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Gerichtsprozess

Lüner Trickdiebe verabredeten sich über Facebook

LÜNEN/DORTMUND Ein mutmaßlicher Trickdieb muss sich seit Dienstag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen vor, zahlreichen Senioren in Supermärkten die Geldbörsen aus den Taschen gestohlen zu haben – unter anderem in Lünen. Interessant ist, wie organisiert der Mann vorging.

Mit den EC-Karten der Opfer soll der Angeklagte später Geld abgehoben haben. Die Lüner Tatorte lagen an der Mengeder Straße und an der Gahmener Straße.

Insgesamt sollen der 25-Jährige und seine Komplizen einen fünfstelligen Betrag erbeutet haben. Das räumte der Angeklagte gleich zu Prozessbeginn ein. Ohnehin präsentierte sich der Mann vor Gericht sehr willig zur Zusammenarbeit. „Sie können mich alles fragen“, sagte er den Richtern.

Organisiert über Facebook-Gruppe

Laut Anklage organisierten sich der Mann und mit seinen mutmaßlichen Mittätern über eine eigene Facebook-Gruppe. Später wurden dann die Einsatzgebiete der Diebe festgelegt. „Der eine klaut besser auf der Straße, der andere im Supermarkt oder in der U-Bahn“, sagte der 25-Jährige.

An den Beutezügen in Supermärkten waren in der Regel mindestens zwei Diebe beteiligt. Einer verwickelte die als Opfer ausgesuchte Seniorin in ein Gespräch, während der andere die Handtasche nach der Geldbörse durchsuchte. 

Neben Lünen gab es auch mehrere Tatorte in Dortmund.

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