. Die Horstmarer seien merkwürdig berührt, dass bei der Maifeier der Jugendlichen in Cappenberg umfangreiche Sicherheitskonzepte erstellt und umgesetzt werden. Dabei hätten die Horstmarer schon seit Jahren darauf hingewiesen, dass an warmen Sommer- und Feiertagen besondere

am und um den Seepark herum getroffen werden müssen. Püschel schlägt einen

mit Vertretern der Bürger und der Siedlergemeinschaften vor.

 „Es ist ein Dauerthema, das wir schon x-Mal besprochen haben“, so Herbert Jahn (CDU). Maßnahmen wie die

scheinen keine Früchte zu tragen, sagt er. Deshalb müsse man jetzt schauen, was zu tun ist. „Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist uns wichtig“, so Jahn. Er habe beim Besuch des Polizeipräsidenten das Thema

angesprochen  „In Dortmund funktioniert das gut“, hat Jahn erfahren. Dazu müsste die Stadt etwa sechs neue Kräfte einstellen, die mit der Polizei auf Streife gehen. Das geht ins Geld. Doch Jahn sieht das als letztes Mittel. „Ich wüsste nicht, was wir sonst noch machen sollen.“

 Reinhard Zeiger (sachkundiger Bürger) macht deutlich, dass die GFL sich weder für einen Zaun noch für Eintritt am Gelände ausspricht. Ihrer Meinung nach kommen

eine große Bedeutung zu: „Die GFL Fraktion begrüßt die Äußerungen der SPD zum Einsatz von Ordnungspartnerschaften zwischen Polizei und Ordnungskräften der Stadt, um zu Spitzenzeiten den chaotischen Verhältnissen am Seepark in Horstmar Herr zu werden. Dieser Vorschlag ist aber nicht neu, die GFL hatte diesen bereits vor der letzten Kommunalwahl in die Diskussion eingebracht. Aufgrund der nun signalisierten Zustimmung der SPD wird die GFL diesen Punkt als Antrag an den Ausschuss Sicherheit und Ordnung richten. "Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, dass sich dies ändert und der Naherholungswert wieder mehr in den Fokus gerückt wird.“

Eve Berger, Vorsitzende der Fraktion: „Dieser See mit seiner freien Zugänglichkeit ist in seiner Einmaligkeit ein

Nachbarstädte beneiden uns um das Gelände. Viele Bürger, die sich keine Reisen leisten können, haben dort die Möglichkeit einer kostenfreien Erholung, zumal die Nutzung von Freibädern gerade für kinderreiche Familien zum Luxusgut geworden ist.“ Unter dieser Vorzeichen lehnt di Linke sowohl einen Zaun rund um das Gelände auch die Überlegungen, Eintritt zu erheben, ab. Die Messerstecherei am Pfingstwochenende und die Vermüllung des Geländes seien Ausdruck einer zunehmenden Gewaltbereitschaft und Rücksichtslosigkeit in der Gesellschaft und dürften nicht kleingeredet werden. Allerdings könne einer solchen Entwicklung nicht durch Einzäunung und Eintrittsgelder erfolgreich begegnet werden. Damit würde man lediglich die Menschen treffen, die mit dem Seepark respektvoll umgehen. Für Unbelehrbare müssten

angedacht werden.

Ratsherr Dieter God versteht in Lünen bald die Welt nicht mehr: "Was sollen die Diskussionen über den Horstmarer See? Er ist ein Freizeitpark und dafür ist er auch ausgerichtet. Selbstverständlich entstehen auch Kosten für den Betrieb der Anlage. Aber was ist in Lünen noch kostenlos? Wir sind für einen kostenlosen Park."

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