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Dachstuhl stand in Flammen

Haus in Lünen nach Brand monatelang unbewohnbar

LÜNEN Nach dem Dachstuhlbrand an der Straße Hülshof suchen die Ermittler weiter nach der Brandursache. Der Vermieter kümmert sich unterdessen um Ausweichwohnungen für die Bewohner. Denn bis der Schaden am Gebäude behoben ist, wird es dauern.

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Die Feuerwehr Lünen musste zum Hülsweg ausrücken.

Die Feuerwehr Lünen musste zum Hülsweg ausrücken.

Update Mittwoch, 24. Juni, 14:39 Uhr: Hunderte Liter Wasser hat die Feuerwehr am Dienstag in ein Haus an der Straße Hülshof gepumpt – dort brannte der Dachstuhl lichterloh. Die Ermittler der Polizei suchen weiter nach der Brandursache, Vermieter Vivawest kümmert sich unterdessen um die  Mieter.

Und dabei ginge es gut voran, berichtet Vivawest-Sprecherin Marie Mense. „Von den fünf Mietparteien haben wir schon für drei eine Ausweichswohnung gefunden“, berichtet sie. Auch mit den anderen beiden liefen die Gespräche. Ein 56-jähriger Mann hatte die Nacht im Krankenhaus verbringen müssen, wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung. Er werde aber voraussichtlich noch am Mittwoch entlassen, berichtet Mense.

Die Ausweichwohnungen könnten zur neuen Heimat der Mieter werden. Momentan laufe zwar noch die Schadensaufnahme, berichtet Mense. Es werde aber sicher sechs bis acht Monate dauern, das Gebäude wieder instand zu setzen. Nur das Nötigste konnten die Mieter am Dienstagabend unter Begleitung der Feuerwehr noch aus dem Gebäude holen, die Caritas hat ihnen direkt Unterstützung – etwa die Versorgung mit Kleidern - versprochen.

Wie es zu dem Dachstuhlbrand kam, ist weiter unklar. Wie Polizei-Sprecher Kim-Ben Freigang erklärt, laufen die Ermittlungen derzeit noch.

Erste Meldung, Dienstag, 23. Juni: Die Feuerwehr rettete einen 56-Jährigen aus dem Gebäude. Sie musste vom Notarzt wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Fünf weitere Anwohner waren bereits von der Polizei ins Freie geführt worden. Das Haus hat fünf Wohnungen und gehört der Wohnungsgesellschaft Vivawest. Nach dem Brand ist es nicht mehr bewohnbar. Wie Rainer Ashoff, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr, mitteilte, können die betroffenen Mieter derweil anderweitig unterkommen.

Weitere Glutnester steckten unter den Dachpfannen

Um 14.28 Uhr lief bei der Feuerwehr der Alarm auf. Die Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge Lünen-Mitte, Horstmar, Nordlünen-Alstedde und Wethmar rückten aus. Nachbarschaftliche Hilfe bekamen sie von der Feuerwehr Bergkamen. In der Spitze waren 76 Einsatzkräfte damit beschäftigt, der Flammen Herr zu werden.

Sechs Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand. Gelöscht wurde mit vier Strahlrohren. Auch über Teleskopmast und Drehleiter gingen die Feuerwehrleute gegen die Flammen vor. Da unter den Dachpfannen weitere Glutnester vermutet wurden, wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt. Die Feuerwehr deckte einen Teil der ohnehin zerstörten Dachpfannen ab, um die Brandherde zu löschen. Einige Flammen hatten auch das Dach des Nachbarhauses erreicht.

Brandursache und Schaden noch unklar

Ein Großteil der Straße Hülshof war von der Polizei während der Löscharbeiten gesperrt worden. Drei Rettungswagen, zwei Notarztfahrzeuge und der Leitende Notarzt waren vor Ort.

Zu Brandursache und Schadenshöhe konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen.

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