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Kölle Alarm

BRAMBAUER Wie weit ist das Kölner Georg-Büchner-Gymnasium von der Achenbachschule entfernt? Droht auch an Lüner Schulen, was in Köln an Gefahr aufblitzte? Wir interviewten den Leiter der Achenbach-Hauptschule, Bernd Seidler.

Kölle Alarm

Gestellt, aber nahe an der Realität. Schulleiter bernd Seidler muss sich der (hier gespielten) Aggressivität von Ibrahim Abut (l.) und Ilir Bajrami.

Erfurt. Emsdetten. Köln. Brambauer?Seidler: Ganz sicher sind solche Vorkommnisse nirgends auszuschließen.

Angst?Seidler: Wenn ich die hätte, wäre ich hier nicht mehr der Richtige. Natürlich spricht man unter Kollegen darüber. Das war auch bei Erfurt so. Wir haben hin und her überlegt, was kann man tun? Prophylaktisch meine ich. Aber es ist unrealistisch zu meinen, es gebe einen absoluten Schutz.

Kommt Köln in den Unterricht?Seidler: Es ist schwierig, damit umzugehen. Die Wirkungen können unterschiedlich sein. Auf der einen Seite will man keine schlafenden Hunde wecken, andererseits ist es müßig, zu fragen, ob man diesem oder jenem Schüler so eine Tat ernsthaft zutrauen würde.

Wir reden aber hier nicht über Problem-Aussitzen oder? Motto: Plätzchen raus und Tee trinken?Seidler: Natürlich nicht.

Was wird denn gemacht?Seidler: Wir haben im Kollegium klare Direktiven aufgestellt. Ein Beispiel: Alle Klassenräume haben innen und außen angebrachte Nummern. So kann man im Ernstfall über Handy aus einem zugesperrten Klassenraum Polizei oder Feuerwehr verständigen. Aber wichtiger ist immer der respektvolle Umgang miteinander. Das Gespräch. Das Frühwarnsystem muss intakt sein. Keiner darf sich als Versager oder ausgegrenzt fühlen.

Das Land reagiert auf Köln mit so genannten "Notfallordnern" für Schulen? Tolle Idee?Seidler: Ich weiß nicht. Ich staune immer, wie schnell die Politik neue Konzepte aus der Schublade ziehen kann.

Um den Ruf von Hauptschulen reißt sich niemand. Rheinland-Pfalz will sie ganz abschaffen. Fühlen Sie sich angemacht?Seidler: Angemacht? Ach was. Ich finde, die Hauptschule hat sich in 40 Jahren einen festen Platz in der Schullandschaft erworben. Mittlerweile ist es so, dass Eltern Wert darauf legen, ihren Kindern die bestmögliche Schulausbildung zu ermöglichen. Aber machen wir uns nichts vor, die Hauptschule steht da am unteren Ende.

Haben Hauptschüler berufliche Perspektiven?Seidler: Ja, auf jeden Fall.

Wie viele Abgänger des letzten Jahres haben eine Ausbildungsstelle gefunden? Seidler: Von 40 Abgängern vielleicht 20 Prozent.

Das nennen Sie viel?Seidler: Das sage ich ja gar nicht, aber man muss auch sehen, wie wir uns mit Langzeitpraktika und Kooperationen mit außerschulischen Institutionen bemühen, diese Quote zu heben.

Sie sind seit 1987 Leiter der Schule, 63 Jahre alt und werden im nächsten Jahr pensioniert. Was sagen Sie dann, Glückwunsch, alter Junge oder Beileid?Seidler: Sagen wir so, es ist auch eine Menge Vorfreude mit dabei. Doch.

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