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Kredit erleichtert Weg zum neuen Pass

LÜNEN Personen, die bisher als ausreisepflichtig galten, nunmehr aber unter bestimmten Voraussetzungen ein Bleiberecht erhalten können, müssen u.a. einen gültigen Nationalpass vorlegen.

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Brigitte Wildoer.

Günter Klencz.

Weil die Passbeschaffung aber für viele finanziell kaum leistbar ist, stellt die Stadt Lünen dem Betreuungsdienst der Caritas einen Fonds mit 15 000 Euro zur Verfügung.

"Daraus sollen auf Kreditbasis die Passgebühren den Personen vorgestreckt werden, die finanzielle Hürden bei der Passbeschaffung nicht allein bewältigen können". erläutert der zuständige Erste Beigeordnete Günter Klencz (Foto 1). Je nach Land können diese Kosten nach Angaben des Flüchtlingsrates NRW bis zu 400 Euro betragen.

Die Kommunen sind aber laut Gerichtsentscheid nicht verpflichtet, die Passgebühren aus Sozialhilfemitteln zu übernehmen.

Der Fonds, den die Stadt eingerichtet hat, ist eine freiwillige Leistung. "Wir sehen das Problem der Betroffenen und dieser Fonds ist ein Beitrag zur Integration der Menschen, die schon lange Jahre hier leben", so Klencz.

Der Pass bedeutet für viele bisher ausreisepflichtige Menschen das Bleiberecht. Das wiederum ist die Voraussetzung, um hier zu arbeiten und seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

"Natürlich erwartet die Stadt, dass die Betroffenen dann durch die Möglichkeit der Arbeitsaufnahme und der dann eventuellen völligen selbstständigen Versorgung die Sozialkassen entlasten und auch den zinslosen Kredit zurückzahlen," so Klencz.

Betroffen sind im Moment ca. 50 bis 80 Personen, erläutert Brigitte Wildoer (Foto 2), Leiterin des zuständigen Fachbereiches Bürgerservice und Soziales.

"Wenn sich noch weitere Organisationen unterstützend in diesen Fonds einbringen, kann hier vielen Personen geholfen werden, den begehrten Aufenthaltstitel zu erlangen", appelliert Günter Klencz. 

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