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Versäumnis der Stadt

Laternen an der Kamener Straße kommen noch später

LÜNEN Radfahrer und Fußgänger in Lünen werden noch länger auf neue Straßenlaternen an der Kamener Straße warten müssen. Sarkastisch könnte man sagen: Jetzt, wo die Tage länger werden und bald auf Sommerzeit umgestellt wird, kommt es auf ein paar Wochen auch nicht mehr an. Die Stadt hat offenbar einen wichtigen Schritt versäumt.

Laternen an der Kamener Straße kommen noch später

Statt einer durchgehenden Beleuchtung gibt es nur Licht an der Bushaltestelle Schwansbeller Weg. Eigentlich sollte sich das längst geändert haben - nun werden Fußgänger und Radfahrer aber noch länger auf weitere Laternen warten müssen.

Erst war laut Stadt beziehungsweise Stadtwerken fehlendes Material Ursache für Verzögerungen, dann die Witterung. Aktueller Grund jetzt: Die Behörde Straßen NRW, in deren Trägerschaft die Kamener Straße als Bundesstraße liegt, fordert von der Stadt ein lichttechnisches Gutachten.

Aus Sicht der Behörde ein normaler Vorgang: „Das machen wir schon lange Jahre so, und das ist den Städten auch bekannt“, sagte Peter Beiske, Medienbeauftragter bei Straßen NRW, am Freitag. Lünen habe zwar Unterlagen geliefert, „aber das war kein richtiges Gutachten. Das war mehr eine Information der Laternenhersteller.“

Warum die Stadt Lünen kein Gutachten geliefert hat: 

Die Stadt bessert nach: Noch in diesem Monat solle ein Gutachter tätig werden, kündigte Sprecherin Simone Kötter an. Die Kosten hat die Stadt zu tragen. Dass man nicht von vornherein das laut Straßen NRW obligatorische Gutachten geliefert habe, liege daran, so Kötter, „dass es nicht alltäglich vorkommt, dass wir solche Erneuerungen auf NRW-Straßen machen“. Was wohl heißen soll: Auf Sachbearbeiterebene wusste man es in Lünen nicht besser.

Straßen-NRW-Sprecher Beiske sagte, die Unterlagen der Stadt Lünen zur Kamener Straße seien im November 2015 bei Straßen NRW eingegangen. Bei einem Gespräch am 18. Januar 2016 habe man die Stadt auf das Problem des fehlenden Gutachtens hingewiesen.

So soll es nun weitergehen:

Sobald das Gutachten vorliegt, „guckt in der Regel der Sachbearbeiter drüber und es ist keine große Sache mehr“, erklärte Beiske zum weiteren Verfahren. Wenn das Gutachten fertig ist, werde man es sofort bei Straßen NRW einreichen, kündigte Stadtsprecherin Kötter an.

Nachdem Straßen NRW die Kamener Straße 2013 zwischen Sesekebrücke und Zwolle Allee saniert hatte, gab es heftige Kritik an der unzureichenden Beleuchtung. Daraufhin hatte der Rat im April 2015 beschlossen, dass auf Kosten der Stadt für 70.000 Euro auf der Nordseite nachgerüstet wird.

Anwohner und der Fußballverein auf der Kampfbahn Schwansbell hatten sich für die neue Beleuchtung eingesetzt. Im Oktober 2015 - als die Verantwortlichen sich noch einer schnellen Lösung sicher waren - haben wir der Kamener Straße mit der Videokamera einen Besuch abgestattet:

Lünen Ein Landesbetrieb saniert die Kamener Straße in Lünen, fällt alle Straßenlaternen und lässt Radfahrer sowie Kinder eines Fußballvereins im Dunkeln und wütend zurück. Kinder bleiben dem Training fern, Leute haben Angst dort entlang zu gehen. Wie es zu dieser Lage kam und wie es in Lünen weitergeht, zeigt unser Video.mehr...

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