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Stück "Imagine this"

Junge Lünerin steht auf der großen Musical-Bühne

LÜNEN Die zwölfjährige Melsia aus Lünen spielt in dem Musical "Imagine this" in Münster die Hauptrolle. Der Redaktion hat die Nachwuchsschauspielerin verraten, wie sie ihren "Job" mit der Schule unter einen Hut bringt und warum sie sich nicht als Kinderstar sehen möchte.

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Melisa Altai bei der Probe zu dem Musical "Imagine this".

Die Darstellerin Katharina Kleber holte die 12-jährige Lünerin Melisa Altai auf die Bühne des Freien Musical Ensembles Münster.

Zwölf mal zwölf Meter misst das Warschauer Getto. Einen Meter fünfundvierzig misst die Hoffnung: die zwölfjährige Melisa Altai. Die Heinrich-Bußmann-Schülerin ist eine Hauptdarstellerin in dem Musical „Imagine this“ des Freien Musical-Ensembles Münster.

Das Musical geht auf einer 24 Quadratmeter großen Bühne der Frage nach Widerstand, Mut und Hoffnung im Warschauer Getto nach. Melisa Altai spielt in dem 60-köpfigen Ensemble die Hoffnung. Sie ist Lea, die Tochter einer jüdischen Theaterfamilie, die durch ihren Mut und Hoffnungsglauben der internierten Familie Warshowsky Stärke und Glück gibt. Das Münsteraner Ensemble spielt ein Stück des israelischen Komponisten Shuki Levy, das 2008 in London uraufgeführt wurde.

Melisa überzeugte beim Casting

Auf der Suche nach einer Darstellerin stießen die Schauspielerin Katharina Kleber vom Freien Musical-Ensemble Münster und ihre Mutter, die Schulleiterin der Heinrich-Bußmann-Schule, Ulrike Kleber, auf die zwölfjährige Melisa. Die junge Lünerin überzeugte beim anschließenden Casting und bekam die Rolle. Dann begannen die Vorbereitungen für die kleine Hauptdarstellerin. Mehrmals wöchentlich geht es nun nach der Schule zu Gesangs- und Schauspielproben nach Münster.

"Die anderen sind überhaupt nicht neidisch"

Damit die schulischen Leistungen nicht beeinträchtigt werden, wird die Nachwuchs-Schauspielerin von der Schule unterstützt – mit Erfolg: Die Sechstklässlerin bringt Bühne und Büffeln bisher gut unter einen Hut. Besonders freut sie sich, Rückhalt in ihrer Klasse zu finden. „Die anderen sind überhaupt nicht neidisch, sondern freuen sich mit mir“, sagt Melisa.

„Melisas großes Gerechtigkeitsbewusstsein und ihr Mut, sich dafür einzusetzen, helfen ihr, sich in die Rolle einzufinden und sie zu verstehen“, meint Ulrike Kleber. „Die Chance, dort mitzumachen, bringt sie vielleicht auch weiter. So hat die Schule auch die Möglichkeit, Talente zu fördern.“

Lünerin will kein Kinderstar sein

Das Interesse der Schülerin gilt der gesamten Theaterproduktion, bis zu den Bereichen hinter der Bühne. „Melisa sieht sich als Teil des Ensembles und nicht als Kinderstar, das macht sie wirklich toll“, erzählt Katharina Kleber. Das Lernen der Texte und Lieder fällt der Zwölfjährigen nicht schwer, ihre Passagen übt sie mit Katharina Kleber ein. Schwierig hingegen sei es, sich immer in die Rollen einzufinden, sagt Melisa.  „Das Schönste ist“, sagt Melisa, „dass man weiß, dass das alles gar nicht echt ist“.

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