Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

36-Jähriger bestreitet Vorwürfe

Lüner Ratsherr soll Ehefrau geschlagen haben

LÜNEN Einem Lüner CDU-Ratsherren wird vorgeworfen, seine Ehefrau geschlagen und mit einer Waffe bedroht zu haben. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft ermittelt. Ob es zur Anklage kommt, ist noch unklar. Gegenüber unserer Redaktion äußerte sich der 36-Jährige zu den Vorwürfen.

„Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, das Verfahren läuft noch“, sagte am Dienstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Redaktion: „Wann das Verfahren abgeschlossen sein wird, dazu kann ich im Augenblick noch nichts sagen. Ob es am Ende zur Anklage kommt, wird sich zeigen.“

Denkbar ist auch, dass der Konflikt – wie in ähnlich gelagerten Fällen – über den sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich beigelegt wird.

Die Polizei bestätigte Informationen unserer Redaktion, wonach sich der Vorfall in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli an der Wohnung des 36-Jährigen in der Lüner City ereignete – nach dem EM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Frankreich. Das hatte sich das langjährige Ratsmitglied in einer Lüner Gastwirtschaft angeschaut, bevor es nach Hause ging.

Mehrere Waffen beschlagnahmt

Augenzeugen sprachen von einem Großeinsatz, bei dem zahlreiche Beamte mit Polizeihunden vor Ort waren. Sicher ist: Den Einsatz ausgelöst hatte die Ehefrau des Ratsmitglieds – per Telefon-Notruf – nach einem Streit mit ihrem Mann.

Während des Streits soll er sie geschlagen und mit einer Waffe bedroht haben. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Waffen des leidenschaftlichen Jägers und nahm ihn in der besagten Nacht für mehrere Stunden in Polizeigewahrsam.

"Lediglich eine starke verbale Auseinandersetzung"

Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen und dem laufenden Ermittlungsverfahren sagte der Ratsherr am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion „Ich habe meine Frau weder geschlagen, noch mit einer Waffe bedroht. Es gab lediglich eine starke verbale Auseinandersetzung, die auch in jedem guten Hause vorkommt.“

Sowohl seine berufliche Tätigkeit als auch die Vielzahl der ehrenamtlichen Engagements und die passionierte Jagd würde er mit so einem Verhalten nie aufs Spiel setzen, sagte der Mann weiter: „Mehr möchte ich auch nicht dazu sagen.“ Seine  Ehefrau war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 

CDU will sich offiziell nicht äußern

CDU-Ratsherrin und Fraktionschefin Annette Droege-Middel erklärte auf Anfrage unserer Redaktion: „Wir sagen zu dem Ganzen nichts, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“

Die zerstrittenen Eheleute leben mittlerweile in getrennten Wohnungen. Rund einen Monat nach dem nächtlichen Vorfall postete der CDU-Ratsherr bei Facebook ein Foto mit einer neuen Freundin.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

„Big Bags“ in Lünen

Weihnachtsmarkt: Diskussionen um „Terror-Stopper“

Lünen Manche Bürger bezweifeln Wirkung der sogenannten „Big Bags“ in der Lüner Fußgängerzone. Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme zum Weihnachtsmarkt – und nennt die Gründe dafür.mehr...

Kein Gesprächstermin

Forensik in Lünen steht „nicht zur Disposition“

LÜNEN Nach dem Machtwechsel in Düsseldorf könnte das Gesundheitsministerium die Pläne für eine Forensik in Lünen neu bewerten. Das war jedenfalls die Hoffnung der Stadt, die mit ihrer Klage gegen den Bau der Anstalt vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert war. Doch diese Hoffnung kann man im Rathaus wohl begraben.mehr...

Freifunk-Netzwerk

W-Lan-Ausbau in Lüner Innenstadt stockt

LÜNEN Flächendeckendes, freies W-Lan sollte die Lüner Innenstadt attraktiver machen - vor allem für die Jugend. Fördermittel für den Ausbau verfallen jetzt trotz aller Bemühungen. Dabei scheitert das Freifunk-Netz vor allem am Desinteresse der Gewerbetreibenden.mehr...

Verbreitet Lebensfreude

12 Wochen alter Hund ist nun im Lüner Hospiz-Team

LÜNEN Nur zwölf Wochen ist der neueste Mitarbeiter des Lüner Hospizes am Wallgang alt. Er heißt Amano und ist ein Hunde-Baby. Die Gäste haben den kleinen Begleiter schon lieb gewonnen, er lässt sie für einen Moment die Schmerzen vergessen. Für diese Aufgabe hat Amano eine besondere Ausbildung bekommen.mehr...

Bundesligastart

Das hoffen Lüner Fanclubs für ihre Mannschaften

LÜNEN Die Bundesliga-freie Zeit ist vorbei. Gott sei Dank, werden viele Fans sagen. Wir haben die Lüner Fanclubs von Borussia Dortmund und Schalke 04 befragt, was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison zutrauen. Beim BVB soll endlich wieder Ruhe einkehren, bei Schalke liegen die Hoffnungen auf Trainer Tedesco.mehr...

Auswanderer

Wie ein Lüner den Hurrikan Irma miterlebte

LÜNEN/MARCO ISLAND Seit der Lüner Chris Hadac vor 16 Jahren in die USA gezogen ist, hat er schon viele Hurrikans erlebt: Doch "Irma" übertraf alles. Während sich viele Bewohner Floridas in anderen Bundesstaaten in Sicherheit gebracht hatten, blieb der Lüner vor Ort: "Du fühlst dich einfach hilfslos", schildert er seine Erfahrung mit dem Sturm.mehr...