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Feuerwehr: Abschied für den «Chef im Ring»

Karl Georg Schwarzner trat ab

Lünen Hohe Auszeichnungen, höchstes Lob, stehender Applaus und originelle Geschenke: Die Feuerwehr bereitete ihrem Chef Karl Georg Schwarzner am Freitag einen bewegenden Abschied. Es war ein Abend in Rot und Blau. Draußen vor dem Hansesaal dominierten die roten Einsatzfahrzeuge das Bild, drinnen die «blauen Röcke» der Feuerwehrleute nicht nur aus Lünen, sondern aus dem ganzen Kreis Unna, aus Dortmund, aus Niedersachsen, aus den Niederlanden und aus England. Sie alle waren gekommen, um dem Wachwechsel an der Spitze der Lüner Feuerwehr einen würdigen Rahmen zu geben. Auf den 60-jährigen Schwarzner, der wegen Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand tritt, prasselten die anerkennenden Worte nur so herab. «Er war Chef im Ring, ohne durch Posen beeindrucken zu müssen» (Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick), «ein liebenswerter, verdienter, besonderer Mensch» (Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann), «stets fürsorglicher Ansprechpartner und für keine Arbeit zu schade» (stellv. Feuerwehrchef Klaus Schwarze, der den Abend moderierte). «Alle wichtigen Projekte der vergangenen Jahre tragen seine Handschrift», hob der Bürgermeister hervor und nannte die Stichworte: Aufnahme von Frauen in die Feuerwehr, Gründung der Jugendfeuerwehr, Brandschutzbedarfsplan, Vorbereitung des Neubaus der Hauptfeuerwache. Drei besondere Auszeichnungen würdigten Schwarzners Verdienste: Die Ehrenmedaille der Stadt Lünen, die Floriansmedaille der Jugendfeuerwehr NRW und das Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Feuerwehrverbandes. Als ihm Kreisbrandmeister Peukmann das Ehrenkreuz übergab, die höchste Auszeichnung innerhalb der Feuerwehr, applaudierten die vielen hundert Gäste stehend. Neben diesen sehr bewegenden Momenten gab es auch ausgesprochen lustige Einlagen, etwa von den «Brötchenschmiererinnen», die bei wichtigen Anlässen dafür sorgen, dass kein Feuerwehrmann hungern muss. «Heute kommen wir zum Gratulieren und nicht wie sonst zum Brötchen schmieren», reimten die sechs Damen auf der Bühne. Gerührt ergriff Karl Georg Schwarzner schließlich selbst das Wort: «Ich nehme die Auszeichnungen auch als Anerkennung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr entgegen. Ich konnte auf eine tolle Mannschaft bauen.» Und dann war es soweit: Aus der Hand seines Nachfolgers Alfred Krömer nahm «Personalnummer 24» die Urkunde entgegen, die offiziell den Beginn des Ruhestandes markiert. Schwarzner habe sich seine Ehrungen «erdient und verdient», betonte Krömer, der für seine neue Aufgabe die Unterstützung von Rat und Verwaltung erbat. Er setze auf Werte wie Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement, hob Krömer hervor. Die Lüner Feuerwehr wird von einem Trio geleitet: Rainer Ashoff rückte neu ins Führungsteam auf - und ist jetzt wie Klaus Schwarze einer der beiden Stellvertreter Alfred Krömers. Mit dem großen Zapfenstreich klang der offizielle Teil des Abends aus. Für die musikalische Begleitung sorgten die Elmenhorster Blaskapelle und das Trommler und Pfeiffercorps «Alte Kameraden». Fie-

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