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50 Jahre Fachabteilung für Anästhesie am Klinikum Lünen

High-Tech überwacht Narkosen

Lünen Ob kleine Eingriffe oder hochkomplexe Operationen, ohne Narkose wären sie nicht möglich. Dafür sorgt seit 50 Jahren die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizinen des Klinikums Lünen. Die Ärzte geben Narkosen nicht nur in den sieben OP-Sälen, sie arbeiten als Notfallmediziner des Rettungshubschraubers auch mitten auf der Autobahn.

High-Tech überwacht Narkosen

High-Tech prägt den Arbeitsplatz eines Anästhesisten: Leitender Oberarzt Eduard Mathejka (M.) und Funktionsoberärztin Dr. Sandra Löser bei der Arbeit im OP. Foto: Klinikum Lünen

Dass Patienten kleine oder hochkomplexe Eingriffe schmerzfrei und schlafend durchstehen, verdanken sie den Anästhesisten. Seit 50 Jahren gibt es am Klinikum Lünen die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die Fachabteilung hat sich rasant entwickelt.

Rasante Entwicklung

Seit den 70er Jahren ist die Anästhesiologie ein eigenes Fachgebiet der Medizin und inzwischen hochkomplex. „Die Entwicklung ist zu vergleichen mit der beim Auto oder Telefon“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Wolfram Wilhelm. Heute werden per Monitor Herz, Kreislauf und Atmung kontinuierlich überwacht und gesteuert. Die Narkosetiefe wird gemessen, während der Patient auf dem gewärmten OP-Tisch liegt. Diese Verfahren zur exakten Dosierung führte Wilhelm in Lünen ein.

Wie sehr sich alles verändert hat, wird auch anhand der Bilder sichtbar:

Anästhesie im Wandel der Zeit

Ein Blick in den Operationssaal um 1965.
Der erste Chefarzt der Anästhesiologie, Dr. Otto Dietzel, bei der Anästhesieeinleitung. Das Foto entstand 1970.
Chefarzt Dr. Albert Vollmar an seinem Arbeitsplatz im OP. Das Foto entstand 1985.
Ein Blick in den neurochirurgischen OP, wo unter dem Mikroskop operiert wird. Auch das ist der Arbeitsplatz der Anästhesisten.
Die Vielseitigkeit in der Anästhesie fasziniert Chefarzt Prof. Wolfram Wilhelm (v.r.), Assistenzärztin Lisa Riemer und Funktionsoberarzt Dr. Mario Wachowiak.
Leitender Oberarzt Eduard Mathejka (M.) und Funktionsoberärztin Dr. Sandra Löser bei der Arbeit im OP.
Die moderne Anästhesie ist kein Vergleich mehr zu den Anfängen, als 1968 Dr. Otto Dietzel als Spezialist für Narkosen ans Lüner Krankenhaus kam und die Fachabteilung einrichtete. Bis dahin hatten einzelne Ärzte, unterstützt von Ordensschwester Gudila, Narkosen durchgeführt.

Neue Narkoseverfahren

Dietzel kam von der Universitätsklinik Erlangen. Zu der Zeit wurden neue Narkoseverfahren und die Intensivmedizin entwickelt, die Zahl der Narkosepatienten stieg. Der Blutdruck wurde noch von Hand gemessen. Doch Dietzel kannte sich bereits mit dem Beatmungsschlauch (Intubation) aus. So konnten auch größere Operationen durchgeführt werden.

Auf der Höhe der Zeit

Dass das Krankenhaus mit der neuen Abteilung auf der Höhe der damaligen Zeit war, schilderte Wilhelm während eines Symposiums anlässlich des Jubiläums im Hansesaal. An der Uniklinik Hamburg sei beispielsweise erst fünf Jahre vorher ein Lehrstuhl für Anästhesiologie eingerichtet worden.

1983 folgte Chefarzt Dr. Albert Vollmar, der die Anästhesie zu einer großen Abteilung weiterentwickelte. Die hoch spezialisierte Neurochirurgie stellte besondere Anforderungen. In seiner Ära entstand 1989 die Fachschule für Intensivpflege und Anästhesie.

10.000 Narkosen pro Jahr

Seit 2003 leitet Wolfram Wilhelm die Abteilung, die 10.000 Narkosen jährlich durchführt. Die Klinik versorgt zudem schwerstkranke Patienten auf der Intensivstation. Die Entwicklung geht weiter. Wohin, das erläuterten Experten beim Symposium. Themen waren Leitlinien der Anästhesie in der Geburtshilfe und die Frage, ob bei der Intubation künftig Videotechnik zum Einsatz kommt.

  • In der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sind rund um die Uhr mehr als 40 Ärzte tätig.
  • Sie sind für die gesamte Narkose-Versorgung im Klinikum zuständig.
  • Die Ärzte arbeiten im OP und auf der Intensivstation. Sie sind zudem im Kreißsaal, im Schockraum, beim CT, bei der Notfallangiographie und in weiteren Klinikbereichen tätig.
  • Als Notfallmediziner besetzen sie den Rettungshubschrauber Christoph 8, den Intensivtransporter und teilweise den Notarztwagen in Lünen und auch in Werne. Außerdem beteiligen sie sich am Leitenden Notarzt-Dienst.
  • Regelmäßige Schulungen werden am Anästhesie-Simulator und am Baby-Simulator durchgeführt.

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