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Pläne nach dem Abschluss

Letzter Schultag der Lüner Abiturienten

Lünen Nach zwölf Jahren endete für Lina Opländer, Tim Friedrichs und zahlreiche andere Lüner Abiturienten am Freitag die Schule. Doch das heißt nicht, dass nun bei allen der Lernstress ausbricht.

Letzter Schultag der Lüner Abiturienten

Lina Opländer und Tim Friedrichs machen in diesem Jahr ihr Abitur am Gymnasium Altlünen. Foto: Carolin Rau

So richtig vermissen werden sie die Schule nicht. Da sind sich Lina Opländer (17) und Tim Friedrichs (18) einig. Beide machen in diesem Frühjahr ihr Abitur am Gymnasium Altlünen, in der vergangenen Woche haben sie gemeinsam mit ihrer Stufe ihre letzten Schultage gefeiert.

„Ich bin eher froh und eigentlich gar nicht traurig“, meint Lina. Da stimmt Tim ihr zu: „Obwohl es natürlich schon krass ist, dass wir jetzt einfach nicht mehr zur Schule gehen müssen.“

Abiturienten als Kindheitshelden

Am Montag haben sich Lina und Tim als Wanda, aus der Cartoonserie „Cosmo & Wanda“, und „Coco, der neugierige Affe“ als Helden ihrer Kindheit auf den Weg in die Schule gemacht. Ein Thema ihrer Mottowoche.

Mit ihrem letzten Schultag am Freitag endet so in gewisser Weise auch ein Stückchen ihrer Kindheit. Das sehen aber beide recht entspannt – für ihre Zukunft haben beide schon einen Plan.

Für Tim geht es im Oktober für rund acht Monate nach Neuseeland: „Ich lebe dann bei meiner Gastfamilie, bei der ich auch während meines Schüleraustausches gelebt habe. Da will ich auch arbeiten gehen.“ Wenn er zurückkommt, soll es für Tim dann an die Uni gehen: Ingenieur für Rohstoffe und Energie möchte er später werden, studieren kann man das im Harz oder Erzgebirge. „Den Bereich finde ich ganz cool“, meint der Abiturient, der durch den Erdkunde-Leistungskurs auf diese Themen aufmerksam wurde.

Junges Alter als Problem

Auch Lina würde nach dem Abitur gerne ins Ausland gehen, genaue Pläne hat sie aber noch nicht. „Ich möchte auf jeden Fall reisen, auch wenn es nur durch Europa ist“, erzählt sie. Problematisch ist dabei aber ihr junges Alter. „Ich werde erst im Oktober 18, das ist bei vielen Reiseorganisationen schwierig.“

Ein Grund, warum sie das Abitur nach acht Jahren nicht gut findet. „Man merkt auch im Unterricht total, dass wir in manchen Fächern fast gar keine Wiederholungsphasen hatten. Die Lehrer mussten durch die Themen rasen, ich finde, das ist es echt nicht wert“, bemängelt sie.

Nach dem Abi möchte Lina nun erst einmal ihren Führerschein machen. Anfang 2019 könnte sie es sich vorstellen, mit einem Studium anzufangen: „Eigentlich ist es schon seit sechs Jahren mein Traum, Psychologie zu studieren. Ich habe mich aber auch zu Berufen im Managementbereich, also internationalen und globalen Sachen, erkundigt, das macht vielleicht mehr Sinn.“

Abiprüfungen nach Ostern

Bis es soweit ist, haben Tim und Lina aber auch noch etwas Zeit. Denn erst einmal stehen nun, nach den Osterferien, die Abiturprüfungen an. Mit dem Lernen haben aber beide noch nicht angefangen: „Das sind jetzt bald die ersten Tage ohne Schule, da hat man natürlich auch nicht so viel Lust, sich direkt wieder hinzusetzen“, meint Tim schmunzelnd. Trotzdem sind er und Lina sich aber einig, dass es für manche Abi-Fächer viel zu lernen gibt. „Ich schreibe komplett alles auf Lernzettel“, erklärt Lina ihre Methode, um sich den Stoff einzuprägen. Tim meint: „Für Geschichte mache ich mir einen Zeitstrahl, bei Mathe versuche ich einfach alles zu verstehen, was ich nicht kann.“

Mit dem Abiball im Juli endet die Schulzeit dann endgültig für die beiden Abiturienten des Altlüner Gymnasiums.

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