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Fußball: Wegen rassistischer Beleidigung - Trio bringt BVB vor Gericht

BRAMBAUER Drei eigene A-Jugend-Fußballer haben den BV Brambauer 13/45 jetzt vor die Verbandsspruchkammer gebracht. Die drei Jugendlichen hatten sich beim Landespokalspiel gegen den NRW-Ligisten Westfalia Herne (Brambauer verlor nach Elfmeterschießen) daneben benommen. Darum wurde der Westfalenligist jetzt mit 150 Euro bestraft und muss die Kosten des Verfahrens in Höhe von 69 Euro tragen.

Fußball: Wegen rassistischer Beleidigung - Trio bringt BVB vor Gericht

Damit kam der BVB noch einmal mit einem "blauen Auge" davon. Die Kammer ermittelte in der Sportstrafsache wegen des Verdachts des unsportlichen Verhaltens nur in einem schriftlichen Verfahren. Das machte die ganze Geschichte für den BVB bedeutend günstiger. Zudem hatte dieser durch seinen Vorstand gute Vorarbeit geleistet und sich für das Verhalten seiner Fans entschuldigt.

Zum Geschehen: Die drei 17-jährigen A-Jugend-Spieler des BV Brambauer hatten den dunkelhäutigen Herner Spieler Dominik Behrend, der auch schon das Trikot von Mengede 08/20 trug, mit Worten beleidigt. Der Schiedrichterassistent hatte dies gehört, dem Schiedsrichter Kevin Music (Herten) mitgeteilt. Dieser schrieb einen Sonderbericht.

Jugendliche sahen den Fehler ein Der BVB ermittelte die drei Sünder. Der Sportliche Leiter Dankwart Ruthenbeck führte mit ihnen drei Tage später ein Gespräch. Das Trio sah sein Fehlverhalten ein und machte selbst den Vorschlag, sich in Herne bei dem Spieler persönlich zu entschuldigen.

Nachdem sich BVB-Geschäftsführer Leo Knipping bei Behrend telefonisch entschuldigt hatte, verzichtete dieser auf das persönliche Erscheinen der Jugendlichen, nahm auf diesem Weg die Entschuldigung des Trios an und wollte kein weiteres Aufhebens. Er sei schon mehrfach beleidigt worden, sagte er. Bisher habe das aber noch nie ein Verfahren nach sich gezogen.

Keine Suspendierung Der BV Brambauer wandte sich zugleich entschuldigend an Pokalspielleiter Reinhold Spohn, einem bekannten Funktionär aus Landesligazeiten, und an den Verband in Kaiserau. Knipping gab zum Geschehen eine ausführliche Stellungsnahme ab. Darin heißt es, dass der BVB-Vorstand gegenüber dem Trio nicht zum letzten Mittel, zu einem Stadionverbot und der Suspendierung vom Spielbetrieb, greife. Da es Ersttäter seien, setze man auf erzieherische Maßnahmen. Somit erhielten die drei Jungen eine letzte Bewährung mit dem Hinweis auf Stadionverbot und Ausschluss im Wiederholungsfall.

Der BVB betonte in seiner Stellungsnahme, er sei ein multikultureller Verein, "bei dem es bisher keine Verhaltensauffälligkeiten dieser Art gegeben hat".

Außerdem verlas Knipping in seiner Funktion als Stadionsprecher im nächsten Heimspiel in der Glückauf-Arena den Inhalt eines Flugblattes zu "Gemeinsam gegen Gewalt, Diskriminierung, Rassismus und Vandalismus". Außerdem wurde das Blatt verteilt - und jetzt zusammen mit dem Bericht an den Verband weitergereicht.

Ob der Verein das Trio jetzt in Regress nimmt? Damit wird sich der BVB-Vorstand in seiner nächsten Sitzung beschäftigen.

Mehr Erziehung

Platzverweise und Tadel vom Kreis gehören zum Alltagsleben, so auch beim BVB. Der Kreis forderte den Verein jetzt auf, erzieherisch auf Eltern, Betreuer und Trainer der B- und D-Mädchen einzuwirken - sonst ginge es vor die Spruchkammer.

Dort landete schon das B-Liga-Spiel BVB II gegen Gahmen. BVB-Spieler Mehmet Köse wurde bis zur Verhandlung gesperrt. Aus der BVB-Dritten wurde Mehmet Vuran, aus der B-Jugend Ibrahim Fawaz bis zum 9. November gesperrt.

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