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Großeinsatz an Dorf- und Münsterstraße in Lünen

Feuerwehr rettet 55 Personen aus verrauchtem Mehrfamilienhaus

LÜNEN. Ein Brand in einer Tiefgarage in der Dorfstraße hat einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Wegen des verrauchten Treppenhauses mussten viele Personen über die Drehleiter gerettet werden - darunter auch ein Kleinkind.

Feuerwehr rettet 55 Personen aus verrauchtem Mehrfamilienhaus

Vom Balkon der dritten Etage steigen Bewohner in den Korb der Feuerwehr-Drehleiter. Foto: Peter Fiedler

Um 15.28 Uhr am Samstagnachmittag ging der Alarm bei der Feuerwehr in Lünen ein: „Menschenleben in Gefahr“ lautete die Einsatzmeldung, und tatsächlich: Aus bisher unbekannter Ursache war ein Feuer in der Tiefgarage des Gebäudes Dorfstraße 2 und 4 ausgebrochen. Der dichte Qualm bedrohte die Bewohner und schnitt ihnen den Fluchtweg durch das Treppenhaus ab.

„Massenanfall von Verletzten“

Wegen der hohen Zahl an betroffenen Personen - insgesamt 55 Menschen, davon laut Feuerwehr mehrere Kinder und ein Kleinkind - sei ein „Massenanfall von Verletzten der Stufe 2“ ausgelöst worden. Insgesamt 110 Einsatzkräfte waren im Dienst - darunter unter anderem die Berufsfeuerwehr Lünen, die Löschzüge Mitte, Wethmar und Brambauer sowie Fahrzeuge der Feuerwehren aus Dortmund, Kamen und Unna.

Großeinsatz in der Münsterstraße

Die Einfahrt zur Tiefgarage. Dort befand sich der Brandherd.
Die Berufsfeuerwehr und drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Lünen waren im Einsatz.
Vom Balkon der dritten Etage steigen Bewohner in den Korb der Feuerwehr-Drehleiter.
Bewohner des Hauses im Korb der Feuerwehr-Leiter auf dem Weg zum sicheren Erdboden.
Der Weg durchs Treppenhaus war offenbar durch Rauch versperrt. So wurden Menschen auch aus der ersten Etage per Leiter gerettet.
Während des Einsatzes war die Münsterstraße gesperrt.

„Wir haben uns wegen der Situation entschieden, mit der Drehleiter von der Münsterstraße aus die Menschen vom Balkon zu retten“, erklärte Christian Eisenberg von der Feuerwehr Lünen im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein Großteil der Betroffenen konnte so unversehr das Gebäude verlassen.

Transport in Spezialkliniken

Zwei Bewohner erlitten beim Versuch, das Feuer selbst zu löschen, schwere Rauchgasvergiftungen und mussten mit zwei Rettungshubschraubern in Spezialkliniken mit Druckkammern transportiert werden. „Weiterhin wurden 17 Bewohner leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht“, so Heisenberg.

Die Münsterstraße war während des Einsatzes gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr um. Zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe konnten die Behörden noch keine Angaben machen, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr war es den Bewohnern am Samstagabend wieder möglich, in ihre Wohnungen zurückkehren.



So hatten wir ursprünglich berichtet:

Beißender Qualm hat Bewohnern eines Wohnblocks an der Münsterstraße in Wethmar offenbar den Fluchtweg durchs Treppenhaus abgeschnitten. Nach dem Brand in der Tiefgarage des Gebäudes an der Ecke zur Dorfstraße entschloss sich die Lüner Feuerwehr, mehrere Personen mit der Drehleiter in Sicherheit zu bringen.

Die Polizei Dortund hat mittlerweile 18 Verletzte bestätigt. „Zwei Personen sind schwer verletzt und müssen mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus verbleiben“, hieß es auch Nachfrage von der Leitstelle. 16 leicht verletzte Menschen können das Krankenhaus wohl noch am Abend verlassen.

35 weitere Personen würden durch die Feuerwehr vor Ort betreut. „Hier gibt es keine weiteren Verletzungen“, so die Polizei.

Besonnen in den Korb

Mehrfach fuhr die Leiter an die Balkone heran. Feuerwehrleute halfen den dort wartenden Menschen beim Einstieg. Auch Kinder waren darunter. Alle Betroffenen verhielten sich dem Augenschein nach ruhig und besonnen, als es mit dem Korb abwärts ging. Wenige Augenblicke später konnten sie auf der Straße aussteigen.

Um 15.27 Uhr am Samstag, 21. April, war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. „Menschenleben in Gefahr“, hieß es. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte aus. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr war ebenso vor Ort wie drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. „Dazu massiv Rettungsdienst“, wie die Hauptwache auf Anfrage mitteilte.

Dichter Qualm

Aus der Tiefgarage, in der es gebrannt hatte, quoll noch dichter Qualm, als das Feuer bereits gelöscht war. Ein elektrischer Defekt könnte den Brand verursacht haben, erklärte der Polizeieinsatzleiter. Gesichert war diese Erkenntnis am Nachmittag noch nicht. Die Münsterstraße war während des Großeinsatzes gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet,

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