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Kaum Chancen für behindertengerechten Preußenbahnhof

HORSTMAR Guten Mutes zeigte sich heute Baudezernent Jürgen Evert, dass das Straßennetz im Umfeld des Preußenbahnhofs vor Inbetriebnahme des Autobahn-Vollanschlusses an die A 2 gebaut wird.

Kaum Chancen für behindertengerechten Preußenbahnhof

Baudezernent Jürgen Evert (2.v.r.) diskutierte mit den Sozialdemokraten auf dem Bahnsteig am Preußenbahnhof über die Möglichkeiten eines behindertengerechten Zugangs.

Weniger realistisch, so seine Einschätzung beim Ortstermin am Bahnhof, die Hoffnung auf einen behindertengerechten Aufgang zu den Gleisen. Dies sei Angelegenheit der Bahn.

SPD-Ortstermin

Der Beigeordnete folgte einer Einladung der SPD-Ortsvereine aus dem südöstlichen Stadtbereich, denen er den Stand der Dinge zum „Nordtunnel“ vorstellte: Die Verkehrsbelastung, so erläuterte Evert, werde nach der Prognose von derzeit 13 000 Fahrzeugen in 24 Stunden auf der Bebel- und Preußenstraße um ca. 3000 bis 4000 am Tag zunehmen. Abgewickelt wird er in zwei Kreisverkehren: auf der Preußenstraße/An der Kohlenbahn; nach Untertunnelung der Bahnlinie mündet die Querverbindung zwischen Preußen- und Bebelstraße unweit des Leezenpatts auf die Bebelstraße.

Hoher Grundwasserstand

Wegen des hohen Grundwasserstandes wird die einschließlich der Sicherheitsstreifen neun Meter breite Straße in einem Trog geführt. Die lichte Höhe des Tunnels beträgt 4,71 Meter – gegenüber 3,80 m im „Nadelöhr“, das in der bisherigen Form erhalten bleiben soll. Während die Fahrbahn im Trog verschwindet, werden Radfahrer und Fußgänger oberhalb der Straße geführt. Der Bau der neuen Straße zieht nicht nur Schallschutzmaßnahmen zur Bebauung An der Kohlenbahn nach sich, sondern auch 80 zusätzliche Stellplätze auf der Park & Ride-Anlage sowie die Verlegung der Ein-/Ausfahrt Preußenstraße direkt gegenüber der Hirschberger Straße.

9 Millionen Euro

Die Lage der Gleise ermöglicht nur einen zwei Meter breiten Treppenaufgang zum Bahnsteig; er befindet sich etwa in der Mitte des Trogs. Ins laufende B-Plan-Verfahren, so regte Jürgen Heidenreich an, solle der Bahnsteigzugang mittels einer Rampe eingebracht werden. Ob dies die Statik des Bahnsteigs zulasse, da hatte der Baudezernent Zweifel. Der Alternativvorschlag: Schließung eines Bahnsteigaufgangs im Gebäude und Einbau eines Aufzugs. Die Kosten für die neue Straße bezifferte Jürgen Evert mit 9 Mio. Euro, die zu 80 % förderfähig sind.

Baubeginn Mitte 2009

Mitte 2009, so hofft der Beigeordnete, soll mit dem Straßenbau im Umfeld des Bahnhofs begonnen werden; Dauer ca. 2½ Jahre, 2010, so rechnet er, könnte der Vollanschluss in Angriff genommen werden; Bauzeit: 1 Jahr.

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