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Digitales Mobbing

Lüner Schüler lernen Gefahren von Whatsapp kennen

LÜNEN Im Internet bewegen sich die Schüler der 7d der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen viel. Whatsapp, Facebook – mit ihren Smartphones sind die meisten vernetzt und immer auf dem neuesten Stand. Dass in den Sozialen Netzwerken auch Gefahren lauern, haben sie jetzt in einem Projekt gelernt.

Lüner Schüler lernen Gefahren von Whatsapp kennen

Am Safer Internet Day beschäftigte sich die 7d der Geschwister-Schholl-Gesamtschule mit "Hate Speech". Das Ergebnis der zwei Projekttage ist ein eigenes Blog.

In neun Stunden an zwei Tagen wollen Marie Huchthausen und Angela Matianis von Business Academy Ruhr und Grimme-Institut den Kindern den richtigen Umgang mit Sozialen Medien beibringen. Hauptpunkt: „Hatespeech“, also Hasskommentare im Netz. „Wir wollen für dieses Thema sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen“, sagt Huchthausen. Sie weiß: „Die Kinder können schon viel - sind aber nicht kritisch genug.“

Mit den 12- und 13-jährigen Schulkindern erarbeiten die Expertinnen in zwei Gruppen die Grundlagen der Medienkompetenz. „Wir haben gestern bemerkt, dass vielen Schülern nicht bewusst war, was Mobbing im Internet eigentlich ist“, sagt Matianis, „sie dachten, das wäre einfach nur normales Ärgern.“

Das sind die beiden Projekte der Gruppen

Aus dem Projekt entsteht am Ende ein eigenes Blog. Die Kinder in der einen Gruppe haben eine „Foto-Story“ entwickelt, in der es darum geht, dass ein übergewichtiger Junge von seinen Mitschülern in Whatsapp-Gruppen gehänselt wird. An einem bestimmten Punkt hat dann der Leser die Wahl. Per Klick entscheidet er, ob der Junge sich Hilfe und das Gespräch sucht – oder ob alles so weiter geht wie bisher. „Wir wollen damit die Handlungsoptionen zeigen“, sagt Huchthausen.

Die zweite Gruppe hat eine andere Geschichte aufgeschrieben: Mustafa aus Afghanistan kommt neu in die Klasse. Manche nehmen ihn auf. Andere nicht.

Das sagten die Schüler nach dem Projekt

Eine interessante Veranstaltung sei das gewesen, sagen die meisten Schüler. „Eine Warnung, was in sozialen Netzwerken passieren kann“, sagt etwa Christina. „Es war wichtig zu erfahren, dass bei Facebook auch gemobbt wird“, ergänzt Alicia.

Für Kai war wichtig, wofür die vielen Abkürzungen in der Internet-Sprache stehen. Es sei außerdem erstaunlich, wie viel in den Sozialen Netzwerken gegen Flüchtlinge gehetzt wird. Für Lehrer Christian Gröne hat das Projekt vor allem präventiven Charakter: „Es ist für uns wichtig, dass Mobbing im Internet von vorneherein verhindert wird.“

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