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Fraktionen uneins über neue Struktur in der Stadtspitze

Umstrukturierung

Geht es nach dem Bürgermeister, wird Kämmerer Uwe Quitter neuer Erster Beigeordneter. Diesen Posten würde Horst Müller-Baß dann verlieren. Donnerstag wird abgestimmt. Es wird spannend.

Lünen

von Marc Fröhling

, 11.07.2018

Die Stadtspitze will ihre Struktur ändern – und zwar so, dass Kämmerer Uwe Quitter (SPD) neuer Erster Beigeordneter und damit zweiter Mann hinter Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) wird (wir berichteten). Quitter würde damit die Funktion erfüllen, die bislang noch Horst Müller-Baß (SPD) besetzt.

Fraktionen uneins über neue Struktur in der Stadtspitze

So soll die Struktur aussehen - wenn alle dafür stimmen.

Gleichzeitig sollen Aufgaben und Struktur innerhalb der Dezernate neu aufgeteilt und somit modernisiert werden. Am heutigen Donnerstag stimmt der Rat (öffentliche Sitzung, 17 Uhr, Rathaus) über die Änderungen ab – es könnte spannend werden.

Wer stimmt wofür?

Wie eine Umfrage unserer Redaktion ergeben hat, sind die Fraktionen von CDU, GFL, Piraten/Freie Wähler für den Umstrukturierungsvorschlag. Das wären, wenn alle anwesend sind und geschlossen abstimmen, 22 der 54 zu vergebenen Stimmen. Die Grünen kündigten an, dagegen zu stimmen, die FDP-Fraktion gab an, erst nach der Diskussion in der Ratssitzung entscheiden zu wollen.

Keine Rückmeldung gab es von den Linken.

Entscheidend wird sein, ob die SPD (22 Ratsmitglieder) für „ihren“ Beigeordneten stimmt. Ob das so sein wird, ist unklar. Die Fraktion schickte auf wiederholte Anfrage keine Stellungnahme – ohne Angabe von Gründen.

Die Lüner Jungsozialisten (Jusos) hingegen haben sich mit einer Stellungnahme schon am Sonntag hinter Horst Müller-Baß gestellt. Auch Daniel Wolski, der für die SPD im Rat sitzt, spricht sich dafür aus, dass Müller-Baß Erster Beigeordneter bleibt.


Bürgermeister wirbt für sein Modell

Der Bürgermeister jedenfalls hat in den vergangenen Tagen in den Fraktionen seine Ideen vorgestellt und für die Umstrukturierung geworben. Ob diese Bemühungen ausreichen, könnte auch davon abhängen, ob öffentlich oder geheim abgestimmt wird.

Nach Informationen dieser Redaktion wird aus Reihen der Ratsmitglieder heute Nachmittag wohl der Antrag auf geheime Abstimmung gestellt. In diesem Fall wird nicht bekannt, wer für welche Lösung gestimmt hat – und wer möglicherweise von der Fraktionslinie abweicht.

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