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Diskussion nach Konzertabsage in Lünen

Grüne fordern Vorab-Kontrolle der Bands im Lükaz

LÜNEN Nach der Absage eines Konzerts der Band "Schuldig" im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) kommt in Lünen eine Diskussion über die Prüfung von Bands auf. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, die politische Einstellung der Künstler müssten im Vorfeld recherchiert werden. Die Stadt hält das für schwierig.

Grüne fordern Vorab-Kontrolle der Bands im Lükaz

Mit dieser Grafik verkündete das Lükaz die Absage des Konzerts.

Einen Monat vor dem geplanten Konzert der Band „Schuldig“ und einer „Böhse-Onkelz-Coverband“ im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) sagte die Stadt Lünen die Veranstaltung ab. Grund war, dass der „Schuldig“-Sänger mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wurde.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat dazu eine Anfrage an die Stadt im Jugendhilfeausschuss gestellt. „Uns geht es darum, dass es in Zukunft nicht noch mal passiert. Im Zeitalter des Internets sollte es ja nicht so schwierig sein, im Vorfeld nachzuschauen, welche Richtung Bands haben“, so Gabriele Schimanski für die Fraktion im Ausschuss am Dienstag.

"Schuldig" distanziert sich vom rechten Spektrum

Man habe, so Abteilungsleiter Thomas Stroscher, mit „Schuldig“ eine Band eingeladen, „die an sich nichts Politisches hat, allerdings wurde der Sänger mit dem rechten Spektrum in Verbindung gebracht“, habe sich davon aber distanziert. Die Band selber habe „keine Texte mit extremistischem Hintergrund“, so Stroscher weiter.

Sänger mit Nazi-Vergangenheit

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Klar sei aber, dass extremistisches Gedankengut, egal ob von rechts, links oder religiöser Fanatismus, nichts bei Veranstaltungen im Lükaz zu suchen habe. Allerdings, so Stroscher weiter: „Wir können nicht alle Musiker vorher durchleuchten und es ist auch die Frage, ob es uns zusteht, das zu überprüfen.“

Die Notbremse ziehen

Wenn man von Seiten des Lükaz und der Verwaltung allerdings mitbekomme, dass jemand aus dem extremen Bereich eingeladen wurde, dann „müssen wir die Notbremse ziehen“. So wie in dem fraglichen Fall, als man einen Monat vor dem geplanten Termin das Konzert abgesagt habe.

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Gabriele Schimanski schlug vor, dass man „unter Umständen auch Menschen aus dem Aktionskreis gegen Rechtsextremismus in die Recherchen einbezieht“. Das ginge nicht, meinte Stroscher und erklärte, man sei „immer offen für Infos. Unser Auftrag kann nicht sein, Menschen mit extremer Gesinnung ein Forum zu geben.“ Es sei immer ein „Tanz auf der Rasierklinge, wobei wir immer auch für Anregungen dankbar sind“. 

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