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Wie wird man Fan?

"Mein Herz schlägt für den Amateur-Fußball"

DIE REGION Das Herz von Klaus-Dieter Schwark schlägt für den Amateur-Fußball - seit 45 Jahren ist er in seinem Lieblingsverein aktiv. Der mobile Reporter Nico Drimecker hat den Platzwart des Lüner SV getroffen und gefragt: Wie wird man Fan?

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Klaus-Dieter Schwark ist Platzwart und der Mann für sämtliche Arbeiten beim Lüner SV. Wo eine Hand gebraucht wird, greift er zu. Wenn er die Linien nachzieht, spannt er eine Schnur zur Orientierung.

Dann füllt er den roten Wagen mit weißer Kreide und zieht rappelnd seine Bahnen. Der 57-Jährige ist großer LSV-Fan und seit 45 Jahren Mitglied.

Wie wird man Fußball-Fan? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, begibt sich Reporter Nico Drimecker während der Europameisterschaft auf die Reise durch unsere Region.

Klaus-Dieter Schwark schiebt einen Metallwagen – er klappert und scheppert den Platz in der Kampfbahn Schwansbell entlang. Als Platzwart muss der Lüner die verblassten Linien des Fußballfeldes nachziehen. Noch an diesem Tag spielen die erste und zweite Mannschaft des Lüner SV.

 Wenn Klaus-Dieter Schwark sich entscheiden müsste, auf diesem Grün ein Spiel der ersten Mannschaft des LSV zu sehen oder den BVB im Signal-Iduna-Park, würde er sich für das Stadion am Schloss Schwansbell entscheiden. Spannender sei ein Spiel des Lüner SV zwar nicht unbedingt. Der Klub spielt derzeit in der Bezirksliga - also der viertniedrigsten Spielklasse. „Aber mein Herz schlägt einfach dafür, ich bin Vollblut-LSVer. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, woanders zu sein.“

Sein Vater nahm ihn damals mit zum Sportverein. Als Kind spielte Klaus-Dieter Schwark mehrere Positionen, auch den Trainer-Posten hatte er einmal übernommen, aber bei allem schnell gemerkt: „Das ist nichts für mich.“ So kam er zur Jugendarbeit des Vereins, die er seit 30 Jahren macht – neben vielen anderen Aufgaben, die er übernimmt. „Mein Herz hängt vor allem an der Jugend“, sagt er. Aber Klaus-Dieter Schwark packt überall an, wo eine Hand fehlt. Er macht. Und zieht Linien nach.

 Drei Stunden braucht er, damit Spieler und Schiedsrichter sehen, wo das „Aus“ und der Strafraum sind. Wenn er es schafft, schaut er sich Spiele des LSV an, der als Meister nächste Saison in die Landesliga aufsteigt. „Amateurfußball ist mein Ding“, sagt er. Gegenüber dem großen Fußball hat ein Spiel in den unteren Ligen einen entscheidenden Vorteil: „Alles ist ein bisschen gemütlicher.“  

Auch Sie können Nico Drimecker helfen: Nutzen Sie unser Formular oder schreiben Sie ihm eine Mail, wie Sie Fußball-Fan wurden oder warum und mit wem Sie mitfiebern.  

Die Serie zur EM



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