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Skurrile Aktion

Künstler jagen Robben am Cappenbeger See

LÜNEN Mit Pfeil und Bogen, mit Harpunen und Ködern hat sich eine Gruppe Lüner Künstler auf die Jagd begeben. Das Ziel war die "südmünsterländische Beutelrobbe". Dass es die gar nicht gibt, schmälerte den Erfolg der Aktion nicht im Geringsten.

Künstler jagen Robben am Cappenbeger See

Leider nur in kleiner Besetzung gingen die Mitglieder der Künstlergruppe "offene Ateliers Lünen auf die "Jagd" nach der südmünsterländischen Beutelrobbe.

Rückblende: Vor einem Jahr hatte die Künstlergruppe eine 300-jährige Tradition mit der Robben-Jagd wieder aufleben lassen. Sie hatte die Beutelrobbe angeblich in einem Eisloch am Cappenberger See gesichtet, sie aber nicht fangen konnte.  Dieses Mal sollte es klappen. Um die menschenscheue Robbe nicht zu erschrecken, tarnten sich die Künstler am Samstag als „Eisbären“ – mit weißen Bademänteln, weißen Overalls und schwarzen Nasen.  

Das Problem: Es war fast keine Eisdecke auf dem See vorhanden. Daher mussten sich die „Jäger“ einiges einfallen lassen. Im Gegensatz zur letzten Aktion, die auf dem zugefrorenen See stattfand, waren sie gut vorbereitet mit viel Werkzeug und kreativen Ideen.

Künstlergruppe jagt Beutelrobbe

Leider nur in kleiner Besetzung gingen die Mitglieder der Künstlergruppe "offene Ateliers Lünen auf die "Jagd" nach der südmünsterländischen Beutelrobbe.
Vorbereitung auf die "Robbenjagd". Der Künstler Heinz Brück bläst einen Luftballon auf.
Wie ist die südmünsterländische Beutelrobbe am besten zu fangen? Das war die große Frage für die Künstlergruppe "offene Ateliers Lünen", die einige Ideen am Cappenberger See ausprobierten.
Annette Aprill-Manns ging mit einer aus dem Gartenteich gefischten Teich-Jungfrau zur Beutelrobben-"Jagd" am Cappenberger See.
Und noch ein Versuch des Künstlers K.P.M. Wulff, mit einer Harpune ein Band möglichst weit auf den Cappenberger See zu werfen.
Und noch ein Versuch des Künstlers K.P.M. Wulff, mit einer Harpune ein Band möglichst weit auf den Cappenberger See zu werfen.
Der Künstler Dr. Bernhard Meyer, seines Zeichens selbst ernannter Beutelrobben-Experte, ging mit einem selbst gebastelten Bogen auf die "Jagd".
Der Künstler Dr. Bernhard Meyer, seines Zeichens selbst ernannter Beutelrobben-Experte, ging mit einem selbst gebastelten Bogen auf die "Jagd".
Der Künstler Dr. Bernhard Meyer, seines Zeichens selbst ernannter Beutelrobben-Experte, ging mit einem selbst gebastelten Bogen auf die "Jagd".
Die Künstler Annette Aprill-Manns und Dr. Bernhard Meyer (r.) begutachten die diversen Köder für die Jagd nach der Beutelrobbe, wie etwa diese "Teich-Jungfrau".
Die Künstlerin Petra Klein ging mit einem selbst gefertigten blinkenden Lock-Köder auf Beutelrobben-"Jagd".

Mit Pfeil und Bogen sowie einer Harpune wurde jetzt ein Seil über den See geschossen. Daran wurden optische Lockmittel wie eine Teich-Jungfrau sowie ein blinkender selbst gefertigter Köder-Fisch angebracht und durch Hochschwingen von der einen zur anderen Uferseite über das Wasser gelassen, um die Beutelrobbe anzulocken.

Nach Auskunft des "Robben-Experten" Dr. Bernhard Meyer - er ist Mitglied der Künstlergruppe - handelte es sich im See um ein männliches Exemplar. Er stellte fest: „Sie kommt ursprünglich aus Australien. Da ist jetzt Hochsommer. Die Beutelrobben paaren sich und werden vom Polarlicht angezogen.“ Einer der Pläne für die „Jäger“ lautete mit Blick auf die Köder: „Wir tun so, als ob es paarungsbereite Weibchen sind.“ Kreativ gingen die Künstler vor. So warf K.P.M. Wulff eine Harpune und Bernhard Meyer verschoss Pfeile mit einem Bogen.  

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