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Internationale Hansetage

Großveranstaltung passt nicht ins Marketingkonzept

LÜNEN Lüneburg ist vom 28. Juni bis zum 1. Juli Schauplatz der 32. Internationalen Hansetage der Neuzeit. Anlass für die Lüner Politik sich (wieder einmal) mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung im Jahr 2019 in der Lippestadt zu beschäftigen. Die Tendenz: Zu teuer, zu wenig nachhaltig.

Großveranstaltung passt nicht ins Marketingkonzept

In Lüneburg laufen die Vorbereitungen für die Internationalen Hansetage auf Hochtouren. Ende Juni wird hier gefeiert.

2004 hatte Lünen seine Bewerbung für die Hansetage 2019 abgegeben, zunächst im Rahmen eines Alleingangs von Ratsmitglied Dieter God (Statt Partei), nachträglich aber auch im Konsens mit den anderen Fraktionen. Als erste Schritte zur Vorbereitung der Großveranstaltung hätten eingeleitet werden müssen, waren Verwaltungsspitze und Ältestenrat zu der Auffassung gelangt, Lünen könne sich die Hansetage 2019 nicht mehr leisten.

Im März hatte der Rat eine endgültige Absage verschoben. Absicht des Rates war es, die Hansetage in Lüneburg zu nutzen, um sich selbst ein Bild von der Großveranstaltung zu machen und dann im Herbst abschließend im Rat zu entscheiden.

Aus dieser Fahrt nach Lüneburg wird nun nichts. Kulturamtsleiter Uwe Wortmann teilte dazu mit: Interessierte Ratsmitglieder hätten mit einem Bus zum Hansetag nach Lüneburg fahren können, um sich dort zu informieren. „Wir haben dem gesamten Rat und allen Fraktionen angeboten, mit dem Bus nach Lüneburg zu fahren. Herr Dr. Laarmann (GFL) hatte sich auch angemeldet, dann aber aus Termingründen wieder abgesagt“, so Wortmann. Weil es zuletzt nur noch eine einzige Anmeldung gab, sei auf die geplante Busfahrt verzichtet worden.

Parallel dazu hat das Thema in dieser Woche die Fraktionen von SPD und CDU beschäftigt.  Eingeladen war Professor Dr. Holzmüller, der den Marketingprozess der Stadt Lünen begleitet. Der Experte betonte: Stadtmarketing müsse sich auf zentrale, nachhaltige Veranstaltungen konzentrieren, die von den Bürgern angenommen werden und das Image der Stadt auch nach außen nachhaltig verbessern. Zur Nachhaltigkeit von Veranstaltungen gehöre, dass sie regelmäßig stattfinden, innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen bekannt sind und das Alleinstellungsmerkmal regional vermarktet werden könne.

Unter diesen Voraussetzungen stellten SPD und CDU fest, dass die Hansetage als einmalige Veranstaltung nicht nachhaltig sind und dem übergeordneten Ziel des Stadtmarketings nicht gerecht würden. Ferner ist der finanzielle Aufwand mit bis zu mehreren Hunderttausend Euro für die Stadt Lünen nicht leistbar. Deshalb werden die Koalitionsfraktionen einen gemeinsamen Antrag in die Sitzung des Rates 5. Juli einbringen, die Ausrichtung der Hansetage nicht weiterzuverfolgen.  

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