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Vierter Teil der Serie

„Lünen von oben“: Filmemacher sucht Kino-Fotos

LÜNEN Eigentlich wollte Filmemacher Uwe Koslowski nach dem dritten Teil „Lünen von oben“ die Reihe beenden. Doch der Anruf eines Bekannten brachte den Lüner auf eine Themenidee für einen weiteren Teil seiner Serie. Für die bestmögliche Umsetzung sucht er aber noch Fotos von alten Lüner Kinos.

„Lünen von oben“: Filmemacher sucht Kino-Fotos

Uwe Koslowski plant eine vierte Folge der beliebten DVD-Reihe "Lünen von oben". Schwerpunkt ist die Geschichte der Lüner Kinos.

Es war die Zeit, als Romy Schneiders „Sissi“ die Menschen zu Tränen rührte und viele Jungs davon träumten, an der Seite von „Winnetou“ alias Pierre Brice Abenteuer zu erleben. Damals – in den 50er und 60er Jahren gab es in Lünen 13 Kinos mit über 5300 Sitzplätzen.

An diese Zeit will der Lüner Filmemacher Uwe Koslowski in der vierten Folge seiner beliebten DVD-Reihe „Lünen von oben“ erinnern. Und am liebsten noch viel früher mit der Lüner Kinogeschichte beginnen.

Das erste Lüner Kino war eigentlich ein Gaststätte

„Alles fing mit einem Wanderkino in Brambauer an, das war so um die Zeit 1905“, berichtet Koslowski. Das erste Lüner Kino wurde dann etwa 1909/1910 im Festsaal einer Gaststätte etabliert: „Entweder war das das ,Central` oder die ,Lichtburg`.“

LÜNEN „Land und Leute“ stehen im Blickpunkt der dritten „Lünen von oben“-DVD von des Lüner Filmemachers Uwe Koslowski - in Interviews und Geschichten. Redakteurin Beate Rottgardt sprach mit Koslowski über Inhalte, Reaktionen und Pläne. Zudem verlosen wir fünf Exemplare des neuen Films.mehr...

Bei seinen Recherchen war er natürlich im Stadtarchiv und hat dort einiges Material gefunden. Aber Koslowski setzt vor allem auch auf die Lüner, die möglicherweise in ihren Fotoalben noch Bilder alter Kinos haben.

„Ich hab schon eine Liste mit Gesprächspartnern rund um das Thema, es werden also einige Interviews im Film zu finden sein, aber schön wäre es eben, wenn ich das Ganze mit alten Fotos gestalten könnte.“

Koslowski lässt sich von altem Kino-Saal für vierten Teil begeistern

Eigentlich wollte er nach dem dritten Teil „Lünen von oben“ die Reihe beenden. Doch dann kam ein Anruf eines Bekannten, der ihn fragte, ob er sich an der Jägerstraße den alten Saal des Kinos „Deli“ (Deutsche Lichtspiele) ansehen wolle.

„Wenn man da hinter die Trennwand schaut, sieht man auch noch die Beleuchtung des Kinos.“ Koslowski war so begeistert, dass er sich überlegte, nun doch einen vierten Teil zu drehen. „Natürlich, weil es ja auch im Titel ,Lünen von oben` heißt, habe ich auch schon Szenen von oben gedreht.“

Enden soll der Film dann mit der Erfolgsgeschichte des Kinofestes – von den Anfängen in der inzwischen abgerissenen „Lichtburg“ an der Lange Straße bis zu den aktuellen Festivals, die jeden November in der „Cineworld“, Im Hagen“ stattfinden. Interviews zu diesem Thema wird er auch noch führen.

 

So sieht der Trailer des zweiten Teils aus:

Über Reisebüro in altem Kinogebäude Kontakt zu Zeitzeugen hergestellt

Über Andrea Zimmermann aus Lünen-Süd, deren Reisebüro sich in dem Haus befindet, in dem einst das „Deli“ Filme zeigte, hat Koslowski Kontakt zu der Familie in Düsseldorf geknüpft, die einst einige der Lüner Kinos vom Inhaber Lenzen übernommen hat.

Ein anderer Zeitzeuge erinnert sich immer wieder an das „Deli“ in Brambauer. „Dort hat er seine Frau kennen gelernt und als es geschlossen wurde, hat er sich einen Teil der Bestuhlung in seinen Partykeller geholt.“

Fertig werden soll der vierte Teil „Lünen von oben“ „am liebsten noch in diesem Jahr“. Aber ob das so klappt, hängt natürlich von Koslowskis Recherchen und von möglichen weiteren Zeitzeugen der guten alten Kinozeit in Lünen ab. Übrigens – zehn Jahre nach dem Kinoboom gab es nur noch „Lichtburg“ und „Palast“ in Lünen.

Mit Doppelrolle beim Bundesfilmfestival für dokumentatorische Kurzfilme

Zuvor ist Uwe Koslowski noch beim Bundesfilmfestival für dokumentatorische Kurzfilme mit dabei – in gleich zwei „Rollen“. Denn als Mitglied des Veranstalters, des Filmklubs Dortmund, wird er vom 28. bis 30. April hinter dem Tresen stehen.

Und als Teilnehmer ist er mit seinem Kurzfilm „123,5 Lünen Lippeweiden“ mit im Wettbewerb. Der zehnminütige Film über die Lüner Segelflieger konkurriert mit 45 anderen Filmen aus der ganzen Bundesrepublik um die Gunst der Jury.

LÜNEN Mehr als ein halbes Jahr lang hat Uwe Koslowski Lünen mit der Drohne aus der Luft gefilmt. Hunderte Stunden hat er investiert - für Recherche, Drehs und Schnitt. Jetzt ist der Film „Lünen von oben“ fertig und im Handel erhältlich. Für uns hat Koslowski einige Szenen exklusiv zusammengeschnitten.mehr...

Beim Landeswettbewerb ganz weit vorn

„Davor war ich mit meinem Film, der nebenbei bei der Produktion des dritten Teils meiner DVD-Reihe ,Lünen von oben` entstand, beim Regional- und beim Landeswettbewerb“, erzählt Koslowski.

Regional kam er nicht so gut an, aber immerhin so, dass er zum Landeswettbewerb in Ostwestfalen geschickt wurde. Und da war er nach Meinung der Juroren sogar der beste Film des Wettbewerbs. Und tritt nun beim Bundesfilmfestival an. Auf den Titel „123,5“ kam er, weil genau das die Sprechfunkfrequenz der Segelflieger ist.

Wenn die Juroren Ende April Koslowskis Film wieder so gut bewerten, könnte er beim Europäischen Festival laufen – auch das findet in diesem Jahr in Dortmund statt. „Aber da mach ich mir keine Hoffnung.“

Im Dortmunder Filmklub ist er – mit Unterbrechungen – seit 20 Jahren aktiv. Auch dort ist Nachwuchsmangel ein großes Thema. „Bundesweit waren es mal 6500 Mitglieder in Filmklubs, jetzt sind es nur noch 2400“, so Koslowski. Das Internet und die Überalterung in den Klubs sind für den Fortbestand die Hauptprobleme.

Fotos alter Kinos gesucht




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