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Kreis nennt Zahlen

Müllgebühren könnten 2018 in Lünen sinken

Lünen 177,66 Euro im Jahr kostet es momentan in Lünen, eine 80-Liter-Restmülltonne alle 14 Tage leeren zu lassen. Das könnte bald günstiger werden – denn die Müllverbrennung in Hamm kostet ab 2018 deutlich weniger.

Müllgebühren könnten 2018 in Lünen sinken

Der Lüner Hausmüll wird auf dem Gelände der GWA am Brückenkamp umgeschlagen und später in der Müllverbrennungsanlage in Hamm verbrannt. Foto: Günther Goldstein

Die Gebühren für die Müllentsorgung könnten 2018 um rund sechs Prozent sinken. Das zumindest legen Zahlen des Kreises Unna nahe, der den Kommunen Kosten für die Entsorgung des Abfalls in Rechnung stellt. Und diese Kosten sinken.

Gute Nachrichten, war doch bei einer bundesweiten Analyse der Müllgebühren Mitte 2016 herausgekommen, dass Lünen unter den 100 größten Städten die viertteuerste ist. Dass die Gebühren bald sinken könnten, erklärte am Mittwoch auf Anfrage Andreas Schneider, Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft beim Kreis. Deutlich günstiger werde ab 2018 die Verbrennung des Restmülls in der Müllverbrennungsanlage (MVA) Hamm. Um knapp 40 Euro sinke der Preis dort pro Tonne, sagt Schneider. Das liege am Wegfall abschreibungsbedingter Kosten. Damit werde der Betrieb der Anlage günstiger. Andere Faktoren, etwa die Entsorgung des Bioabfalls, würden gleichzeitig teurer.

Entlastung von 2,5 Millionen Euro

Dennoch: In der Gesamtrechnung, so Schneider, mache das eine Entlastung von rund 2,5 Millionen Euro oder zehn Prozent aus. Der Kreis erwartet für 2018 außerdem, dass die Erlöse aus der Altpapierverwertung steigen, eine weitere Reduzierung der Kosten um 250.000 Euro. Heißt: Der Kreis erwartet eine Kostensenkung um rund 12,8 Prozent.

In den Abfallgebühren schlagen die Kosten, die die Stadt an den Kreis zahlen muss, mit rund 50 Prozent zu buche, etwas weniger entfallen auf die Kosten für die Wirtschaftsbetriebe Lünen, die Sammlung und Transport des Abfalls übernehmen.

Wenn also die Zahlung an den Kreis in etwa die Hälfte der Müllgebühr ausmacht, müssten, so Schneider, rund sechs Prozent Kostensenkung am Ende beim Bürger ankommen – wenn die Kommune nicht abweichende Berechnungsmethoden für die Abfallgebühren nutzt. Im vergangenen Jahr war die Gebühr für den Restmüll übrigens unverändert geblieben, die für Biomüll schon um 7,41 Prozent gesunken.

Stadt rechnet noch

Ob diese Kalkulation wirklich zutrifft, war Mittwoch bei der Stadt nicht zu erfahren. Eine Sprecherin erklärte, dass Mitarbeiter momentan dabei seien, die genauen Berechnungen vorzunehmen. Die Ergebnisse würden dann im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Nächste Sitzung: 7. Dezember.

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