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SPD-Mitgliedervotum zur GroKo

Freude und Enttäuschung: So reagierte die Lüner SPD auf den Mitgliederentscheid

Lünen Die Mitglieder der Lüner SPD nahmen das Ergebnis des Mitgliedervotums am Samstag unterschiedlich auf. Zwei SPDler wollen ganz genau hinschauen, wie der Koalitionsvertrag umgesetzt wird.

Freude und Enttäuschung: So reagierte die Lüner SPD auf den Mitgliederentscheid

Schatzmeister Dietmar Nietan (l) und Olaf Scholz, stellvertretender SPD-Vorsitzender verkünden das Ergebnis des Mitgliedervotums in der SPD-Zentrale. Foto: dpa

Nach langen Diskussionen hat man sich in der SPD nun auf eine Große Koalition geeinigt – per Mitgliedervotum. Bis Samstag gaben rund 370.000 Parteimitglieder ihre Stimmen ab und stimmten zu 66 Prozent für die Bildung einer Großen Koalition mit CDU/CSU im Bundestag.

Die SPD-Mitglieder in Lünen waren nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse unterschiedlicher Meinung, was von dem „Ja“ zur GroKo zu halten ist.

Nein-Stimmer mitnehmen

Michael Thews ist Abgeordneter im Bundestag und wurde erst vergangene Woche zum stellvertretenden Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bundestag gewählt. Thews freute sich über das klare Votum und sah seinen Eindruck, dass auch im Wahlkreis die Mehrheit der Mitglieder für eine GroKo ist, bestätigt.

„Wir müssen jetzt aber natürlich auch diejenigen mitnehmen, die mit Nein gestimmt haben“, sagte Thews weiter. Den Menschen, die sich ermüdet von dem langwierigen Prozess zur Koalition zeigten, wolle Thews sagen: „Das ist Basisdemokratie – die muss man dann auch aushalten.“

Gesicht der Sozialdemokratie bewahren

Rainer Schmeltzer, SPD-Landtagsabgeordneter, zeigte sich im Gespräch mit der Redaktion eher verhalten. Er war gegen die Große Koalition, hatte im Vorfeld des Votums auch die SPD-Erklärung „No Groko NRW“ unterschrieben.

Aber: „Ich bin Demokrat, ich akzeptiere das Ergebnis“, so Schmeltzer am Sonntag. „Nun gilt es, genau zu gucken, dass der Koalitionsvertrag umgesetzt wird“, sagte er. Nur so könne die Sozialdemokratie in Deutschland ihr Gesicht bewahren.

Jusos enttäuscht


Der Auffassung ist auch Nina Kotissek, Juso-Vorsitzende in Lünen. „Wir sind zwar enttäuscht, lassen uns jetzt aber auch nicht entmutigen“, sagte sie auf Nachfrage. „Wir werden Michael Thews im Zweifel daran erinnern, sich so zu entscheiden, wie es im Vertrag festgelegt wurde.“ Sollten sich CDU und CSU nicht an den Vertrag halten, würden die Jungsozialisten auch in Erwägung ziehen, die Auflösung der Großen Koalition zu fordern.

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