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Profilschule

Künstler gestalten mit Schülern Holzskulpturen

LÜNEN Heft und Bleistift haben Schüler der Profilschule Brambauer jetzt mit Schnitzeisen und Holzklötzen vertauscht. Für die Klassen 9 a und 9 b gibt es derzeit Untericht der etwas anderen Art.

Künstler gestalten mit Schülern Holzskulpturen

Ein schon fertiges Ergebnis des Projekts sind diese Figuren im Schulgebäude, die nach Fotovorlagen ausgesägt wurden.

Holzskulpturen der Profilschule Brambauer

Emre (r.) und Hüseyin sind fleißig bei der Sache. Künstlerin Catharina Wagner gibt Tipps.
Kunstlehrerin Jutta Keller arbeitet mit Dilara (M.) und Kübra. Ein Foto der 16-jährigen Kübra dient als Vorlage für die Figur.
Ein schon fertiges Ergebnis des Projekts sind diese Figuren im Schulgebäude, die nach Fotovorlagen ausgesägt wurden.
Kleine Pause fürs Gruppenbild: 14 Schülerinnen und Schüler aus der Kunstgruppe der 9. Klassen arbeiten an den Holzskulpturen.
In ein Kunstatelier unter freiem Himmel hat sich ein Teil der ProfilSchule verwandelt.

Die Schläge der Klüpfel hallen weit über den Schulhof. Mit diesem Werkzeug treiben Jugendliche Schnitzeisen ins Holz. Spannendes tut sich an der Profilschule.

Mit dem Künstlerehepaar Catharina und Dieter Wagner gestalten 14 Schüler aus der Kunstgruppe der Klassen 9 a und 9 b lebensgroße Skulpturen. Hofgäste heißen sie, denn wenn die Skulpturen in einigen Wochen fertig gearbeitet und farbig bemalt sind, sollen sie ihren endgültigen Platz an einer Gebäudefassade finden, die man vom Schulhof aus im Blick hat.  „Das macht richtig viel Spaß“, meint die 16-jährige Kübra, die mit Dilara (15) an einer Skulptur werkelt. Ein paar Schritte weiter bilden Emre (16) und Hüseyin (18) ein Team. „Es macht Spaß, aber es ist anstrengend. Ich würde es nicht beruflich machen“, sagt Hüseyin. Emre staunt, wie schnell aus einem Stück Eichenholz eine Skulptur mit Armen, Beinen und Kopf geworden ist.  

Vom Fortschritt, den die Schüler machen, sind auch Catharina und Dieter Wagner angetan. Denn erst am vergangenen Montag hat man begonnen. Alle sind fleißig bei der Sache.  

Das Künstlerehepaar hat das gesamte Material besorgt und arbeitet jetzt Tag für Tag mit den Schülern, gibt Hinweise und Hilfestellung. Auch Kunstlehrerin Jutta Keller greift zum Werkzeug, sieht sich selbst in diesem Fall eher als Lernende denn als Lehrende. „Für mich ist es eine Super-Fortbildung, das ist toll.“  

Was die jungen Leute künstlerisch und handwerklich fordert, soll Konzentration und Selbstbewusstsein fördern, den Schülerinnen und Schülern helfen, Stärken zu entdecken, von denen sie vielleicht gar nichts ahnten. Die 4600 Euro für das Kunstprojekt stammen aus dem Programm „Wir stärken weiter“, mit dem die Stadt benachteiligte Jugendliche unterstützt, finanziert zu großen Teilen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket.

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