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Jugendgewalt unter der Lupe

LÜNEN Frühwarnsysteme an Schulen gegen Amokläufe können und wollen sie nicht installieren – aber das Projekt „Gewaltprävention an Schulen“ soll dennoch ein Beitrag dazu sein, sich mit dem Thema „Gewalt“ von Kindern und Jugendlichen untereinander zu beschäftigen.

Jugendgewalt unter der Lupe

Die Projektteilnehmer stellten heute ihre Pläne im Rathaus vor. Dabei waren auch Horst Kepper von der Fachhochschule (st. 2.v.l.) und Thomas Stroscher (st.l.) vom Fachbereich Kinder, Jugend, Familie.

Das Projekt, das auch der Kontaktanbahnung zur mobilen Jugendarbeit dient, wird von jeweils fünf Stadtinspektoranwärtern und Kommissaranwärtern durchgeführt, die an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Dortmund studieren. In dieser Woche sind jeweils zwei von ihnen in 23 Lüner Schulen unterwegs, um dort in den ausgewählten Klassen Fragebögen zu verteilen und auch Erläuterungen dazu zu geben.

Fragebögen im Internet

Auch im Internet kann man die Fragebögen ausfüllen – alles natürlich anonym. Ende Januar sollen die Ergebnisse der Schülerbefragung vorliegen und dann auch Jugendhilfeausschuss und Sicherheitsforum vorgestellt werden. Ziel ist es, eine Regionalanalyse zum Thema Gewalt unter Jugendlichen zu erstellen.

Detailliertes Bild bekommen

Ziel des Projekts ist ein sehr detailliertes Bild von Gewalterlebnissen zu erhalten, die Kinder und Jugendliche untereinander hatten, ob in der Schule oder in der Freizeit“, so Laura Kappel von der Projektgruppe. Mit der Fragebogen-Aktion will man möglichst Schulen in allen Stadtteilen erreichen. Die Studenten werden eine Regionalanalyse erstellen. „Dabei spielen auch mögliche Folgen der Schließung der Jugendzentren und stadtteilspezifische Eigenheiten eine Rolle“, so Koordinatorin Claudia Maier.

        Kontakt zu Streetworkern aufgenommen

Die Studenten haben bereits Kontakt zu den Streetworkern des Fachbereichs Jugend aufgenommen, um sich ein Bild über die mobile Jugendarbeit machen zu können. Auch Kontakte zu den Jucops der Polizei sind geplant. Neben der Definition von Gewalt, die bei Kindern und Jugendlichen unterschiedlich zu der von Erwachsenen sein kann, will man auch etwas über die Wünsche an die Stadt erfahren. Thomas Stroscher vom Fachbereich Jugend hält die Aktion für wichtig, um Verständnis für die Lebenswelten der Jugend zu wecken. „Sicher kann so etwas keine Amokläufe verhindern“, warnt er vor allzu großen Erwartungen. Aber in jedem Fall könne das Projekt zu einer Diskussion in der Stadt beitragen.

Schulen werden besucht

In dieser Woche besuchen die Projektteilnehmer jeweils zu zweit zehn Grundschulen, alle drei Hauptschulen, beide Gesamtschulen, beide Gymnasien, alle drei Realschulen, die zwei Förderschulen und das Lippe Berufskolleg mit den Fragebögen.  K Die Fragebögen sollen von 1300 Schülern aus den Klassen 4, 5, 7, 9 und 11 ausgefüllt werden.  Außerdem besteht bis Ende des Jahres für Jugendliche, die in der Schule keinen Fragebogen bekommen haben, die Möglichkeit im Internet die Fragen zu beantworten. Dort gibt es auch ein Forum zum Thema Gewaltprävention, in dem die Jugendlichen mit diskutieren können.

 

  

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