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Kinofest: Doppelte Premiere

LÜNEN Doppelte Premiere für das Team des Eröffnungsfilms „Wir sagen Du! Schatz“ – sie feierten am Donnerstagabend in Lünen den Kinostart ihres modernen Märchens und waren zum ersten Mal überhaupt beim Kinofest in Lünen dabei.

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Hauptdarstellerin Nina Kronjäger beim Signieren am Stand unserer Zeitung.

Schauspieler Samuel Fintzi (l.) und Regisseur Marc Meyer beim Eintrag ins Gästebuch.

„Thomas Heinze hat mir sehr viel vom Lüner Kinofest erzählt“, so Schauspielerin Nina Kronjäger. „Ich war schon mal in Emden beim Filmfest, da war es ähnlich – das Publikum feierte begeistert, wenn es einen Film mochte,“ zog die bekannte Darstellerin Vergleiche. Lange feiern konnte sie am Donnerstag leider nicht, denn schon heute morgen musste sie nach Frankfurt, zum Synchronisieren.

"Ich hätte gern noch mehr mitbekommen"

„Ich hätte gern noch mehr mitbekommen, der Termin fürs Synchronisieren stand schon lange fest.“ Eigentlich sollte „Wir sagen Du! Schatz“ schon bei der Berlinale im Februar laufen, doch nun ist das Team um Regisseur Marc Meyer froh, dass der Kinostart erst am 15.11. war. Nina Kronjäger: „Im Februar haben die Leute keine Lust mehr auf Weihnachten, da passt der Film jetzt doch viel besser.“ Denn Meyers Geschichte hat schließlich so einiges mit Weihnachten zu tun, wurde auch zum Teil im vergangenen Dezember gedreht. Dann schnappte sich Nina Kronjäger den Filzstift und signierte das Filmplakat und 15 Kinofest-Plakate am Stand unserer Zeitung, die von den RN-Mitarbeiterinnen Sarah, Solveig und Doro in den nächsten Tagen verlost werden.

"Wir sagenDu! Lünen"

„Wir sagen Du! Lünen“ schrieb Schauspieler Samuel Fintzi ins Gästebuch der Stadt.In Anlehnung an den Eröffnungsfilm „Wir sagen Du! Schatz“, der am Donnerstagabend vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. „Der Regisseur hat mir das Drehbuch angeboten, und da es brillant geschrieben war, hab‘ ich sofort zugesagt“, erzählte Fintzi im Kinofoyer. Er steckt gerade in den Proben für „Anatomie Titus Fall of Rome“ von Heiner Müller im Deutschen Theater Berlin, das Ende November Premiere hat. „Im September hab‘ ich einen weiteren Film abgedreht.“ Von Lünen hatte er schon gehört, dass hier „ein sehr schönes, sehr offenes  ublikumsfestival“ gefeiert würde.

Debutfilm

Regisseur Marc Meyer, dessen Debutfilm am Donnerstag mit leider nur wenigen Kopien startete, hat eine „Schwäche für moderne Märchen, denn das Kino braucht das.“ Wie er auf die Idee zur Geschichte über Oliver kam, der sich „seine“ Familie einfach zusammen entführt? „Ich bin gerade so in dem Alter, in dem man sich Gedanken über Familie macht und lebe im Bezirk Prenzlauer Berg, wo es fast nur junge Familien gibt. Da fragt man sich, wer ist glücklicher – die Familien oder die, die alleine leben.“ Da er darauf keine rechte Antwort fand und die menschliche Gemeinschaft an sich für eine „Zwangsgemeinschaft“ hält, entstand die Geschichte.

Mundpropaganda wichtig

„Wir hoffen, dass der Film durch Mundpropaganda so gut läuft, dass wir noch nachlegen können“, so Meyer. Nach der zweiten Lüner Vorstellung gestern (im Rahmen des Lüdia-Wettbewerbs) fuhr das Ensemble nach Münster, um den Film dort vorzustellen. Heute sind Meyer und die Schauspieler dann in Dresden. „Und Sonntag bin ich wieder in Berlin.“

Schnell ausverkauft

Dass auch die zweite Vorstellung  schon am Donnerstag ausverkauft war, begeisterte den jungen Regisseur sehr. Und auch von der Atmosphäre beim Kinofest-Auftakt war er beeindruckt: „Ich bin zum ersten Mal in Lünen, und es brummt.“ Da war auch die Müdigkeit vergessen – denn der Film hatte am Mittwochabend seine Berlin-Premiere und die wurde ausgiebig gefeiert: „Bis sechs Uhr morgens.“

Projekte

Mit „Wir sagen Du! Schatz“ ist Meyers Filmkarriere natürlich noch nicht beendet. „Da sind verschiedene Projekte in der Entwicklung. Wie es weitergeht, hängt auch ein bisschen davon ab, wie ich mich fühle, wenn alles vorbei ist mit der Vermarktung des Films.“

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