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Multikulturelles Forum: CDU-Bundestagsabgeordneter staunt - Lüner SPD zeigt sich "entsetzt"

LÜNEN Hoher Besuch beim Multikulturellen Forum: CDU-Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe kennt das Forum schon länger, doch dieses Mal brachte er einen weiteren Gast mit, der das Forum gerne kennen lernen wollte: Wolfgang Bosbach, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

Multikulturelles Forum: CDU-Bundestagsabgeordneter staunt - Lüner SPD zeigt sich "entsetzt"

Über die Aufgaben des multikulturellen Forums informierten sich die Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (M) und Wolfgang Bosbach, Geschäftsführer Kenan Kücük (l.) stand Rede und Antwort.

Bosbach besichtigte die Räumlichkeiten des Forums und informierte sich bei Kenan Küçük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums, über die Tätigkeiten des Vereins. Überrascht und beeindruckt zeigte er sich angesichts der Fülle der Angebote und Projekte im Multikulturellen Forum. In einer Gesprächsrunde, an der Mitarbeiter des Multikulturellen Forums teilnahmen, wurden integrationspolitische Themen erörtert, so auch das Thema Einbürgerungstest.

Dass das Multikulturelle Forum diesen Test möglicherweise nicht anbieten darf, verwunderte den CDU-Politiker, der Küçük zusagte, diesbezüglich Nachforschungen anzustellen. Einig waren sich alle Gesprächspartner darin, dass die geleistete Integrationsarbeit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag darstellt. „Schon im Kindergarten müsste man besser ansetzen“, so Bosbach. Küçük wies darauf hin, dass bei einem Migrantenanteil von um die 50 Prozent in den Kindergärten der interkulturellen Schulung des Personals eine große Bedeutung beigemessen werden sollte.

In diesem Bereich sei das Multikulturelle Forum sehr aktiv und habe bereits viele Schulungen erfolgreich durchgeführt. Auch angeschnitten wurde das Thema Wahlen, da MigrantInnen inzwischen auch eine wichtige Wählergruppe darstellen. Küçük, selbst Mitglied der Integrationskonferenz von Kanzlerin Merkel, lobte die Bemühungen Angela Merkels, das Thema Integration zur „Chefsache“ zu machen und sprach die Hoffnung aus, dass Versprechen auch nach den Wahlen ihre Gültigkeit behalten.

Unterdessen zeigt sich die Lüner SPD entsetzt über den Vorwurf des SPD-Mitgliedes und Geschäftsführers des Multikulturellen Forums, Kenan Kücük, sie sei „latent fremdenfeindlich“. Dies erklärte der Pressesprecher und stellv. Stadtverbandsvorsitzende Bernd V. Köster. Er teilte mit, Kücük habe diese Behauptung in einem Telefonat mit ihm bereits eingeschränkt. „Der Vorwurf bleibt ungeheuerlich und muss vollständig aufgeklärt werden. Da sind wir pingelig“, so Köster. Deshalb werde sich der Stadtverbandsvorstand in einer Sondersitzung damit auseinandersetzen. Kenan Kücük habe zugesichert, an dieser Sitzung teilzunehmen. Nach bisherigen Informationen beziehe sich Geschäftsführer Kücük bei seinen Vorwurf auf eine Finanzierungsentscheidung.

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