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Grundstück verkauft

Endlich: Neues Pfarrheim für Herz Jesu Brambauer

BRAMBAUER Halleluja: Nach jahrelangem Stillstand ist das brachliegende Grundstück der Kirchengemeinde Herz-Jesu an der Richardstraße in Brambauer verkauft. Damit ist der Weg für den Bau eines neuen Pfarrheims frei. Auf diese frohe Botschaft haben die Gemeindemitglieder sehnsüchtig gewartet.

Endlich: Neues Pfarrheim für Herz Jesu Brambauer

Zu sämtlichen Anlässen müssen die Mitglieder der Herz-Jesu-Gemeinde Brambauer derzeit ins Jugendheim ausweichen. Das ist jedoch nicht in einem besonders guten Zustand.

„Das Grundstück ist verkauft. Der Kirchenvorstand hat es geschafft, das Objekt an den Mann zu bringen“, sagte Pastor Christian Kluczynski im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. In welchem Umfang das neue Pfarrheim gebaut werde, dazu könne er noch keine Angaben machen. Fest stehe jedoch, sagte Pastor Kluczynski weiter, dass das neue Pfarrheim hinter dem Pfarrhaus beziehungsweise links neben der Kirche gebaut werde.

Kein großer Architekten-Wettbewerb

Zum weiteren Vorgehen, zum Zeitplan für das geplante Bauvorhaben, sagte Kluczynski nur: „Einen großen Architekten-Wettbewerb wie unter dem früheren Pfarrer Ralf Hubert Bronstert wird es nicht geben. Wir werden Schritt für Schritt vorgehen.“

Dr. Thomas Roddey, Leitender Pfarrer des Pastoralverbands Lünen und damit auch Vorsitzender des Kirchenvorstands Herz-Jesu-Brambauer, bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion die Angaben Kluczynskis. „Mit dem erfolgten Verkauf des Grundstücks ist der seit Jahren geplante Bau eines neuen Pfarrheims finanziell gesichert“, sagte Roddey. Das Erzbistum Paderborn werde sich an dem Bau beteiligen.

Weil die Zahl der Gemeindemitglieder gesunken sei und vermutlich weiter sinken werde, sagte Pfarrer Thomas Roddey, würde der natürlich barrierefreie Neubau kleiner ausfallen als noch vor Jahren geplant. Mit einer Fertigstellung rechnet der Vorstizende des Kirchenvorstands nicht vor 2018: „Jetzt suchen wir erst einmal ein Architekturbüro.“

Ein Rückblick

Zur Erinnerung: In der Vergangenheit waren die Gemeindemitglieder immer wieder vom Kirchenvorstand vertröstet worden. Immer wieder hieß es, wir müssen erst das Grundstück verkaufen, um ein neues Pfarrheim bauen zu können.

Dabei gab es ganz konkrete Pläne. Im Mai 2008 verkündete der amtierende Pfarrer Ralf-Hubert Bronstert, das neue Pfarrheim nehme Gestalt an. Grund hierfür war die Ausschreibung eines Architekten-Wettbewerbs, an dem fünf Büros aus der Region teilnahmen. Den Siegerentwurf des Dortmunder Architektenbüros Farwick & Grote stellte Bronstert im August 2008 vor: „Es entsteht ein Kirchplatz, der seinen Namen verdient hat.“

BRAMBAUER Das geplante Pfarrheim von Herz-Jesu soll mit Kirche und Pfarrhaus einen städtebaulichen Dreiklang bilden. Das betonten die mit der Planung beauftragten Architekten Dagmar Grote und Heiner Farwick.mehr...

Die Freiflächen des zweigeschossigen, ruhigen und homogen aussehenden Baukörpers in Massivbauweise seien sinnvoll geordnet, sagte Bronstert damals. Das Pfarrheim sollte einen großen Saal von 75 Quadratmetern, einen kleineren von 40 Quadratmetern, eine Halle (25 Quadratmeter) und eine Altenstube (40 Quadratmeter) beherbergen.

Die Gruppenräume im Erdgeschoss sollten funktional ausgestattet sein. Das Pfarrheim sollte an der Ecke Josef-/Waltroper Straße errichtet werden und rund 900.000 Euro kosten. 230.000 Euro, hieß es damals, würden vom Erzbistum Paderborn fließen, der Rest des Geldes sollte aus dem Verkauf des Grundstücks Richardstraße und aus Spenden kommen.

Entwürfe landeten in Schublade

Die Neubaupläne und der Siegerentwurf landeten letztendlich in der Schublade, weil der Verkauf des Grundstücks an der Richardstraße dem Vernehmen nach immer und immer wieder scheiterte. Zum Leidwesen der Gemeindemitglieder, die seit Jahren zu sämtlichen Anlässen ins runter gekommene Jugendheim ausweichen müssen. Trotz miserabler Toiletten und fehlender Barrierefreiheit – abgesehen von einem klapprigen Treppenlift.

„Das Jugendheim ist wirklich in einem miserablen Zustand. Es befindet sich in einem ganz, ganz, schlechtem Zustand“, sagte Roddey. Von daher habe er auch absolutes Verständnis für den „Druck aus der Gemeinde“, endlich ein neues Pfarrheim zu bauen.

Was wird aus dem Jugendheim?

Nach außen hin habe es immer so ausgesehen, sagte der Kirchenvorstandsvorsitzende weiter, dass wir nichts dafür tun: „Hinter den Kulissen wurde aber eifrig an dem Verkauf des Grundstücks an der Richardstraße gearbeitet.“ Auf die Frage, was aus dem Jugendheim wird, wenn das neue Pfarrheim steht, antwortete Roddey: „Wir hoffen, dass wir das Gelände, auf dem das Jugendheim steht, irgendwann einmal veräußern können.“ 

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