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Daran sterben die Lüner

Herzkrankheiten sind Todesursache Nummer 1

Lünen Wenn in Lünen Menschen sterben, sind meistens Herzprobleme die Ursache. Das zeigt eine Auswertung der Totenscheine. Nur: Wie häufig die Angaben dort überhaupt stimmen, ist unklar. Eine Übersicht.

Aus den Daten lassen sich interessante Entwicklungen ableiten: Zum Beispiel unter dem Punkt „Krankheiten des Atmungssystems“. Dazu gehöre laut Dr. Michael Funke, Vorsitzender des Lüner Ärztevereins und selbst Hausarzt, auch die COPD, also die chronisch obstruktive Lungenkrankheit. Die Zahlen steigen. 2006 wurde das Atmungssystem noch 76 Mal als Todesursache angegeben, 2015 waren es dann 104 Fälle. „An diesen Krankheiten leiden und sterben meist Raucher, aber auch der Feinstaub des Straßenverkehrs spielt eine Rolle“, erklärt Funke. Dass die Zahl der Menschen mit Atem-Problemen steigt, sehe man auch daran, dass immer häufiger Inhalier-Sprays verordnet würden.

Das Problem mit den Daten

Bei der Statistik ist allerdings insgesamt Vorsicht geboten: Bei jedem Sterbefall, erklärt Funke, müsse ein Arzt den Tod feststellen, eine Leichenschau machen und eine Todesbescheinigung ausstellen. „In dieser Bescheinigung steht dann im vertraulichen Teil auch eine Verdachtsdiagnose.“ Wenn ein Patient zum Beispiel im Krankenhaus liegt, am EKG angeschlossen ist, dann einen Herzinfarkt hat und stirbt, sei die Diagnose relativ einfach.

Wird der Arzt vormittags gerufen, weil ein Mensch abends eingeschlafen aber morgens nicht mehr aufgewacht ist, ist die Diagnose ungleich schwieriger. Es habe, erzählt Funke, mal eine Untersuchung gegeben, bei der Obduktionen durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden dann mit den Verdachtsdiagnosen der Ärzte verglichen. Die Übereinstimmung lag nur bei ungefähr der Hälfte. Das zeigt: Die Daten geben zwar einen Eindruck von den tatsächlichen Verhältnissen, können die Realität aber wohl nicht vollständig abbilden.

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